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Irlmaierschwadronade (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier, Dienstag, 30. Januar 2018, 19:23 (vor 1037 Tagen) @ Malcom6906 mal gelesen
bearbeitet von BBouvier, Dienstag, 30. Januar 2018, 19:34

<"Bemerkenswert ist auch, dass Irlmaier gesagt hat
"danach kommt eine gute Zeit", wobei er nach der 3TF meinte.
">

Hallo, Malcom!

Ach, Du meine Güte! :-|

Auch das hat er aus den frz. "Prophezeiungen"
des 19. Jahrhunderts entnommen, die wiederum
vollständig auf dem christlich-katholischen Kanon
gem Offb. Kap. 20. fußen:
"Und ich sah die Seelen derer, die ... nicht angebetet hatten
das Tier ... diese wurden lebendig und
regierten mit Christus tausend Jahre
." :-)

Und so phantasiert dann Irlmaier frei:
"Zuerst ist noch Hungersnot, aber dann kommen auf der Donau
so viel Lebensmittel herauf, daß alle satt werden
."

Diese Idee setzt u.a. nicht nur den Transport
schier unglaublicher Massen an Nahrungsmitteln auf Schiffen
aus Südosteuropa voraus, wo sie nach der "Finsternis" (!)
erstmal eingesammelt und verladen werden müßten,
sondern auch deren Löschen (beispielsweise in Passau)
und den anschließenden Weitertransport von dort in alle
Regionen (wenigstens aber weiter Teile) Bayerns auf dem Landwege:
= Völlig intakte Verwaltung und Infrastruktur, wie in besten Friedenszeiten.
=>
:tigger:

Natürlich kann ich mir vorstellen :hungry: , ein Pferdefuhrwerk
mit Kartoffeln gelange dann von Passau nach Tagen irgendwie
bis an den Rand Münchens mit einer guten Million Verhungernder.
Und von dort dann weiter nach Starnberg, nach Murnau, Garmisch
und nach Mittenwald.
Und dann ist alles gut - ja? :trost:

Dem fiktiven "Mühlhiasl" wurde angedichtet:
"Es (der Krieg) dauert nicht lange;
wer bei der Flucht vor diesem Schrecken zwei Brotlaibe
bei sich hat und einen verliert,
der braucht sich danach nicht zu bücken
."

Auf dessen Basis Irlmaier dümmlich echot:
"Und wost am Tisch steh host, dös glangt da scho."
(In diesem Fall sogar ganz ohne Donauschiffe.)
Die rein symbolische Zeitspanne (!) auf Mühlhiaslbasis (!)
zur erstaunlich kurzen Kriegsdauer interpretiert Irlmaier
irrig Richtung Nahrungsüberfluß.
Denn Irlmaier hat da ja nicht Abertausende gesehen,
die im Kriege und anschließend zuhause jeweils am Eßzimmertisch
sitzen und ohne großen Appetit zu haben,
die dort reichlich stehenden Speisen aufessen.

Was ich sagen will:
Das alles ist ein einziger Sumpf schräger Narrenpossen,
die man abklopfen muß, um sie nicht unrefektiert
als Gläubiger zu schlucken.

Von der Problematik und den Folgen eines Zivilisationskollapses
hatte Herr Irlmaier keinen blassen Schimmer.
So hat er beispielsweise keine Vorstellung davon,
was passiert, wenn kein Wasser mehr aus den Leitungen fließt.
Und wenn dann der elektrische Strom ausfällt!
Sein intellektueller Horizont reicht da mal grade von seiner Nasenspitze
bis zum reichlichen Essen, das angeblich vor ihm auf dem
Tische steht.
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=32634

Wenn ich hier im WW immer wieder mal lese,
so wild würde das alles doch gar nicht werden,
man verstehe sich darauf, "Wildpflanzen" zu pflücken,
man könne sich irgendwo doch einfach einen Hasen fangen,
man könne sich doch ein paar hundert Konserven kaufen,
man hätte bei You-Tube neulich einen Film gesehen, wie sich Jemand
im Wald eine Tütensuppe selbst (!) aufwärmt -
dann komme ich manchmal wirklich in´s Grübeln.

Und hier noch zu einer weiteren fatalen Irlmaierlüge,
die auf der Wudyfälschung basiert:
=>
https://schauungen.de/forum/index.php?id=24468

Gruß,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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