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Unerheblich

Taurec ⌂ @, München, Montag, 05. Februar 2018, 10:49 (vor 167 Tagen) @ Sagitta

Hallo!

Was bitte passiert, wenn eine A-Bombe (20fach Hiroshima) im Meer vor der Themsemündung etwa 100 Meter über der Wasseroberfläche gezündet wird? Oder vor New York?

Es ist wohl davon auszugehen, daß in einigen Kilometern Umkreis eine Gischtwolke verspritzt und eine gewisse Menge Oberflächenwassers verdampft wird, die im weiteren Umkreis als Niederschlag fällt. Wellen sind bei einer solchen Detonation nur oberflächlich und nicht besonders weitreichend.

Wie würde jemand den Abwurf einer solchen Bombe "schauen"? Würde er sagen: die wird 100 Meter über dem Wasser gezündet? Oder würde er sagen: es fliegt etwas heran, und etwas wird ins Wasser geworfen?

Was Du mit der Frage rational bezweckst, erschließt sich mir nicht.

Du spielst offenbar auf Irlmaiers Aussage an:

"Inseln verschwinden und das Klima ändert sich. Ein Teil der stolzen Insel versinkt, wenn das Ding ins Meer fällt, das der Flieger hineinschmeißt. Dann zieht sich das Wasser wie ein festes Stück und fällt wieder zurück."

"Plötzlich wird ein Flugzeug, aus dem Osten kommend, nach Westen fliegen und über dem ‚großen Wasser etwas fallen lassen‘. Darauf wird sich das Meer turmhoch erheben und eine enorme Sturzwelle – ein entsetzlich hoher Wasserwall – wird alles überschwemmen. Der größte Teil Englands sowie die meisten Länder an der Atlantik- und Nordseeküste werden von dieser Sturzflut, die sogar bis Berlin reicht, überschwemmt. Während England untergeht und nur noch die englischen Bergspitzen aus dem Wasser ragen, wird sich durch ein gleichzeitiges Erdbeben ein neues Land aus dem Ozean erheben."

Diese Aussage ist aber erkennbar keine Schauung, da sie unsinnig ist. Die angegebenen Folgen können nicht durch eine hypothetische (physikalisch aber unmögliche) Bombenflut hervorgerufen werden, die stets nur eine vorübergehende wäre. Die Veränderungen müssen zwingend tektonisch-geographischer Natur sein, können also nicht durch eine Explosion verursacht werden (dergleichen Unstimmigkeiten haben ja zur Entstehung von Theorien über utopische Erdbebenwaffen beigetragen, gegen die Tsunamibomben noch rational wirken).

Anscheinend hat der Autor, von dem ich ausgehe, daß es nicht Irlmaier war, sondern Adlmaier, sich lediglich etwas zusammenphantasiert und dabei zwei nicht zusammenpassende Komponenten (Bombenabwurf und geographische Veränderungen) kombiniert.

Die Frage, ob eine hypothetische Szene durch eine Aussage ausgedrückt werden würde, der keine nachvollziebare Schauung zugrundeliegt, führt meines Erachtens zu nichts. Dadurch läßt sich nicht im Umkerhschluß die Aussage als Schauung validieren. Durch weitere Zusatzannahmen verwindet nicht der Wurm in der ursprünglichen Aussage.

Es wäre zumindest vorstellbar, daß Irlmaier den Abwurf einer Bombe über dem Meer gesehen hat. Dann wären aber nach der Detonation die gesehenen Folgen durch sachfremde Angaben geographischer Veränderungen ersetzt worden. Da wir die Folgen des Bombenabwurfs nicht überliefert hätten, erübrigten sich auch Spekulationen über Sprengkraft und Explosionspunkt der Bombe.

Gruß
Taurec


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