Nibiru und die Hobbyastronomen (Schauungen & Prophezeiungen)

Malcom @, Dienstag, 27. Februar 2018, 17:11 (vor 1002 Tagen) @ Explorer6416 mal gelesen

Hallo,
ich kann verstehen, dass nicht jeder hier eine wissenschaftliche Ausbildung hat, aber man sollte vorsichtig sein, ohne diese Basis einfache wissenschaftliche Schlüsse ziehen zu wollen.
So ist z.b. der Schluss:
„ Wenn es Nibiru geben sollte, dann hätten die vielen Hobby-Astronomen es schon gefunden, und daher kann es Nibiru nicht geben.“
leider nicht korrekt.

Dazu etwas Hintergrund-Information:

Der normale sichtbare Bereich des Lichtes ist 4000-7000 Ängstrom Wellenlänge.
Der (für Menschen unsichtbare) infrarote Bereich liegt bei 7000-1000000 Ängstrom Wellenlänge.
Der nächste Bereich danach wären die Mikrowellen.

Es ist allgemein bekannt, das Nibiru dunkelrot, mit einem Maximum im nahen Infraroten Bereich, strahlen soll.
Um solche Lichtquellen gut aufnehmen zu können, müsste ein entsprechendes Infrarot-Telekop benutzt werden, mit einem Sensibilitätsbereich von ca. 7000-50000 Ängstrom Wellenlänge.

Diese Art von IR-Teleskop zu betreiben, ist technisch sehr aufwendig. So müssten die CCD-Chips der Kamera mit einem Kyrostat auf -130°C bis -272 °C gekühlt werden. Die Spiegel sollten aus Beryllium sein, und und und...
Der zu betreibende technische Aufwand geht weit über den finanziellen Spielraum von Hobby-Astronomen hinaus, und daher ist es ihnen unmöglich Nibiru aufzunehmen, solange Nibiru noch weit von der Erde entfernt ist.

Nur die professionellen IR-Teleskope großer Institutionen haben diese Möglichkeit.

Wenn man nun den Schluss zieht, dass der im 3. Geheimnis von Fatima angekündigte (und geschaute) Kataklysmus eigentlich nur durch einen zusätzlichen Planeten (Nibiru) verursacht werden kann, der nahe an der Erde vorbeifliegt, dann kann man sich auch fragen:“Wie reagiert der Vatikan auf eine solche Information?“
Denn die sollten ja wissen was kommen soll!
Nun, diese Information sollte ein wirklicher Augenöffner sein:

Der Vatikan hat sich zwischen 1990 und 2009 einen Weg in das Konsortium gebulldozed , dass auf den Berg Mount Graham verschiedene Teleskope betreibt., und so betreibt seit 2010 der Vatikan im Rahmen von VATT (Vatican Advanced Technology Telescope) dort auch ein modernes Teleskop.

Dieses Teleskop wurde „LUCIFER“ (!!!!!) genannt, die Abkürzung für
LARGE BINOCULAR TELESCOPE NEAR-INFRARED UTILITY WITH CAMERA AND INTEGRAL FIELD UNIT FOR EXTRAGALACTIC RESEARCH.

Nachdem diese Namensgebung doch zu kontrovers war und ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zog, wurde der Name schließlich auf LUCI abgeändert.

LUCI besteht aus zwei kryostatisch gekühlten IR-Teleskopen, LUCI 1 und LUCI 2. Der Kryostat ist 1,6x1,6x1,6 Meter groß und kühlt die Instrumente auf -200 °C.
Der infraroten Sensibilitätsbereich reicht von:

LUCI 1 : 8900-24400 Ängstrom und
LUCI 2 : 9600-24400 Ängstrom

Damit wird nur ca. 0.001 % des gesamten Strahlungsbereiches des Kosmos abgedeckt.

Aber: Beide Teleskope haben ihre größte Sensibilität in exakt dem Bereich in dem NIBIRU sein Strahlungsmaximum haben müsste.
Ist das alles nur Zufall?

DAS sollte doch mal zu denken geben....

Quellen:
http://www.pas.rochester.edu/~blackman/ast104/spectrum.html
http://www.vaticanobservatory.va/content/specolavaticana/en.html
http://www.lbto.org/instruments.html
http://www.mpe.mpg.de/ir/lucifer


Gruß,
Malcom


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