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Weitertradierte Endzeitideen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 30. Januar 2018, 20:23 (vor 1040 Tagen) @ Malcom6994 mal gelesen

Hallo!

Bemerkenswert ist auch, dass Irlmaier gesagt hat "danach kommt eine gute Zeit", wobei er nach der 3TF meinte.

Warum das bemerkenswert sein sollte, erschließt sich nicht.

Diese Aussage ist für Endzeitprophezeiungen obligatorisch und mindestens so alt wie das Christentum selbst. Es ist nicht davon auszugehen, daß Irlmaier hierzu eine Schauung hatte. Vielmehr hat er sehr viel ältere Ideen repetiert.

Schon das wörtliche Nennen der "dreitägigen Finsternis", deren Beschreibung bei Irlmaier übrigens nicht eigenständig ist, sondern erkennbar weitestgehend aus älteren Quellen wie dem Lindelied oder Taigi abgekupfert wurde, belegt das bloße Nacherzählen der traditionellen Endzeitprophetie.

Es gibt keine "dreitägige" Finsternis. Das ist eine symbolische Anlehnung an eine stets mit der Drei in Verbindung stehende Cäsur, der "Wiederauferstehung" oder "Wiedergeburt" folgt, so z. B. Jesu Auferstehung am dritten Tage oder Jonas drei Tage im Wal. Der Reinigung der Erde durch ein Gericht mit anschließender "Wiedergeburt" einer christlichen Weltordnung setzt eine dreitägige Leidens-/Reiniguns-/Besinnungsphase voraus.
Zu solchen fiktiven fixen Ideen kann es naturgemäß keine echten Schauungen geben. Umgekehrt ist das Nennen solcher Motive ein stichhaltiger Beweis für Kenntnis über Übernahme älterer Prophezeiungen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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