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Tsunamis ≠ Detonationswellen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 04. Februar 2018, 21:27 (vor 1035 Tagen) @ Malcom6874 mal gelesen

Hallo!

Meines Erachtens befindest Du Dich in einer verhängnisvollen Negativdynamik.

Besessen von dem Drang, das letzte Wort und recht haben zu müssen, lieferst Du im Schnellschußverfahren Kontra, ohne Deine Beiträge zu durchdenken.

Weil derlei Detonationen nämlich nicht einmal
relevante Wellen generieren.
Der Druck von Unterwasserdetonationen verpufft nämlich
als Gischt direkt nach oben.

Sehr gut, da sind wir ja schon ein Stück weiter in deinem Verständnis.
Lass mich dir noch weiter auf die Sprünge helfen:
Bei genügender Wassertiefe gibt es dann doch keine Gischt nach oben, oder ?
Was passiert dann mit der Energie?

Um ein grundlegendes physikalisches Verständnis zu entwickeln, müßte man sich vor dem Drücken des Knopfes "OK – abschicken" mal zehn Minuten oder bei Bedarf auch eine Stunde bzw. noch länger zurücklehnen und nachdenken.

Die Energie einer Bombe sucht sich natürlich und auch für Physikschüler der Unterstufe nachvollziehbar den Weg des geringsten Widerstandes. Dieser liegt logischerweise nicht seitwärts, wo hunderttausende Kubikkilometer Wassers bewegt werden müßten und dessen begrenzte Kompressionsfähigkeit bald einen natürlichen und unüberwindbaren Widerstand bildet, sondern in der Wassersäule über dem Detonationspunkt. Diese ist bestenfalls so hoch, wie der Ozean tief ist. Die logische Schlußfolgerung: Es entsteht eine Fontäne über der Explosion, in deren Form das Wasser nach oben kanalisiert ausgeworfen wird. Seitlich bewegt sich aber nahezu nichts, bzw. was ich bewegt hat seine Energie nach kurzer Distanz vernutzt.
Wie hoch die Fontäne ist, hängt von der Stärke der Bombe und der Tiefe des Detonationspunktes ab. Ist das Wasser zu tief oder die Bombe zu schwach, wölbt sich die Wasseroberfläche vielleicht leicht und anschließend schwimmen Fische und U-Boote mit dem Bauch nach oben. ;-)

Tsunamis entstehen durch tektonische Veränderungen des Untergrundes selbst, die einen Impuls auf das Wasser übertragen. Die Epizentren sind flächen- oder linienhaft, nicht punktuell wie es bei Explosionen der Fall ist. Ein "Wasserblock" wird in seiner ganzen Ausdehnung gehoben oder gesenkt. Beim durch die Gravitation bedingten "Zurückfallen" des Wassers in seine Ausgangslage (hin zu einer flachen Wasseroberfläche) entsteht eine Wellenfront, die sich vom Epizentrum weg fortbewegt. Das ist ein anderer Mechanismus als bei einer Explosion.
Die eigentliche Tsunamiwelle entsteht erst in Küstennähe, wo sich die Front im Flachwasser nach oben hin aufstaucht.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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