Andere Meinung (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta @, Montag, 05. Februar 2018, 11:57 (vor 1034 Tagen) @ Taurec6861 mal gelesen

Hallo!

Was bitte passiert, wenn eine A-Bombe (20fach Hiroshima) im Meer vor der Themsemündung etwa 100 Meter über der Wasseroberfläche gezündet wird? Oder vor New York?


Es ist wohl davon auszugehen, daß in einigen Kilometern Umkreis eine Gischtwolke verspritzt und eine gewisse Menge Oberflächenwassers verdampft wird, die im weiteren Umkreis als Niederschlag fällt. Wellen sind bei einer solchen Detonation nur oberflächlich und nicht besonders weitreichend.

ZITAT:

"Ein Test über dem offenen Meer wäre ein im 21. Jahrhundert einmaliger Vorgang“, sagte Physiker und Abrüstungsspezialist Götz Neuneck von der Universität Hamburg gegenüber FOCUS Online. Seit 1963 seien Nuklearbomben immer unterirdisch getestet worden.

(Oder eben untermeerisch, ergänzt hier Sagitta.)

"So könnte laut Neuneck bei einer Oberflächenexplosion ein ringförmiger Tsunami entstehen, der die Macht hätte, eine ganze Insel zu zerstören. Gerade Japan blickt mit Sorge auf die nordkoreanischen Drohgebärden, feuerte das Regime in Pjöngjang doch schon zwei Raketen über die japanische Nordinsel Hokkaido."

(hinweg, ergänzt hier Sagitta)

https://www.focus.de/politik/ausland/nordkorea/nordkorea-tsunami-und-radioaktiver-regen-folgen-eines-bombentests-ueber-dem-pazifik_id_7627926.html

Mich interessiert diese ganze Sache nicht sehr und ich werde keine weiteren LINKs dazu einstellen, obwohl es die gäbe, doch möchte ich dazu beitragen, gewisse Unterwasser-Denkblockaden abzubauen. Abgesehen davon, dass eine Atombombe in der Themse oder vor New York auch Wirkungen hätte, die ganz und gar nicht feucht wären.

Ferner: da wir wissen, dass Schauungen selten 100% die Wirklichkeit wiedergeben, sondern verzerrt sind, und darüber hinaus von Leuten wie Adlmaier noch mehr verzerrt werden, so darf man wohl fragen, ob in der Nordseeschau von Irlmaier nicht dennoch ein kleiner, wahrer Kern steckt. Ohne dass deswegen gleich ganz England von der Landkarte verschwinden soll. Denkst Du ernsthaft, ich wollte so was behaupten?

Und es könnte auch in einer Vögel-aus-dem-weißen-Sand-Schau durchaus ein wahrer Kern stecken. Wenn irgendjemand auf dem Forum hier mal beigetragen hat, dass auch die Engländer im Zweiten Weltkrieg Gift aus Flugzeugen einsetzen wollten, und womöglich auch die Deutschen (und dass Irlmaier darüber Kenntnis gehabt haben könnte), dann ist das zwar ein Einwand, aber der wischt damit die Gelbe-Staub-Vision von Irlmaier überhaupt nicht vom Tisch. Denn sie hat merkwürdige Details, die nur schwer auf Tradition vor Irlmaier zurückgeführt werden können.

In Deiner sehr verdienstvollen Quellensammlung sind Dutzende Schauungen, die von sonst völlig unbekannten Menschen stammen und doch grün qualifiziert sind (also hochwertig). Da würde ich viel öfter mal ein Fragezeichen setzen, als bei Irlmaier. Denn ich könnte Dir von irgendwelchen Ich-habe-geträumt-Internetforen zu jedem der Traumtypen (Meteore, Tsunamis, Invasionen. Überschwemmung, Erdbeben, zwei Monde etc.) ein halbes Dutzend Parallelen bringen (und habe das gelegentlich hier ja schon getan). Derartiges ist einfach zu häufig. Von Irlmaier weiß man wenigstens, dass er qualifizierte Schauungen hatte und sich mit dem Thema auskannte. Warum soll er nicht einmal über den Tellerrand eines individuellen Lebes hinausgeschaut haben (ohnehin auch nur ein Aspekt von Schauungen, dieses: Ich-blicke-ja-nur-in-deinen-Lebensfaden ...)? Wenn Irlmaier eine Buche im Bayerischen Wald sieht, oder Schnee auf Zweigen, oder keinen Schnee mehr am Watzmann - dann ist das überindividuell. Und wenn er von Landau redet, wo es doch Dutzende andere Städte in Bayern gibt, so ist das auch überindividuell und allgemein.

Sagitta


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