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Garabandal sehr kritisch (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 28. Januar 2018, 22:04 (vor 1039 Tagen) @ Malcom7944 mal gelesen

Hallo!

Die JM ist ja in G. im Laufe von 4 Jahren mehr als 2000 Mal erschienen, was G.`s Wichtigkeit unterstreicht.

Meines Erachtens kann man durchaus argumentieren, daß ein besonders häufiges Erscheinen nicht gerade von Qualität zeugt. Der Ursprung der Erscheinung muß sehr erdnah liegen, eine Manifestation daher besonder leicht zu bewerkstelligen sein. Dem entsprechend kann der Ursprung nicht in besonders hochstehenden jenseitigen Sphären liegen.

Ein anderes Beispiel ist etwa Lorber, der über Jahrzehnte zigtausende Seiten gefüllt hat. 80 % davon sind Müll.
Auch Marie-Julie Jahenny, die über Jahrzehnte Durchgaben hatte, hat überwiegend nur Frömmeleien überliefert.

Eine hochwertige Erscheinung halte ich für selten und prägnant. Garabandal hat neben der Triade Warnung, Wunder, Strafgericht eigentlich keinen Inhalt geliefert, lag vielmehr mit den wenigen präzisen Aussagen falsch.

1. Lomangino: Das ist nicht zu unterschätzen. Eine Voraussage, die unter keinen Umständen mehr eintreffen kann, ist eben nachweislich falsch. Das zu relativieren trägt nicht zur Klarheit bei, sondern leistet diffusen Spekulationen und dem Glauben um des Glaubens willen Vorschub.

2. Die Aussage nach dem Tode Johannes XXIII.: "Es kommen noch drei Päpste."

Selbst wenn man Johannes Paul I. wegläßt, ist Franziskus einer zuviel.
Die Aussage beruht mit Sicherheit auf der gefälschten und inzwischen so gut wie obsolet gewordenen Malachiasweissagung, wobei hier die Variante favorisiert wurde, daß Gloria Olivae und Petrus Romanus gleichzusetzen wären.

Ich kann daher nur eindringlichst davor warnen, Garabandal ernst zu nehmen. Mit der Erscheinung ist etwas grundsätzlich nicht in Ordnung (um es gelinde auszudrücken).

Mir wurde erst im Verlauf meiner neuen Recherchen der enge Zusammenhang von Fatima mit G. bewusst.

Davon ist wohl auszugehen. Ich wies erst neulich darauf hin, allerdings in skeptischerem Kontext. Die Annahme ist meines Erachtens gerechtfertigt, daß die Erscheinung von Garabandal (vielleicht sogar Fatima) ihr Verfallsdatum überschritten hat, bzw. den Zeitrahmen, innerhalb dessen eine Erfüllung aufgrund der beigelieferten Vorzeichen noch denkbar war.

Die Warnung soll nach einem bedeutenden Konzil der K. erfolgen.

Unter der Annahme, daß Garabandal sein Ablaufdatum inzwischen überschritten hat, ist es sehr wahrscheinlich, daß mit dem Konzil das parallel zu den Erscheinungen stattgefundene Vaticanum II gemeint war. Der Gedanke besticht geradezu, weil sich die Erscheinung offenbar an Zeitgeschehen orientierte.
Die Erscheinung kündete Ereignisse für die nächste Zukunft, als das Konzil noch lief, als Lomangino noch lebte, als ein Vordringen des Kommunismus dräute, als noch nicht klar war, daß nach Benedikt XVI./Gloria Olivae noch ein Papst kommen würde. Die Geschichte hat die Prophezeiung widerlegt.

Das bedeutet nicht, daß es keine Wunder und Katastrophen geben könnte. Garabandal liefert hierzu aber offenbar keine verlässlichen Erkenntnisse.

Es fällt – zufällig – zusammen mit einem großen Einzel-Ereignis innerhalb der K., dass sehr selten ist. Ein gleiches Ereignis hätte sich noch nicht während des Lebens von Conchita gegeben.

Mir stellt sich die Frage, ob hiermit nicht ein Ereignis gemeint war, das sich nach dem Ende des zweiten vatikanischen Konzils abspielte oder im Zeitplan der Erscheinung sich hätte abspielen sollen, aber nicht eintrat.

Der Gedenktag von Stanislaus von Krakau ist der 11. April, und die Jahre in denen der 11. April auf einen Donnerstag fällt sind 2013, 2019 und 2024.

Aber auch 1968, 1974, 1985, 1991. Wenn man voraussetzt, daß Conchitas Aussage, "wenn der Kommunismus wiederkommt", nach 1991 obsolet war, kann man unterstellen, daß die Ereignisse im Zeitplan der Erscheinung in einem dieser Jahre (nach dem Konzil, vor dem Ende des Kommunismus) hätten stattfinden sollen.

Für fundierte Kritik an dieser Hypothese bin ich dankbar. Es können sich natürlich Fehler eingeschlichen haben, möglicherweise in den Übersetzungen von Nostradamus.
Ich kann nur jeden dazu auffordern diese erwähnte Zeitlinie selbst zu recherchieren und sich entsprechend vorzubereiten. Das Gute an dieser Zeitlinie ist, dass sie mehrere Ereignisse enthält, die sich in naher Zukunft ereignen könnten, und so die Richtigkeit schon bald bestätigen könnten. Spätestens nachdem die Warnung innerhalb des hier genannten Zeitrahmens erfolgt ist, wäre es Zeit sich ernsthaft auf das dann Folgende vorzubereiten.

Es gibt noch die eine oder andere Kleinigkeit, die kritisch zu beäugen wäre. Der springende Punkt, an dem Du Deinen Ablauf festmachst, ist jedoch Garabandal. Summa summarum ist zu dieser Erscheinung festzustellen, daß mitgegebene Indikatoren, die eine zeitliche Orientierung erlaubten, zweifelsfrei falsch sind, während der diffuse Rest aus verbiegbaren Andeutungen mit der Gegenwart voran immer weiter in die Zukunft geschoben wird.

Ich halte Garabandal für die Manifestation einer Wesenheit aus unserer diesseitigen Welt relativ benachbarten jenseitigen Ebenen. Was da erschien, hatte offenbar keine wirkliche Ahnung von der Zukunft, hing aber in Entsprechung zu den Gläubigen einer irrealen endzeitlichen Naherwartung an. Es war eine gänzliche Frucht der Gefilde, die sich über viele Jahrhunderte des christlichen Glaubenslebens als feinstoffliche Umgebung unserer Daseinssphäre gebildet haben. Zu diesen besteht ein Wechselverhältnis, durch welches wir die Mitteilungen bekommen, die wir in unserem tiefen Inneren erwarten, während umgekehrt die jenseitige Welt spiegelbildlich die Gestalt unserer Innenwelt annimmt bzw. letztlich unsere Innenwelt ist.
Jedesmal wenn gleichsam auf täglicher Basis Erscheinungen, Offenbarungen und dergleichen stattfinden, erfolgt lediglich ein kurzer Sprung über die physische Mauer, der nicht viel weiter ist als der Tod.
Eine wirklich hochwertige Erscheinung muß von sehr viel weiter weg kommen, und es ist fraglich, ob derartiges historisch überhaupt überliefert ist. Quanität und Qualität stehen in einem indirekt proportionalen Verhältnis. Je häufiger, desto minderwertiger. Wunder wie die scheinbare Überwindung der Naturgesetze (Levitation, Hostienwunder usw.) begeistern den gemeinen Menschen, sind im Grunde aber Taschenspielertricks, zu denen wahrscheinlich auch der Mensch bei Entfaltung seines geistigen Potentials fähig wäre. Es handelt sich um Manipulationen der grobstofflichen Materie, welcher im geistigen Sinne Herr zu werden, statt von ihr beherrscht zu werden, Zweck unseres Daseins hier ist.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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