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Die Rückkehr des Kommunismus laut Garabandal (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 07.01.2018, 11:14 (vor 1196 Tagen) (2326 Aufrufe)
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 07.01.2018, 12:54

Hallo!

DeGard missioniert bei den Frömmlern für seine Langzeitstrategiereligion:
http://www.prophezeiungsforum.de/forum/forum_entry.php?id=22472

Was mir dabei allerdings zu Garabandal auffällt:
»›Wenn der Kommunismus wiederkommt, wird das alles kommen‹, sagte Conchita 1965 dem Autor, worauf dieser sie fragte: ›Was heißt ›wiederkommt‹?‹ ›Ja, wenn er auf’s Neue wiederkommt‹, antwortete sie. ›Heißt das, dass der Kommunismus vorher vergehen wird?‹ ›Ich weiß es nicht. ›Wenn der Kommunismus wiederkommt‹, sagte die Heilige Jungfrau‹….«

1917 forderte Maria in Fatima auf, Rußland ihrem unbefleckten Herzen zu weihen, da sonst Krieg drohe. Damit bezog sich Maria schlicht auf die kurz bevorstehende Oktoberrevolution, in deren Zuge ganz Rußland vom Glauben abzufallen begriffen war. Inzwischen ist Rußland wieder christlicher als das ganze Abendland zusammen. Bis zum heutigen Tage warten Anhänger weltweit indes auf die Weihe Rußlands, um den künftigen Krieg abzuwenden.

Wenn nun Maria 1965 im Franco-Spanien vor der Rückkehr des Kommunismus warnte, so meinte sie meines Erachtens schlicht eine Wiederkehr der Zustände im Vorfeld und während des spanischen Bürgerkrieges 1936 bis 1939, der durch die Machtergreifung der Linken in Spanien ausgelöst wurde.

Dafür sprechen folgende Punkte:

  • Maria bezog sich schon 1917 auf aktuelles Zeitgeschehen. Entsprechend bezog sie sich vermutlich zwischen 1961 und 1965 in Garabandal auf spezifisch spanische Umstände und zeichnete die Rückkehr des Kommunismus als Schreckgespenst in die Zukunft, falls die rechte Diktatur Francos enden sollte. Eine Ausbreitung des Kommunismus wiederum entsprach den zeitgenössischen Endzeiterwartungen. ⇒ Die antichristlichen Horden Gogs und Magogs aus dem Inneren Asiens in Gestalt des atheistischen, von Rußland getragenen Kommunismus.
  • Warum sollte Maria eine künftige Rückkehr des Kommunismus deutlich ankündigen, dabei das Verschwinden des Kommunismus als zwingende Voraussetzung jedoch verschweigen bzw. nur implizit andeuten? ⇒ Hier kam der typische Zirkelschluß im Rahmen geschlossener Glaubensbilder zum Zuge, bei dem der Wunsch Vater des Gedanken ist. Weil der Kommunismus unterging, man aber an die Echtheit der Prophezeiung glaubt, leitet man daraus ab, daß er eben wiederkommen müsse, statt die Aussage als falsch zu erkennen.
  • Daß mit der Erscheinung von Garabandal grundsätzlich etwas nicht stimmen kann, zeigt die Geschichte um den erblindeten Joe Lomangino, dem Conchita selbst mitteilte, daß er am Tage des Wunders geheilt werden würde. Lomangino starb 2014, ohne das Wunder je erlebt zu haben. Daraus läßt sich schließen, daß die verkündende Maria selbst ein Szenario zugrundelegte, in dem zeitnah bzw. während des 20. Jahrhunderts und während des Bestehens der Sowjetunion die Ausbreitung des Kommunismus bis nach Spanien (Rückkehr der Linken an die Macht) erfolgen würde. Lomangino hätte es noch selbst erlebt.

Damit besteht eigentlich kein Zweifel mehr, daß Garabandal eine einzige Luftnummer war. Die erschienene Wesenheit, die sich als die Gottesmutter Maria ausgab, hatte offenbar selbst nicht die geringste Ahnung von der Zukunft, was sie jedoch nicht davon abhielt, eine der endzeitlichen Naherwartung gemäße Ankündigung für die nahe bis mittelfristige Zukunft zu machen, die mit einer göttlichen Warnung, Wunder und Strafgericht garniert wäre. Nichts dessen wird je geschehen!!!

Das zweite Geheimnis von Fatima hat sich inhaltlich erledigt. Die Weihe Rußlands war auf den im Aufstiege begriffenen Bolschewismus bezogen. Die Aussage ist schon längst wieder obsolet.

Es wird in Zukunft keine Rückkehr des Kommunismus geben. Die Aussage der Garabandal-Maria war auf die damalige Zeit und die zeitgenössische Endzeiterwartung bezogen. Es war nur eine aktualisierte Abwandlung der Ankündigung von 1917.

Damit bricht natürlich eine wesentliche prophetische Untermauerung der realitätsfremden Langzeitstrategie weg, die nicht weniger obsolet ist. Nicht zuletzt basiert dieses Dogma auf den Aussagen "Säulenheiliger", kommunistischer Überläufer, die sich im Westen wichtig machen wollten. Ihre Warnungen wurden von der Geschichte längst überholt. Das Schreckgespenst des Kommunismus wird von Jahr zu Jahr lächerlicher, während die westliche Zivilisation in einem ausufernden Liberalismus – der lediglich ein Ausdruck zu großer Schwäche für Form, Richtung und stringenter Organisation ist – zusehends an innerer Kohärenz verliert. Rußland, das seit jeher in einem Gegensatz zum Abendland steht, nimmt in dieser Polarität naturgemäß die konservative, traditionsnähere Seite ein, die dem Kommunismus ferner nicht sein könnte. 1917 diente der Kommunismus als Instrument, um die westlich ausgerichtete und dem damals vorherrschenden Herrschaftsmodell folgende Adelsherrschaft abzuschütteln. Nachdem nun der Kommunismus abgeschüttelt wurde, positioniert sich Rußland abermals als Gegensatz zum vorherrschenden westlichen, liberalen und degenerativen Modell. Das ist die innere Logik des Geschehens, die mit Kommunismus nichts zu tun hat.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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