Gotteserfahrung und mehr... (Schauungen & Prophezeiungen)

Harald Kiri @, Montag, 08. Oktober 2018, 17:47 (vor 541 Tagen) @ Ranma3364 mal gelesen

Hallo Ranma

Steinchen hageln ständig auf die Erde. Das ist so etwas von trivial, daß ich mich über euch beide wundere, wieso ihr das zum Thema macht. Falls diese Entität behauptete, Gott zu sein, dann würde ich einen eindrücklicheren Beweis verlangen.

Ich kann Dir sagen, warum ich gerade dieses Beispiel gewählt habe. Es passt ein wenig zu diesem Forum.

Der Halbjapaner, den ich schon erwähnte, geht davon aus, daß neben Gott auch Dämonen zu ihm sprechen. Von dem, was er anderen predigt und ich davon mitbekomme, habe ich den Eindruck, daß das Tag für Tag bizarrer wird. Trotzdem scheint ihm das so ziemlich jeder abzunehmen und ihn als eine Art Autorität anzuerkennen.

Ich gehe nicht davon aus, dass er überhaupt direkten Kontakt zu "Gott" hat. Dämon ist ein verchristlichter Begriff, der leicht zu Missverständnissen führt. Dämonen sind nach meiner Interpretation verstorbene Menschen. Die Unterscheidung zwischen gutmütigen Geistern (Seelen), Foppgeistern und Dämonen ist fließend, je nach Erkenntnisgrad und Niederträchtigkeit. Erdgebunden sind sie alle.

Mag sein, dass es auch noch Kontakt zu Wesen gibt, die aus höheren Spären zu uns herabsteigen, aber eine Unterscheidung ist extrem schwierig. Unsinn reden alle zwischendurch, die ich kennengelernt habe.

Nach meiner Vermutung handelt es sich immer um Wesen, die einen Kanal suchen, durch den sie ihre Ansichten verbreiten können. Erstaunlicherweise war Paulus schon mit solchen Wesen in Verbindung und hat deren Herkunft nicht erkannt oder hinterfragt, wenn er nicht gelogen und alles nur erfunden hat.

Die Diskussionen waren belanglos, so dass ich die meisten vergessen habe. Es waren Streitgespräche, bei denen ich meine Einwände hatte.


Das ist auch schon bedenklich, wenn eine Entität Gott sein will, aber nichtmal deine Einwände ausräumen kann.

Ich sprach von Diskussionen. Natürlich war ich damals so gestrickt, dass ich die höhere Autorität anerkannte und mich überzeugen ließ. Aber nicht blind. Da musste schon mehr kommen. Mit einfachen Aussagen habe ich mich meistens nicht abspeisen lassen. Ergo, es steckte eine Wesenheit dahinter.

Ich wundere mich, warum du belanglose Diskussionen führst, wenn die Chance, Antworten auf die wirklich großen Fragen zu erhalten, scheinbar zum greifen nahe liegt.

Alles ist belanglos, wenn es sich im Nachhinein als falsch herausstellt, bzw. die Autorität schwindet, weil objektiv falsche Aussagen getätigt wurden.

Ich wundere mich aber auch, warum eine Entität, die dermaßen falsch ist, erhebende Gefühle und Heilkräfte verleiht.

Hab ich das behauptet? Ich hoffe nicht. Denn das wäre völlig von hinten aufgezäumt.
Das Gegenteil ist der Fall. Zwar dachte ich zu dem Zeitpunkt, dass ich diese Gabe von dem "Gott" bekommen hätte, mit dem ich ja reden konnte, aber dass es nicht so ist, lässt sich alleine daraus ableiten, dass die Gabe fortbesteht, obwohl ich mich von dieser Schiene völlig entfernt habe und mich inzwischen zu einem weitgehenden Skeptiker entwickelt habe.

Die Gefühle entstehen in einer Meditation (ich habe es Gebet genannt) sowieso.

Du verstehst mich ein bißchen miß. Eigentlich meinte ich, daß es für uns genug zu tun gäbe, auch wenn es nicht noch zusätzlich Terroranschläge gäbe. Allerdings bin ich mir dabei nur fünfzigprozentig sicher. Ich habe kürzlich von aprilzi auf dem Gelben Forum gelesen, daß in Bulgarien an der Grenze zur Türkei Kühe und Ziegen an Seuchen sterben und sich Bulgarien dagegen mit einem Grenzzaun zu schützen versucht. Solche Seuchenbekämpfung wäre eine Aufgabe für inkarnierte Menschen. Aber aprilzis Bericht ging noch weiter und er meinte dazu, daß die Seuchen absichtlich von Geheimdienstlern in Umlauf gebrachte Biowaffen wären. In dem Fall müßte man die Seuchen nicht weniger aufhalten, aber man hielte statt einer natürlichen Seuche einen Terroranschlag auf. Man würde die gleichen Mittel dafür verwenden. Die eine Variante ist also genau wie die andere eine Aufgabe für inkarnierte Menschen. An der Aufgabe ändert sich nichts.

Falls aprilzi Recht haben sollte, dann wäre nicht minder möglich, daß sämtliche Probleme von dieser jener Art Terroristen verursacht werden. So gäbe es vielleicht keine ernährungsbedingten Krankheiten, wenn die Nahrungsmittelindustrie den Nahrungsmitteln nicht alle Vitamine entziehen würde? In dem Fall wäre es keine zusätzliche Schikane, sondern die einzige Aufgabe, die Terroristen aufzuhalten.

Wir reden völlig aneinander vorbei. Dass wir hier eine Aufgabe haben, ist unstrittig. Mir ging es um Deine Selbstverständlichkeit:

Selbstverständlich kann damit nicht gemeint sein, daß sich andere für uns Schikanen ausdenken, sondern das sind nur zusätzliche Schwierigkeiten.

Nur daruaf ging ich ein. Deshalb hatte ich es unterstrichen.

Gerade weil es Zwillinge sind. Daß sie Brüder sind, also beide männlich, steht dem viel mehr entgegen. In der jüdischen Auslegung ist das Weltliche normalerweise weiblich. Weil Jakob und Esau beide männlich sind, müßte es sich eigentlich um einen Konflikt Geist gegen Geist handeln.

Es ist immer wieder interessant, wie Du Dich windest, um Recht zu behalten. Das hat doch nichts mehr mit Deiner ursprünglichen Aussage zu tun.

Nach dem jüdischen Glauben gibt es kein Jenseits.


Jetzt wirst du aber albern.

Hast Du das geschrieben, ohne den Rest zu lesen?

Höchstens ein Totenreich, in dem die Menschen aufbewahrt werden, bis der Messias kommt, alle Gojim vernichtet und alle rechtgläubigen Juden aus ihren Gräbern materiell auferstehen lässt (Hesekiel 37, 12-14). Deshalb ist es so frevelhaft, jüdische Friedhöfe zu "schänden", allein schon durch Überbauen.


Das Judentum hat sich während seiner langen Geschichte immer wieder verändert und auch in mehrere Konfessionen aufgespalten. Genau wie jede andere alte Religion.

Und? Was willst Du mir damit sagen? Dass es Juden gibt, die nicht mehr an Hesekiel glauben? Woher weißt Du das?

Vielleicht verkehrst Du ja mit Menschen, die an ein faustisches Weiterleben in der Unendlichkeit glauben und sich Juden nennen, oder einige jüdische Denker, die sich trauen, etwas in Frage zu stellen. Aber das hat doch nichts mit dem zu tun, was ich gesagt habe. Das Judentum ist eine diesseitige Religion, die ein jenseitiges Zwischenreich annimmt für diejenigen, die es wert sind. Alle anderen werden vernichtet.
Dort die christliche Denkweise eines allesumfassenden Jenseits zu implizieren ist grob fahrlässig.

Das vergisst völlig 2. Mose 17 ab Vers 8. Israel (der neue Name Jakobs, der zum Namen des Volkes geworden ist) kämpft und siegt gegen Amalek (der Name des Enkels Esaus, der ebenfalls zum Namen eines Volkes geworden ist) und Gott möchte den Namen Amalek aus der Geschichte tilgen und damit die Amalekiter vollständig vernichten (5. Mose 25, 19 und 1. Samuel 15,18). Nach Deiner Interpretation hätte also das Diesseits über das Jenseits gesiegt.


Hat es das etwa nicht? Werden nicht sogar von den meisten Bibelgläubigen die esoterischen Schichten der Bibel übersehen?

Es macht keinen Spaß, mit Leuten zu diskutieren, die eine Antwort für sich nehmen und den Bezug zur eigenen Aussage vergessen. Deine Aussage endete mit:

Dazu gehört jedoch noch, daß sich Jakob später dem Esau unterwirft!

(Den Rest hast Du ja selbst widerlegt.)
Meine Ergänzung, die den Kontext ins Gegenteil verkehrt, war, dass später Israel Amalek zu vernichten trachtete, aus Rache und (behaupteter) Gotteseinsprache.

Nachträglich vergeistlichte Interpretationen sind unter christlichen und jüdischen Esoterikern üblich, weil die esoterische Schicht zwar als zentral gilt, aber nicht als die einzige Schicht der Heiligen Schrift.

Genau das ist die Wurzel des Übels. Damit wird aus einem widersprüchlichen Buch ein mystisches Etwas, das nur Eingeweihte (Esoterik: Ursprünglich eine philosophische Lehre, die nur für einen begrenzten „inneren“ Personenkreis zugänglich ist, Wikipedia) richtig lesen können. Natürlich in jeder Schule andere Glaubenssätze. Damit wird das Buch völlig beliebig.

Während das Neue Testament kenntlich macht, wenn ein Gleichnis erzählt wird, und dieses von der biographischen Schilderung abgegrenzt ist, gibt es im Alten Testament keine solche Unterscheidung. Die Verfasser schrieben historische Ereignisse teils erst Jahrhunderte später auf und nutzten die Gelegenheit, die nicht mehr nachprüfbaren Ereignisse mit moralischen und esoterischen Lehren zu verknüpfen.

Das ist mir zu billig. Das Alte Testament wird durch solches Geschwurbel grundlos künstlich aufgewertet und auf eine Säule gestellt. Als HEILIGE Schrift. Als Säulenheilige.

Meine Meinung dazu ist, dass wir die Art zu denken, die im AT implizit ist, nicht mehr verstehen können. Die Geschichten als Gleichnisse aufzufassen, macht diese Schrift natürlich unangreifbar und trotzdem jeden Text daraus beliebig interpretierbar.

Du könntest genauso sagen: "Das ist Gottes Wort und jeder, der etwas anderes behauptet, ist ein Ketzer."

Was später mit den Amalekitern passiert kann man daher sowohl als Fortsetzung als auch als eigenständige Geschichte betrachten.

s.o.

Laut Wikipedia wurden die Amalekiter erst von Moses besiegt, dann von Saul ausgerottet, danach von David unterworfen und schließlich von Hiskia nochmal ausgerottet, was einige Rabbiner nicht davon abhält zu lehren, daß es noch heute Amalekiter gebe. Für manche Juden können sie mit heutigen Völkern identifiziert werden, für andere Juden gehören nur einzelne Menschen, ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, zum Volk der Amalekiter. Diese sind also kein richtiges Volk.

Verzeih mir, dass ich nicht noch mehr Punkte gebracht habe, um Deine esoterische Interpretation zu widerlegen. Im Prinzip legst Du hiermit ja die Wurzel für das, was ich weiter unten angeführt habe.

So kann man es auch sehen. Das ist dann keine esoterische Ebene. Vielleicht eine psychologische, denn das menschliche Verhalten wird treffend beschrieben.

Ja, weil Esoterik in meinen Augen den Verstand ausblendet, physikalische Begriffe in nicht-physikalischen Kontexten neu definiert und auf Zirkelschlüssen beruht. Ein Verhalten, das ich mühsam ablegen musste, um zur Klarheit zu kommen.

Meine Devise: Wo Widersprüche auftauchen, kann sich nicht die Wahrheit befinden.

Diese Ansicht gefällt auch mir besser. Wenn man sie doch nur den Religioten begreifbar machen könnte!

Wen meinst Du damit? Du argumentierst hier extrem religiöt.

Offensichtlich gehört es zu seinem Konzept, dass wir (auch willkürliche Gewalt er-) leiden und sterben. Sein Fokus scheint weitaus universeller zu sein, als wir uns das vorstellen.


Universeller kann man es auch nennen. Ich gehe sogar so weit, Seinen Fokus als egoistisch zu bezeichnen.

Das bedarf einer Erklärung.

Vermutlich liegt jedoch gerade darin der Sinn unserer Inkarnationen in der Welt. Wie bekämpfen sich ewige und unsterbliche Wesen? In so einem Krieg erlangt niemals eine der Seiten einen Vorteil, es sei denn, man erschafft ein Umfeld (die Materie), in dem das möglich ist.

Warum ist der Sinn unserer Inkarnation, nein, unserer materiellen Schöpfung, einen Vorteil zu erlangen oder zu unterliegen?

Das ist im Judentum eine ähnlich schräge Ableitung wie im Christentum. Ein weltlicher Messias ist bestenfalls ein Oxymoron. Der Glaube an einen solchen ist eine kaum noch zu unterbietende Degenerationsstufe sowohl des Judentums als auch des Christentums. Auf dieser Stufe dürften sie nicht mehr zu reparieren sein und werden daher etwas Neuem weichen müssen. Leider dürfte das noch ein paar Jahrhunderte dauern.

Die Grundlage des Christentums ist, dass Jesus als Messias in der Welt war. Daraufhin ist diese Sekte nicht verschwunden, sondern inzwischen weltweit die größte.

Viele Grüße
Harald


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