Chinesen sind keine Europäer oder Nordamerikaner (Schauungen & Prophezeiungen)

Ranma, Freitag, 28. September 2018, 14:20 (vor 655 Tagen) @ Wodans Sohn4542 mal gelesen

Hallo!

Ich habe die letzte Zeit damit zugebracht noch einmal durch die Quellensammlung zu lesen, außer der mit "Rot" gekennzeichneten Schauungen, die als wenig glaubhaft gelten.
Dabei ist mir aufgefallen, daß China in diesen Schauungen kaum erwähnt wird.

China ist ja nicht gerade unbedeutend.
Was habe ich übersehen?

Nur eine Kleinigkeit: Die wahrscheinlichste Quelle für Aussagen über China wären Chinesen, aber in China ist jede Aussage über die Zukunft, ganz besonders die Zukunft Chinas, hochgradig politisch.

Wieso sollte China in der Zukunft keine tragende Rolle spielen?

Laut Martin Armstrong wird sich das Finanzzentrum der Welt 2032 nach China verlagern. Wenn das mal keine tragende Rolle ist.

China hat 1,3 Mrd Menschen und mehr Ingenieure, als Deutschland arbeitende Bevölkerung. Dazu kommen auch noch viele Wissenschaftler, Ärzte und Heerscharen von Arbeitskräften.

Andererseits wächst die chinesische Wirtschaft ausschließlich auf Pump. Den zweistelligen Wachstumsraten, die bis vor kurzem noch die chinesische Wirtschaft Jahr für Jahr auszeichneten und von den Investoren in westlichen Ländern so geliebt wurden, stand immer eine noch höhere Verschuldung gegenüber.

Was geschieht, damit China nach einem dritten Weltkrieg bzw Impaktereignisses nicht zur dominanten Macht aufsteigt und den Rest des Planeten unterwirft?

Dafür braucht es kein Geschehen. Chinesen sind keine Nordamerikaner oder Briten oder Franzosen und haben daher kein Interesse daran, den Rest des Planeten zu unterwerfen. Die Chinesen wissen, daß sie aus uns keine Chinesen machen können. Sie wollen von uns als auf Augenhöhe befindlich, wenn nicht sogar überlegen, anerkannt werden. Darum geht es in diesem Jahrhundert. (Das Gleiche versuchten die Japaner in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts.) Längerfristig folgt die kommunistische Partei der Parole zweimal hundert Jahre. Das heißt, sie hat sich (nachträglich) den Zeitrahmen gesetzt, daß seit der Machtübernahme in den ersten hundert Jahren der Sozialismus entwickelt werden soll und in den hundert Jahren darauf soll die Gesellschaft endlich kommunistisch werden. Eine Reaktion darauf, daß sich der kapitalistische Westen dem sogenannten real existierendem Sozialismus überlegen gezeigt hat. Máo hatte noch vor, den Westen einfach zu überrennen. Aber inzwischen besinnt man sich wieder auf alte, chinesische Tugenden und will die Welt durch Vorbild führen, nicht durch Gewalt und Eroberung.

Edgar Cayce geht in seinen Lesungen auf China ein, aber sonst findet sich wenig, was das Geschehen in anderen Teilen der Welt beschreibt.
Ich verstehe ja, daß der Fokus der beschriebenen Schauungen auf Deutschland und Europa liegt, aber wir leben in einer Welt, die weit größer ist als Deutschland.

Ja, das betrifft nicht nur China. Die Chinesen haben wenigstens gute Gründe, in ihrer Vergangenheit zu schwelgen und über die Zukunft zu schweigen. Ich halte es für viel mysteriöser, daß ich keine japanischen Quellen finden kann. Schauungen stehen wohl kulturell bedingt bei uns höher im Kurs als anderswo und das ist dann ein weiterer Grund, warum der Fokus auf Europa liegt.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Ich hoffe, daß ich weiterhelfen konnte.

Gruß,
Ranma


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