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Lauter rote Jäckchen bei Nacht (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Samstag, 29. September 2018, 17:02 (vor 558 Tagen) @ Sarah3909 mal gelesen

BB:
Wobei es außerordentlich schwierig - wenn nicht gar unmöglich ist -
die Nichexistenz von etwas zu beweisen.
Problem: "Falsifizierung"
.

Du daraufhin:
Darf ich daraus schließen, dass eure Fälschungszuschreibungen
doch nicht so sicher sind?

Hallo, Sarah!

Nein.
Das Problem ist ein völlig anderes.
Wenn Jemand 1837 behauptet, er habe 1815 im Süsinger Forst
bei Neumond mal eine Lila-Milkaschokokuh gesehen, auf der
einen roter Wichtel ritt, dann läßt sich nicht nachweisen,
daß dort keine solche Schokokuh war.

Wenn dann nun ein Anderer ("Irlmaier") behauptet, er habe 1949 neulich nachts,
als er im Walde spazieren ging, bei Neumond
einen Zwerg mit rotem Jäckchen auf einer Lila-Milkaschokokuh reiten sehen,
dann ist davon auszugehen, daß er da nur dieselbe
Geschichte repetiert, die er zuvor gelesen hatte.

Zwar ist allein bereits die Behauptung, daß man denn bei finsterer Nacht
die rote Farbe eines Jäckchens habe sehen können,
ein massiver Indikator für eine Lüge der ersten Behauptung,
jedoch wird das keinen Dreijährigen, dem seine Oma
diese Geschichte erzählt, davon abhalten können,
sie für wahr zu halten.
Allein deswegen schon, weil es dazu ja zwei gleichlautende Berichte gibt! :lehrer:
Berndt verfährt grundsätzlich so in seiner statistischen "Beweisführung". :-D
https://www.youtube.com/watch?v=T2623v1gBrA

Grüße!
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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