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Chinesen als Weltmacht? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 28. September 2018, 15:18 (vor 645 Tagen) @ Wodans Sohn4525 mal gelesen

Hallo!

Was geschieht, damit China nach einem dritten Weltkrieg bzw Impaktereignisses nicht zur dominanten Macht aufsteigt und den Rest des Planeten unterwirft?

1. Wir haben mit den paar Schauungen, die wir kennen, noch immer massivste Lücken im Geschehen. Daß China scheinbar keine große Rolle spielt, muß an sich noch nichts bedeuten.

2. Wenn es bei uns kracht, kracht es global. Dann sind nicht nur 700 Millionen Europäer, sondern auch mindestens eine Milliarde Chinesen tot.
Die ganze Menschheit lebt in einem Kartenhaus aufeinander bezogener Rohstoffverwertungs- und Produktionsketten, das bei massiven Störungen nicht in der Lage ist, die Ernährungsbedürfnisse einer Milliardenbevölkerung zu bedienen, die durch diese technischen Möglichkeiten überhaupt erst herangezüchtet wurde. Eine ausreichend schwerwiegende Störung, sei sie durch einen sich selbst verstärkenden Niedergang der Weltwirtschaft, einen Weltkrieg oder Naturkatastrophen verursacht, könnte meines Erachtens dazu führen, daß die Menschheit wie mit 200 Sachen auf der Autobahn die Kontrolle verliert, rechts und links zwischen den Leitplanken schlingert und sich schließlich durch die eigene Wucht überschlägt.
Ein solcher Verlust wäre auf jeden Fall mit dem Ende aller politischen Weltmachtsambitionen verbunden, und zwar für viele Generationen.

3. Die fernöstliche Mentalität scheint nicht so expansiv zu sein, wie die faustische/abendländische/amerikanische.
So hatten die Chinesen im Laufe ihrer Geschichte alle Gelegenheit, noch vor den Europäern zur globalen Kolonialmacht zu werden. Spekulationen gehen dahin, daß Chinesen bereits im 5. Jahrhundert über den Pazifik kommend "Fusang" entdeckten, das mit Amerika identifiziert wird. Des weiteren wird spekuliert, daß Zheng Hes Schatzflotte vor Amerika kreuzte. Ob es zutrifft, sei dahingestellt. Die technischen Möglichkeiten waren zweifellos vorhanden, der Durchbruch trat aber nicht ein.
Desgleichen führte etwa die Entwicklung des Schwarzpulvers in China nicht zu einer technischen Revolution wie im Abendland.
Allgemein scheinen die Asiaten seelisch mehr in sich zu gehen, bzw. in sich zu ruhen. Es zeigt sich in ihrer ganzen Lebenshaltung, ihren Ritualen und Philosophien, z. B. dem japanischen Budō, das mehr eine innere Schulung ist. Die Chinesen dürften nur unwesentlich anders empfinden. Dahingegen ist das Abendland auf äußere Dominanz ausgerichtet. Man sollte aber davon Abstand nehmen, die eigenen Beweggründe als allgemeinmenschlich mißverstehend auch fremden Völkern zu unterstellen.

Spengler vermutet, daß nach dem Untergang des Abendlandes die "farbigen Völker", die in unsere Entwicklung hineingezogen wurden, die Technologie wieder fallen lassen, weil sie ihnen kein inneres Bedürfnis sei. Sie verwenden sie, um in einem kulturell und zivilisatorisch vom Westen geprägten Umfeld bestehen zu können. Allerdings sind deren Innovationen keinem hehren Entdeckergeist geschuldet, den der faustische Mensch allein um seiner selbst willen pflegt. Dem entsprechend ist nach dem Ende der gegenwärtigen Epoche mit einem graduellen oder rapiden technischen Rückschritt zu rechnen. Der hohe Organisationsgrad, der heute zu beobachten ist, wird nicht wieder erreicht werden. Die technischen Möglichkeiten schwinden auf ein vorindustrielles Niveau, das von kleinen, regional organisierten Bevölkerungen aufrechterhalten werden kann. Von dort ausgehend werden ohne Notwendigkeit keine Anstrengungen mehr unternommen, eine technische Höherentwicklung zu erreichen.

Wenn Chinesen in Schauungsbildern keine große Rolle spielen kann das verschiedene Gründe haben, beispielsweise:

  • Sie treten nicht wie die Amerikaner mit alle Lebensbereiche umformender "kultureller" (besser sollte man von "Lifestyle" sprechen) Dominanz auf, sondern sind mehr eine "Hintergrundmacht", welche die politischen und ökonomischen Konditionen bestimmt.
  • Sie haben kein Interesse, als aggressive Besatzungsmacht aufzutreten.
  • Sie haben nach einer globalen Cäsur nicht mehr die technischen Mittel für transkontinentale Politik, streben diese auch nicht an, sondern ziehen sich in ihre Ecke der Welt zurück und räumen dort auf.

Edgar Cayce geht in seinen Lesungen auf China ein, aber sonst findet sich wenig, was das Geschehen in anderen Teilen der Welt beschreibt.

Ich verstehe ja, daß der Fokus der beschriebenen Schauungen auf Deutschland und Europa liegt, aber wir leben in einer Welt, die weit größer ist als Deutschland.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Das beste wäre wohl, sich auf die Suche nach chinesischen Schauungen zu machen (nicht chinesische Prophezeiungen!).

Leider gibt es wohl niemanden in Deutschland, der sowohl im Thema Schauungen bewandert ist und zugleich einen exzellenten Zugang zu Land und Leuten in Fernost hat, um Dinge zu erfahren, welche die Menschen dort nicht ohne weiteres Fremden mitteilen.
Es dürfte dort wie hier Menschen geben, die entweder massiv Schicksale ihrer Mitmenschen über Jahrzehnte in die Zukunft sehen oder Blitzvisionen über kollektive Ereignisse haben.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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