Die Bibel, das missverstandene Buch. (Schauungen & Prophezeiungen)

Harald Kiri @, Samstag, 06. Oktober 2018, 02:31 (vor 543 Tagen) @ Bubo3484 mal gelesen

Hallo Bubo,

Der Dreh- und Angelpunkt ist wahrscheinlich immer der gleiche, ob gläubig oder nicht, Christ, Angehöriger einer anderen Religion oder Atheist. Wie geht ein Mensch mit Enttäuschungen, Misserfolgen oder Erlebnissen, die Wunden in der Seele hinterlassen haben, um. Wen macht er, auf der Suche (nach Schuld), wofür verantwortlich.

Ein ziemlich einfältiger Gedankengang. Erinnert mich ein bisschen an Freuds Psychoanalyse. Er hatte als Schuldigen die nicht ausgelebte Sexualität.

Nein, "Schuld" (die ich grundsätzlich in Frage stelle, da sie nicht aus dem Teufelskreis herausführt, sondern uns immer nur weiter verstrickt. Daher nenne ich es lieber Verantwortung) kann ich nur selbst an meiner Situation haben.

Meistens müssen doch die Grundsätze dafür herhalten, die bis zum Punkt X im Leben immer die Garantie für Stabilität und Zufriedenheit waren. Wie ist es möglich, dass Menschen, die, nur als Beispiel, einen schlechten Start beim Eintritt in das Leben verkraften mussten, oder erheblich stärker in der Gesellschaft um ihren Platz zu kämpfen hatten, trotzdem ihre gesamte Lebenssituation oder den Lebensablauf positiv sehen, sich entgegen jeder Prognose nicht haben unterkriegen lassen, nie ihre Grundsätze über Bord werfen mussten?

Wer hat denn einen guten Start? Stichwörter: Kamel und Nadelöhr.
Ich wage zu behaupten: Selbstüberschätzung und Selbstbetrug. Wer seine (falschen) Grundsätze nicht in Frage stellt und sie gegen alle Erfahrung weiter bestätigt sieht, kann ja gar nicht anders. Die Gescheiterten werden hier ja nicht betrachtet.

Den gleichen Fehler machen auch diejenigen, die die Biographien erfolgreicher Menschen studieren und meinen, es genauso machen zu können. Auf 100 Menschen mit den gleichen Ambitionen kommt weniger als einer, der tatsächlich Erfolg hat.
Erfolgsrezepte sind also keine. Da spielt die Ungerechtigkeit dieser Welt eine entscheidende Rolle.
Sonst könnte jeder den Jackpot (ups, hier heißt es Jakobustopf ;-) ) im Lotto gewinnen.


Meine Gedanken gehen dahin:

Es gibt kein Buch auf der Welt, das so missverstanden wird, wie die Bibel.

Einer Deiner Grundsätze ist also, dass man die Bibel nur richtig verstehen muss?

Wer näher zu Gott finden will, muss einen großen Bogen um die Kirchen machen.

Eine Binsenweisheit. Was ist für Dich "Nähe zu Gott"?


Gott spricht nicht zu Menschen,

Da spricht die Bibel, das missverstandene Buch, aber anders. Darin gibt es Menschen, die den direkten Draht zu Gott hatten und 1 zu 1 aufschrieben, was Gott ihnen gesagt hatte. Das als materieller Widerspruch. Der "Heilige Geist", als geistiger Widerspruch, soll uns doch die Wahrheit verkünden.
Joh. 16,13: >Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.

er zeigt sich auf vielfältige Weise demjenigen, der ihn sehen will.

Ein Taschenspielertrick. Es liegt nicht an Gott (der ja, wie Du behauptest, nicht zu Menschen sprechen will), es liegt nur daran, dass ich ihn nicht sehen will. Wollte ich ihn sehen, wäre er unübersehbar.

Hast Du ihn gesehen? Erzähl mal.


Egal, welche Stellung eingenommen wird, ohne die schonungslose Aufdeckung eigener Schwachpunkte und die Konfrontation mit den Argumenten der Vertreter des Gegenpols, läuft jeder Gefahr, sich zu häufig auf ermüdende, oft belanglose und somit nutzlose Diskussionen unter Gleichgesinnten einzulassen.

Wie schön, dass ich jetzt endlich jemanden gefunden habe, der nicht mit mir gleichgesinnt ist und mir bei meiner schonungslosen Aufdeckung meiner Schwachpunkte behilflich sein kann sowie mich mit meinen Argumenten des Vertreters des Gegenpols widerlegen kann.

In freudiger Erwartung
Harald


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