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Nochmal: Kriterien für valide mediale Wahrnehmung (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Sonntag, 30. September 2018, 15:49 (vor 646 Tagen) @ Sarah4039 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Sonntag, 30. September 2018, 16:04

Hallo!

Darf ich fragen: Hast du Erfahrungen in einem der Bereiche? Es ist nämlich schwierig über etwas zu schreiben und zu urteilen, wenn einem dazu selbst eigene grundlegende Erfahrungen fehlen.

Möglicherweise versuchst Du mich hier argumentativ ins Abseits zu stellen, indem Du mir die Berechtigung absprechen willst, Urteile zu fällen, auf daß keines zustande käme, welches Dir nicht in den Kram passen könnte. ;-)

Dabei habe ich mit der Unterscheidung der Begriffes "inneres Wissen", "Wahrnehmung" etc. keine Urteile gefällt, sondern den Weg zu einem Urteil aufgezeigt.

Also nochmal.
Du hast geschrieben:

Entscheidend ist, was das ist was gesehen oder eben gewusst wird und aus welcher Quelle es kommt.

Und genau darum geht es ja! Es muß als unabweisbare Grundbedingung, um überhaupt von "medialer Wahrnehmung" (um es etwas weiter zu fassen als "Schauungen") sprechen zu können, als Teil der Wahrnehmung festellbar sein, daß überhaupt eine externe Quelle vorhanden ist.
Wenn die innere Wahrnehmung derart geartet ist, daß durch den Wahrnehmenden eine externe Quelle festgestellt werden kann, ist dies zwingend (wenngleich letztlich wohl nur annäherungsweise) in Worte faßbar.
Derjenige muß angeben können, daß er das Wissen von außen bekam. Er kann auch angeben, wie sich das in etwa angefühlt hat. Möglicherweise (bei voll ausgeprägten Schauungen) kann er die Wahrnehmung (Bilder, Gehörtes, Gefühltes) beschreiben.

Die reine Behauptung etwas sei "inneres Wissen", ohne es auf eine externe Quelle zurückführen zu können, qualifiziert die Aussage nicht als medial inspiriert. Dann handelt es sich um Einfälle des eigenen Verstandes.
Eigene Einfälle, was zukünftig passieren könnte, sind keine Schauungen. Es muß ein medialer Kontakt (wenigstens durch den Wahrnehmenden selbst) verifizierbar sein.

Wenn einer nur bloße Ereignisbehauptungen ohne Beschreibung der zugrundeliegenden Wahrnehmungen in die Welt setzt, weigere ich mich, diesen Aussagen auch nur die geringste Relavanz zuzugestehen.

Selbst die eigenen Gedanken sollten irgendwie argumentativ untermauert werden können, beispielsweise indem die Analysemethode erläuert und die Grundannahmen dargelegt werden. Dann handelt es sich aber nicht um Schauungen, sondern Prognose, Wissenschaft, Philosophie etc.

Mir scheint, man versucht hier, mit dem Konstrukt "inneres Wissen" die Grundlage zu schaffen, alle erdenklichen Behauptungen in die Welt zu setzen, die man nicht begründen kann oder will, weil einem entweder die mediale Begabung für echte Wahrnehmung oder die intellektuelle Kompetenz für brauchbare Analysen fehlt. Dadurch entsteht eine Niesche für randständige Trottel, um für ihre unbegründeten Phantasien Aufmerksamkeit zu erhalten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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