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Realistisch bleiben... (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 14.03.2013, 09:36 (vor 2982 Tagen) @ Elfe (11850 Aufrufe)

Hallo!

Auch wenn es einem gefällt, weil es der eigenen Position gegenüber dem Katholizismus in die Hände spielt, sollte man doch in der Wirklichkeit bleiben.

1. Die haben sich selbst als die Guten aufgefaßt und hätten sich nicht auch noch auf die Tötungsarten vereidigt, mit denen sie ihre Opfer malträtieren wollten.

2. Zwischen einer und zehn Millionen Tote über 500 Jahre. Das ist kein schonungsloser Massenmord. Offenbar gibt es dazu auch keine verläßlichen Quellen oder sie werden nicht wahrgenommen, so daß man je nach Neigung beliebig hohe Opferzahlen unterstellen kann.

3. Der Inquisition lag kein genüßliches Morden von Frauen und Kindern zugrunde, sondern ein rationales Gerichtsverfahren, das in fast allen Fällen nicht mit dem Todesurteil endete.

Siehe hier: http://www.tohopesate.de/de/mittelalter/lexikon-populaerer-irrtuemer/inquisition.html

"Die Häufigkeit der Verhängung von Todesstrafen variierte, ist aber niedriger anzusetzen, als von späteren Kritikern undifferenziert behauptet. Generell lässt sich festhalten, dass Todesurteile deutlich in der Minderzahl (unter 10%) waren."

"Die Inquisitoren waren kein "Geheimbund mordlüsterner, sadistischer Schlächter", wie prot. Propaganda der Reformationszeit, bemühte aber unaufgeklärte Aufklärer, reisserische Schauderromane (Dan Brown lässt grüßen), zweifelhafte Dokumentationen u. touristische "Belustigungen" in Folterkammern ma. Burgen u. auf Mittelaltermärkten suggerieren."

Vor dem Hintergrund ihrer Zeit betrachtet war die Inquisition nicht überdurchschnittlich blutig.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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