eigenes Nachdenken vs. Vorhersage (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Baldur, Donnerstag, 19. April 2012, 10:28 (vor 2772 Tagen) @ ITOma9480 mal gelesen

Hallo, ITOma,

Selbst das MIT rechnet

gut, das sind Überlegungen. Schon der Club of Rome konnte sich vor 40 Jahren nicht vorstellen, dass derart viele Erdenbürger wie derzeit immer noch völlig problemlos (**) ernährt und mit Energie versorgt werden können.

(**problemlos natürlich nicht in den typischen Hungergebieten Afrikas, aber das ist ja klar keine Unmöglichkeit, sondern Folge der lokalen politisch/gesellschaftlichen Eigenheiten).

Mir leuchten die Argumente absolut ein, gerade gestern/heute gab es wieder entsprechende Beiträge im Gelben Forum. Allein schon die Unmöglichkeit der Fortsetzung exponentiellen Wachstums erzwingt irgendwann eine Trendwende, aber die Höhe der Fahnenstange ist kaum zu prognostizieren.

Gefühlsmässig sehe ich das genauso kritisch und erwarte einen entsprechenden Einbruch.

Nur steht die Aussage Irlmaiers dem insoweit entgegen, als er den sprichwörtlichen Tiefpunkt erst in Generationen angesiedelt haben soll.

Jetzt steht fest, dass die Zeitangaben noch nie stimmten, und dass man aus der Armutsentwicklung durchaus auch eine Abfolge wie diese herauslesen kann:

Blasenkollaps, Kreditkrise, Ausbuchungswettlauf
Wirtschaftseinbruch
Kältewinter
Bürgerkrieg
Russeneinmarsch
geologisches, tektonisches und/oder astronomisches Ereignis
Verdunkelung
drastischer Bevölkerungsschwund
jahrzehntelanger Niedergang, Einkehr von Armut kontinuerlich ab Punkt 1
Tiefpunkt mit herausragend bösem Despoten nach Jahrzehnten

Würde sich logisch unterbringen lassen.

Allerdings stünde dies im Gegensatz zur verheissenen Ordnung der Dinge gemäss Lindenlied nach den trendbrechenden Ereignissen.

Da ist noch 'ne Menge Spielraum, leider.


Gut, wo liegt der mögliche Rahmen an Perversität, die noch ohne Aufruhr hingenommen würde ?

Wäre künftig ein *Ivan der Schreckliche*, ein Pol Pot 2, ein Stalin 2, in unseren Gefilden wieder denkbar ? Ich fürchte, wohl ja, auch wenn ich es mir nicht vorstellen mag, denn jeder Despot bezieht seine Macht nur aus dem willigen Erdulden der Masse und dem unterstützenden Zutun seiner Helfer (Stasis, Folterknechte etc.).

Wie das Beispiel der DDR 1.0 zeigte, war die Mielke-Bautzen-Despotie problemlos durchführbar.
Nach der drastischen Schilderung von Irlmaier müsste aber vermutlich mit wesentlich stärkerer Bösartigkeit gerechnet werden.
Allerdings: wogegen wäre die Bösartigkeit gerichtet ? Kriegerisch gegen andere Staaten, gegen die Natur (nukleare oder bilogisch-chemische Untaten), gegen die Bürger (Enteignung, Folter, Unterdrückung), oder aber lediglich ideologisch gegen praktizierende (katholische) Christen ?

Ich meine, das bleibt durchaus unklar.

Bleibt die vorausgesagte Einkehr von Armut. Die ist bereits ab dem Kippen der wirtschaftlichen Situation zu erwarten, würde sich aber kontinuierlich fortsetzen.

Nach der von Irlmaier selbst gemachten Einschränkung (sagts bloss nix) messe ich dieser isolierten Aussage per Saldo wenig bis keine Bedeutung bei. Der Rest reicht vollauf....

Beste Grüsse von Baldur


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