Symboltriefende *Aussagen* ohne Zeitbezug sind wertlos (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Baldur @, Freitag, 13. April 2012, 16:07 (vor 2718 Tagen) @ Eyspfeil9159 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Freitag, 13. April 2012, 16:25

Hallo, Eyspfeil,

Ähem, glaubt Ihr absolut an gar nichts in der Offenbarung?
Niente, null, alles phantasiert?

Genau. Beduinenmärchen am nächtlichen Lagerfeuer für kindliche Gemüter.

Geht schon noch bei mir: Manches mag zwar Sinnbild und
Symbol drin sein, und solche Schriften mögen noch weit
älteren Aufzeichnungen bzw. Überlieferungen entnommen sein.

Aber

Nix aber.
Mit solchen Wischiwaschisymbolen hätte jegliche Aussage vor keinem Gericht auf der ganzen Welt, selbst im tiefsten Afrika, irgendeinen Wert.

Die Edda hat schließlich ebenfalls ihren Weltuntergang,

ich bin mir absolut sicher, dass der Weltuntergang irgendwann kommt. Ich würde darauf jede Wette eingehen. Vermutlich in den nächsten 10 Milliarden Jahren, oder auch deren 30. Da wird es einmal passieren. Nur - was hat das für uns für einen Nutzen ?

könnte ein Symbol sein
für eine kommende sozialistische Imperatur,

Nehmen wir mal eine fiktive Person, die im Jahr 1900 auf die Welt kam, in Deutschland meinetwegen. Sagen wir, in der Gegend südlich von Bromberg, bei Danzig. Und die hat vom Religionslehrer gesagt bekommen, dass einstmals die Welt gar schröckelig hinweggeoffenbart werden täte.
Und diese Person, nennen wir sie Fürchtegott Leichtimglauben, hat fürderhin immer Angst, das zu erleben - frei nach den Zeugen Jehovas, das Ende ist nahhhhhhhhh.

Diese Person erlebt als Jugendlicher den ersten Weltkrieg, Hunger, den Verlust der Heimat, die Flucht/Vertreibung, dann flieht sie, sagen wir, nach Breslau, siedelt dort neu, erlebt die Inflation, die Weltwirtschaftskrise, erlebt den 2.Weltkrieg, gerät in russische Kriegsgefangenschaft nach Sibirien, kehrt von dort 1955 heim, verliert derweil abermals die Heimat, bleibt dann südlich von Leipzig hängen, bis das Dorf abgebaggert wird, zieht nach Bautzen um, und stirbt mit 88 Jahren ebenda.

Dieses Leben hat doch derart viele Katastrophen, Leiden und Schreckliches mitgemacht, dass dagegen die kurzen Wirrnisse der Offenbarung ein Klacks wären - kurz und schmerzlos.

Was machte es für diesen Menschen für einen Sinn, sich über die Offenbarung Gedanken zu machen, wenn um ihn herum vermutlich Hunderte zu Tode kamen, und der Rest des Lebens fahlgrauer Sozialismus war ? Ganz ohne religiöses Gedöns und symbolhafte Angstmacherei - da hatten die Schrecken Gesichter und Namen.

Da braucht man auf keine Imperatur mehr zu spekulieren, wenn man so etwas erlebt hat.

Die Dinge, die uns wirklich betreffen, sind doch viel konkreter, wichtiger, und schlimmer, als ein Symbolgeschwurbel, das mal vor 2000 Jahren irgendjemand aufkritzelte, von dem wir nichts wissen.

Und darüber sollen wir uns ernsthaft auch nur ansatzweise Gedanken machen ?

Nee....- ne ?

Beste Grüsse vom Baldur


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