Versuch einer zeitlichen Einordnung (Schauungen & Prophezeiungen)

bacobac @, Montag, 05.12.2011, 21:50 (vor 3649 Tagen) @ ITOma (9247 Aufrufe)

Hallo ITOma u.a.,

auch wenn mir noch vieles vage erscheint, will ich doch mal eine zeitliche Einordnung Deiner Schauungen zur Diskussion stellen.

Zunächst zur Bahnhofs-Hungerschau.
Ich gehe davon aus, dass sie eine Situation vor der 3TF zeigt. So viele Menschen in provisorischen Unterkünften mit geborstenen Scheiben - davon hätte wohl nur ein Bruchteil den tödlichen Staub überlebt. Nach der 3TF dürften daher sich wohl nicht mehr sich so viele Menschen am Pasinger Bahnhof drängeln. Die Angaben zur Kleidung scheinen mir eher für Herbst oder einen sehr kalten Sommer zu sprechen. Wäre es Frühjahr, dann hättet ihr gerade schon einen noch kälteren Winter in diesem Zustand hinter euch gebracht. Und dann wärt ihr zumindest mit provisorischer Kleidung und Lumpen so weit gegen die Kälte geschützt, dass ihr im wärmeren Frühjahr nicht mehr so frieren würdet. Hier scheint es mir aber eher so zu sein, dass ihr zu einer wärmeren Zeit von eurem eigentlichen Zuhause weg musstet in der Kleidung, die ihr dann gerade angemessenerweise an hattet. Und dann wird es kälter und ihr steht in zu dünner Kleidung da. Ist es nun der Sommer/Herbst im Jahr des Russeneinmarsch oder einer oder mehrere zuvor? Meines Erachtens spricht einiges dafür, dass es genau das Jahr des Russeneinmarschs ist:
- wenn es das Jahr davor wäre, dann hieße es, dass über mehr als ein Jahr hinweg in Deutschland die Nahrungsmittelversorgung praktisch schon zusammengebrochen wäre. Dann würde schon der Winter vor dem Russeneinmarsch eine Unmenge von Menschen dahinraffen. Soweit ich die Schauungen überblicke bieten die aber keinen Beleg für ein großes Sterben in Deutschland schon ein Jahr vor den Russen und der 3TF, oder?
- die geschaute Verkehrssituation weisst darauf hin, dass Energie extrem rationiert sein wird zu der Zeit. Dass für den privaten Autoverkehr kein Sprit mehr ausgegeben wird, erstaunt nicht - das könnte auch schon früher passieren. Aber dann würden doch zunächst Busse den ausgefallenen Verkehr aufnehmen. Doch auch die fahren nicht. Keiner außer den Ordnungskräften (Jeep) bekommt noch Diesel. Auch Erdgas wird es wohl keins mehr geben - sonst könnten ja noch die Erdgas-Busse fahren. Daraus würde ich schließen, dass auch kein privater Haushalt noch Öl oder Gas zum Heizen bekommt. Mangels Duft-Info lässt sich keine Aussage über Ofenheizungen treffen. Aber wer hat heute schon noch einen Ofen außer Preper? Wenn so eine Energiesituation schon ein Jahr vor dem Russeneinmarsch eintritt, dann würden auch deswegen schon Unmengen von Menschen im Winter zuvor sterben. -> s.o.
- die Menschenmengen: prinzipiell könnten natürlich auch Fluten oder Beben eine Flucht nach Süddeutschland ausgelöst haben. Durch Schauungen belegt ist nach meinem Wissen eine größere Fluchtbewegung jedoch nur im Zusammenhang mit dem Einmarsch, oder?
Daraus scheint mir wahrscheinlich, dass diese Schau den September des Jahres X zeigt.

Dann die Funkenregen-Schau. Ich gehe von der Hypothese aus, dass die in dieser Schau gespürte Druckwelle die Fenster hat bersten lassen. Davon ausgehend stellt man fast, dass zwischen der Funkenregen-Schau und der Bahnhofs-Hungerschau zwar die Scherben weggeräumt wurden, Fenster auch notdürftig mit Pappen abgedeckt wurden aber augenscheinlich nichts oder nur wenig repariert werden konnte. Also ist es wohl ziemlich bald nach der Funkenregen-Schau mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit rapide bergab gegangen. Bei der Funkenregen-Schau selbst sind ja noch alle normal genährt - da herrscht wohl noch kein Mangel. Stellt sich wieder die Frage: liegen zwischen dem Funken-Sommer und dem Hunger-Herbst nur Monate oder Jahre? Wenn zwischen beiden ein Winter gewesen wäre, denke ich mir, hätte man sich auch schon irgend etwas provisorisches mit den Fensteröffnungen einfallen lassen, um es zumindest leidlich warm zu bekommen. Daher würde ich für die Funkenregen-Schau auch das Jahr X annehmen.
Das hieße dann auch: die eigentliche Hungerphase würde von frühestens ca. Juni/Juli (Funkenregen) bis Oktober (3TF) reichen und ggf. noch ein paar Monate darüber hinaus. Und: der wirtschafliche Absturz in Deutschland wäre doch eher eine kurzfristige und heftige Angelegenheit als ein langes Elend.

Für die Einordnung der Aufpasser-Schau sehe ich bislang nur wenig Anhaltspunkte. Sie ist mit der Hypothese von oben vor der Funkenregen-Schau anzuordnen, da die Fenster in den Wohnungen offensichtlich noch heil sind und diese noch uneingeschränkt bewohnbar. Aber wie lange davor? Man könnte annehmen, dass diese drei Schauen nicht irgendwelche beliebigen Ausschnitte der Zukunft sind, sondern schon auch irgendwie zusammen gehören. Das sie sozusagen einen "Dreisprung" bilden, drei Zeitmarken darstellen, an denen es ITOma/uns möglich werden soll zu erkennen, dass die Zeit reif ist. Als Zeitmarke ist die Aufpasser-Schau aber nur dann geeignet, wenn sie nicht Ewigkeiten vor den anderen Schauen liegt, sondern ggf. in ähnlichem zeitlichem Abstand. Aber nun wird es hochspekulativ und ich höre besser auf ;-)

Seht ihr weitere/andere Anhaltspunkte oder Schlussfolgerungen?

Grüße,
bacobaq


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