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Nicht zu genau nehmen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 26.09.2016, 07:53 (vor 1846 Tagen) @ Sagitta (4921 Aufrufe)

Hallo!

Wenn man den Text unbefangen liest, wird das dritte Weltgeschehen direkt an den Abzug angeklebt (ich formuliere das mit Absicht so, um auf diese Besonderheit hinzuweisen, man beachte auch die beiden Unheile, die wir noch gar nicht kennen, sondern die beide erst noch kommen werden):

Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein.

Und ich habe entsprechend in meinem vorherigen Beitrag vorausgesagt, dass das dritte Weltgeschehen erst kommen wird, wenn die Amerikaner auch den letzten ihrer Soldaten hier abgezogen haben werden.

So genau kann man die Briefe meines Erachtens nicht nehmen, da es sich um die Wiedergabe eines wohl bereits komprimiert wiedergegebenen Ereignisses in (aus Sicht es Schreibers) fernerer Zukunft handelt. Die Wendungen in den Briefen treffen das vom Franzosen Gemeinte nicht zwingend vollumfänglich. Die Informationsdichte düfte über so viele Jahrzehnte zudem dünner sein und in der ersten Generation nach der Vereinigung ist hier tatsächlich nichts nennenswertes passiert. Es ist daher kein zwingendes Indiz, wenn alles lakonisch in einem Satz abgehandelt wird.

1990 war tatsächlich eine Cäsur, die sich in den Brief mit ziemlicher wahrscheinlichkeit eher niedergeschlagen hat als der etwaige Restabzug kleinerer Truppen später irgendwann.
Nicht zuletzt ist von Besatzungen im Plural die Rede, was wohl auf mehrere Besatzungsmächte hinweist.

Worauf ich hinaus will: Auf das endgültige Abziehen aller fremden Truppen können wir womöglich lange warten, weil es in den Briefen nicht eindeutig vorausgesat ist. Gut möglich, daß sogar bis zum Schluß (Einmarsch der Russen) ein Restkontingent in Deutschland bleibt, das aber nichts ausrichten wird.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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