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Unsere Zeit in den Feldpostbriefen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 30.06.2016, 09:54 (vor 2037 Tagen) @ Eyspfeil (5824 Aufrufe)

Hallo!

Die Frage war, warum die Aussage in den Briefen so wirkt, als folgte auf das Lösen der Besatzungen voneinander sogleich das 3. Weltgeschehen.

Antwort: Gesehen wurden wohl bevorzugt plötzliche Umstürze. Wenn es diese nicht gibt, schrumpft die "leere Zwischenzeit" zusammen.
Die Originalaussage des Franzosen lautete vermutlich in etwa: "Nach dem Ende der Besatzungszeit folgt das 3. Weltgeschehen." Eine solche Aussage hätte Rill so verstehen müssen, daß keine große Zeitspanne dazwischen liegt. Dem entsprechend hat er (wahrscheinlicher, als 2049 falsch zu verstehen) das Jahr 1949 als Gründungsjahr der BRD, das der Franzose irgendwann im Gespräch genannt hat, irrigerweise zum 3. Weltgeschehen gepackt.

Eigentlich ist seit dem Lösen der Besatzungen nichts passiert. Ich habe heute, mit 30, noch den gleichen Lebensstandard wie mein Vater mit 30, 1991. Allerdings gibt es jetzt mehr Fernsehkanäle, schnellere Computer, Mobiltelefone und Internet. Eigentlich ist es sogar besser. ;-)

Von den Rändern her, von den prekären Verhältnissen und aus der Tiefe zerbröckelt die Gesellschaft jedoch. Die Fundamente sind heute ausgehöhlter als 1991. Hinter der Fassade greift seelische Verwahrlosung um sich. Das ist die Verlängerung des Niedergangs, dessen Wegmarken 1968, 1945, 1918 usw. lauten, dessen Anfänge und Grundlagen schon im 18./19. gelegt wurden.

In den Feldpostbriefen ist das sogar enthalten als allgemeine Charakterisierung der Zeit, aber ohne korrekte Angabe deren Dauer, sofern man aus 1949 nicht 2049 macht.

"Der Mann und das Zeichen verschwinden, und es weiß niemand wohin; aber der Fluch im Innern bleibt bestehen, und die Leute sinken immer tiefer in der Moral und werden immer schlechter. Die Not wird noch viel größer und fordert viele Opfer.
Die Leute bedienen sich sogar aller möglichen Ausflüchte und Religionen, um die Schuld an dem teuflischen Verbrechen abzuwälzen. Aber es ist den Leuten alles gleich, denn der gute Mensch kann fast nicht mehr bestehen während dieser Zeit und wird verdrängt und verachtet. Dann erheben sich die Leute selbst gegeneinander, denn der Haß und Neid wachsen wie das Gras und die Leute kommen noch immer weiter in den Abgrund.
Die Besatzungen lösen sich voneinander und ziehen ab mit der Beute des Geraubten, was ihnen auch sehr viel Unheil bringt, und das Unheil des dritten Weltgeschehens bricht herein. Rußland überfällt den Süden Deutschlands, aber kurze Zeit, und den verfluchten Menschen wird gezeigt werden, daß ein Gott bestehe, der diesem Geschehen ein Ende macht. Um diese Zeit soll es furchtbar zugehen, und es soll den Leuten nichts mehr helfen, denn die Leute sind zu weit gekommen und können nicht mehr zurück, da sie die Ermahnungen nicht gehört haben.
Dann werden die Leute, die noch da sind, ruhig, und Angst und Schrecken wird unter ihnen weilen. Denn jetzt haben sie dann Zeit, nachzudenken und gute Lehren zu ziehen, was sie zuvor nicht gewollt haben. Am Schluß dieser Teufelszeit werden dann die geglaubten Sieger an die Besiegten kommen um Rat und Hilfe, denn auch ihr Los ist schrecklich, denn es liegt alles am Boden wie ein Ungeheuer. Er sagte, das soll im Jahre 1949 sein."

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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