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Entstehung des Menschen (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 02. August 2018, 10:43 (vor 789 Tagen) @ Explorer2003 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Donnerstag, 02. August 2018, 12:06

Hallo!

Die Frage ist, ob sich die Wissenschaftler bei solchen Befunden nicht von der degenerativen Tendenz der Zivilisation leiten lassen, den Menschen allmählich aller seiner nach oben strebenden Impulse zu berauben.
Nachdem zuerst die soziale Hierarchie der Hochkultur nivelliert wurde, geht man nun schon seit einiger Zeit daran, auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern zu negieren, schließlich die Existenz von Rassen zu leugnen. Der nächste logische Schritt im Verfall wäre das Verwischen der Grenze zwischen Mensch und anderen Arten.
Die Diskussion um die gentechnische Erschaffung von Chimären oder die Tierrechtsbewegung gehen in diese Richtung und, wie mir scheint, auch solche unreflektiert massenmedial in Szene gesetzten Forschungen, die letztlich ja nicht dazu führen, daß sich die Tiere wie Menschen fühlen, sondern der solche Nachrichten blind konsumierende Mensch sich rational selbst vertiert und zum Affen macht.

Generell ist zu sagen, daß der Mensch in der Hierarchie des Lebens keine abgeschiedene Erscheinung ist, sondern auf niederen Stufen aufsetzt. Er trägt in sich alle Eigenschaften, die auch in bestimmten Tierarten hervortreten. Je nach seelischer Neigung können Menschen einzelgängerisches Raubtier-, Rudel- oder Herdenverhalten an den Tag legen. Auch die Staatenbildung, die in Insekten in Grundzügen angelegt ist, gehört hierher. Spengler spricht in Zusammenhang mit der Hochkultur vom "Pflanzenhaften". Bauerngeschlechter auf ihrer Scholle nehmen selbst Pflanzenqualitäten an, sind dort über Jahrhunderte verwurzelt. In Bezug auf den Körper hörte ich auf YouTube vor einiger Zeit in einem Interview mit Ulrich Mohr zu Ernährungsfragen den nicht uninteressanten Gedanken, daß der Mensch (und natürlich auch das Tier) sich von Pflanzen im Grunde dadurch unterscheide, daß er nicht im Boden wurzele, sondern die Erde in Form des Verdauungsbreis mit sich herumtrage. Der Stoffwechselapparat ist in diesem Sinne umgebaut.

Letztlich ist in der Entfaltung der Schöpfung eine immer höhere Komplexität festzustellen. Aus nicht wesenhaften chemischen Verbindungen entstehen Einzeller (aus welchen der Körper insgesamt besteht). Darauf setzen Pflanzen, darauf wiederum früheste Tierarten auf, die wohl nichts anderes als bewegliche Pflanzen waren. Daraus entstehen die diversen im Bewußtsein ihrer selbst mit der Komplexität zunehmenden Tierarten, welche jede für sich bestimmte in der Schöpfung liegende Ideen konzentriert, "exemplarisch" zum Ausdruck bringt. Der Mensch vereint all diese Qualitäten (Stein, Pflanze, Tier) in sich und hebt sie auf eine höhere Ebene. Er ist in diesem Sinne die nächste Stufe der Evolution, die kein Zufall ist, sondern immateriellen und meines Erachtens teleologischen, auf ein Endziel ausgerichteten Gesetzmäßigkeiten folgt.

Umgekehrt ist es nicht verwunderlich, wenn Tiere, insbesondere Menschenaffen, menschenähnliches Verhalten zeigen.
Es muß im Laufe der Menschwerdung an irgendeiner Stelle eine scharfe Grenze gegeben haben, an welcher statt Tierseelen Menschenseelen inkarnierten. Die Lebenswelt auf Erden war zuvor noch nicht auf dieser Stufe, wuchs ihr aber durch geleitete Evolution entgegen. Dies bedingt, daß der Tierkörper, der künftig Menschen beherbergen sollte, die Möglichkeiten entwickelte, menschliche Regungen zum Ausdruck zu bringen. Wir sind schließlich nicht Körper mit Seelen, sondern Seelen, die sich irgendwann einen Körper zulegten.
Meines Erachtens sehen wir im Verhalten der Affen die Ansätze hierzu, ohne daß sie in ihren Äußerungen bereits die volle menschliche Qualität erreichten, die eine ganz andere Stufe ist.
Nachdem aus den Menschenaffen die ersten Menschen wurden, dürfte das gesamte Spektrum der menschlichen Lebensart relativ übergangslos vorhanden gewesen sein: Sprache, Schrift, Religion, Kultur, Erfindergeist und Technik sowie ein höheres Selbstbewußtsein (das aber wohl bis heute noch nicht seine volle Entfaltung gefunden hat) und zwar schon auf Stufe des Homo Erectus, dessen geringeres Gehinrvolumen mitnichten gegen hohe Geisteskräfte spricht (entsprechende Fälle gibt es auch beim heutigen Menschen). Das darwinistische dümmliche Bild des durchbehaarten halbaffigen Urmenschen ist in diesem Sinne anzuzweifeln. Wohl aber war der frühe Mensch gröber, hatte seine Eigenheiten noch nicht so sehr durch vielfache Reinkarnation und Reifung verfeinert wie der heutige Mensch, der ebenfalls noch Luft nach oben hat.

Die darwinistische Evolutionslehre geht allein vom Körper aus und erkennt hier (zumindest bei der Entwicklung vom Affen- zum Menschenkörper) Übergangsformen. Bei der eigentlichen und einzig richtigen Betrachtung vom Geistigen her kann es allerdings keine Übergangsformen geben, sondern nur aufeinander aufbauende Stufen von Qualitäten. Es gibt keine Mischform aus Mensch und Tier, die in beiderlei Körper inkarnieren könnte. Die indische Inkarnationslehre, wo es wild zwischen Pflanze, Tier und Mensch hin und her geht, ist in diesem Sinne irrig. Wohl aber gibt es Menschen die sich selbst zum Tier degradieren, indem sie niedere Lebenstufen, die in ihrer eigenen höheren Potenz mitenthalten sind, hervorkehren.

Nachtrag hierzu:

"So lässt Koko uns hoffen, wir könnten die Welt aus der Sicht der Tiere betrachten. 'Wohin gehen Gorillas, wenn sie sterben?', fragte die Trainerin einmal. Koko überlegte, dann antwortete sie: 'Gemütlich – Höhle – auf Wiedersehen.'"

Die Frage ist, ob dem Gorilla das Konzept "Sterben" überhaupt klar war oder es sich hierbei nicht vielmehr um ein absichtliches Mißverständnis des Menschen handelte, der dem Affen ein spirituelles Bewußtsein verleihen wollte. Die Antwort des Gorillas scheint mir eher zu der Frage zu passen, wohin er ginge, wenn er schliefe. :augenrollen:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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