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Roter Zwergstern mit fernem Leben (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Samstag, 12. Mai 2018, 17:28 (vor 871 Tagen) @ Ranma (乱馬)2730 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Samstag, 12. Mai 2018, 19:31

Hallo!

Bleibt nur die Frage, warum Visionen von einem Himmelskörper, der dermaßen weit weg ist. Vielleicht spielt er eine wichtige Rolle für unser Bewußtsein?! Sorgt er durch einen Bewußtseinswandel für eine Weltenwende? Aber wie käme das zustande? Nun, ein großer Himmelskörper, der um einen roten Zwergstern kreist, der hat gute Chancen darauf, sich in einer habitablen Zone zu befinden und Leben hervorzubringen.

Bei einem Bewußtseinswandel geht es auch nicht um das Erreichen absoluter Sicherheit, sondern sobald die Massenmedien täglich behaupten, diese Sicherheit wäre erreicht, wird das zum Allgemeinwissen und die Menschen können damit verbundene Fragen nicht mehr so einfach ignorieren wie bisher.

Eine Entdeckung (selbst wenn sie technisch möglich wäre) in sehr weiter, unerreichbarer Entfernung und ohne direkten Kontakt, würde meines Erachtens lediglich bestätigen, was seit Jahrzehnten in der Science Fiction proklamiert wird, ohne aber die Intensität der dort ausgebreiteten extraterrestrischen Erfahrungen zu erreichen. Im Grunde glaubt ja jetzt schon jeder, daß es außerirdisches Leben gibt, weil man dergleichen Geschichten konsumieren kann, ohne sich vor Lachen zu kringeln ob der Absurdität solcher Behauptungen. Die vermeintlich ignorierten Fragen werden doch mindestens seit dem 19. Jahrhundert schon sattsam immer wieder durchgekaut, so daß die meisten sich schon überlegt haben, wie sie sich wohl fühlen würden, wenn die Bestätigung endlich käme.
Mit dem hiesigen Weltgeschenen stünde eine solche Entdeckung zudem in keinem Zusammenhang. Wie die Bestätigung der Existenz extrasolarer Planeten (die natürlich schon Teil des Weltbildes waren, sonst hätte man sie nicht gesucht) würde die Information bald alltäglich und Teil des gesellschaftlichen Hintergrundrauschens werden. Ein "Bewußtseinswandel" setzt aber voraus, daß der Mensch im Kern seines Daseins erschüttert wird auf eine Weise, daß er sein bisheriges Leben unter keinen Umständen mehr weiterführen kann. Notwendig ist dafür ein "traumatisches Erlebnis", das konstituierende Elemente (physische Lebensgrundlagen, Glaubenssätze etc.) des eigenen Lebens selbst unwiderbringlich zerstört, so daß eine Neuorientierung unausweichlich ist. Die erfolgreiche Suche nach extraterrestrischem Leben, die letztlich nur damit endet, daß man findet, wonach man sucht und womit man ohnehin gerechnet hat, ist dafür meiner Meinung nach nicht hinreichend.

Wahrscheinlicher dünken mir bezüglich des Himmelskörpers derzeit zwei Möglichkeiten:
1. Er ist aus irgendwelchen Gründen nicht real, obwohl er wiederholt in Schauungen vorkommt. Möglicherweise ist er eine Versinnbildlichung rein geistiger oder feinstofflicher Geschehnisse, die einer physikalischen Entsprechung in der gesehenen Form entbehren?
2. Es handelt sich um ein Ereignis, das erst in sehr ferner Zukunft eintritt, aber aufgrund seiner Schwere bereits jetzt in Schauungen vorkommt. Es wäre eine Cäsur in der Erd- und Menschheitsgeschichte, die ihre Schatten weit vorauswirft.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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