Schon gut (Freie Themen)

Ranma (らんま), Freitag, 25. Mai 2018, 12:15 (vor 857 Tagen) @ Wodans Sohn2457 mal gelesen

Hallo!

Das ist nur zum Teil korrekt. Anhängig von der Masse des Sterns und des umlaufenden Planeten wurden Planeten auch deshalb entdeckt, da beide um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen und man dieses „Eiern“ messen kann.
So wurden auch die ersten Gasriesen oder auch heißen Jupiter entdeckt. Handelt es sich bei dem Stern um einen roten Zwergstern, lassen sich auch große Gesteinsplaneten (Supererden) auf diese Weise nachweisen. Dann ist nicht zwangsläufig ein Sonnentransit zu beobachten.

Auf diese Weise wurden zwar schon zigtausende Exoplaneten entdeckt, aber nur um die siebenhundert gelten bisher als bestätigt. Der Rest ist bestenfalls eine Vermutung, wenn nicht schon widerlegt. Einmal herumeiern feststellen reicht nicht aus, um einen Exoplaneten zu entdecken. Man darf dann so einen vermuten, aber eine unabhängige Bestätigung muß noch her. Noch hält man sich wenigstens auf diesem Gebiet an einen wissenschaftlichen Standard.

Der Mars ist ein schönes Beispiel, wie unsere Science Fiction Ideen den Glauben an die Machbarkeit einer Marsbesiedlung beeinflussen. Selbst wenn wir Mikroben von der Erde zum Mars gebracht hätten, sie dürften dort einige Probleme erwarten. Zuerst hat der Mars kein Magnetfeld wie die Erde. Ionenstrahlung, welche wir auf der Erde sehr erfolgreich zur Tumortherapie einsetzen, dringt ungehindert zur Planetenoberfläche vor und sollte ihren Teil zur Tötung der Keime (und Astronauten) beitragen.

Und doch hatte schon die Viking-Mission Indizien für Leben auf dem Mars entdeckt.

Viel schwerwiegender ist aber, dass der Mars zum großen Teil mit Chloraten versetzt ist.

Die Ergebnisse der Viking-Mission in den 1970ern werden bis heute diskutiert, weil sie nicht eindeutig sind. Daher nenne ich sie Indizien und nicht Beweise. Sollte der Mars aber selbstdesinfizierend und daher dauerhaft keimfrei sein, dann sollten Ergebnisse doch ebenso eindeutig wie bei der Entdeckung von Leben sein?

Die zufällig eingeschleppten Keime haben es, wie zukünftige Astronauten, schwer auf dem Mars zu überleben. Sollten wir überlebende Keime einer Kontamination dann zufällig wiederfinden, kann uns eine Genanalyse Auskunft geben, ob sie von der Erde stammen.

Das kann sie nicht. Wir verfügen nämlich weder über eine vollständige Sammlung aller auf der Erde existierenden Mikroben noch über Vergleichsproben, die sicher vom Mars stammen. Das Szenario könnte also nur Stoff für jahrzehntelange Diskussionen liefern.

Die Astronauten haben noch das Problem, dass der Chlorat haltige Staub durch alle möglichen Abdichtungen hindurchfinden wird, zumal Chlorate chemisch aggressiv sind, und diverse Dichtungsmaterialien angreifen und der Staub so feinkörnig, dass er überall hin kommen wird.

Ich persönlich will irgendwie garnicht (mehr) auf den Mars. Ich würde nur gerne sehen wie Bergbau und Industrie auf Mars, Mond und Merkur ausgelagert werden. Zuvor müßte man sichergehen, daß es kein Leben auf dem Mars gibt, weil man solches nicht gefährden sollte und bisher auch nicht will. Dieser Nachweis ist viel schwieriger als der bloße Versuch, Leben zu finden.

Ein russischer Vorschlag zum Durchbohren des Eispanzers auf Europa oder Ganymed enthält einen Nuklear betriebenen thermischen Bohrer, der sich durch den Eispanzer schmilzt um dann eine Tiefseesonde aussetzt, die dort nach Spuren von Leben schauen soll. Russische Forscher haben sich schon immer wenig darum gekümmert, was bei uns für machbar gehalten wird (Sputnik, Gagarin, Verena Sonden und Lunochod)

Dann kann man ihnen nur viel Glück wünschen. Bisher galt es sogar den Befürwortern der Atomkraft als zu gefährlich, Atomkraftwerke mit Raketen irgendwohin zu schießen.

Tut mir Leid, dass ich den Text nicht noch einmal genauer durchgelesen habe. Das ist sicher nicht korrekt und sollte „den Garaus machen“ bedeuten. Das zum Thema Autokorrektur.:-(
Auch sind mir in Nachhinein noch ein paar Fehler im Satzbau an anderer Stelle meines Textes aufgefallen. Auch die bitte ich zu entschuldigen.

Ach so. Schon gut. Ich hatte zuvor schon bei anderen von einem Gar gelesen. Darum war mir das besonders aufgefallen. Autokorrektur erklärt natürlich, warum vom Gar in letzter Zeit öfter zu lesen ist. Außerdem wollte ich die Gelegenheit nutzen, um dezent darauf hinzuweisen, daß es den Knochenhecht noch gibt. Also eine Art, die viel älter ist als der Megalodon.

Megalodon gehört zu einer Art, welche sich erst nach dem Asteroideneinschlag aus einer Vorläuferart entwickelt hat. Nachweisbar ist Megalodon erst in einem Zeitraum (2-17 Millionen Jahre zurück) der lange nach dem Chicxulub-Einschlag (ca. vor 65 Millionen Jahren) gelegen hat. Ältere Fossilien sind von Megalodon bisher nicht bekannt.

Ich hatte schon befürchtet, du wolltest mir nun weismachen, daß der Megalodon entweder keine Megafauna oder Haie nicht älter als die Dinosaurier wären. Wie schön, daß ich mich da geïrrt habe. Leider wird über die genaue Klassifikation des Megalodons noch gestritten, also ist unklar, von welchem anderem Hai er abstammt. Haie haben sich stark weiterentwickelt. Man könnte nur noch verallgemeinert die Frage stellen, warum Tiere oft die Größen änderten, aber nicht dann, wenn es darauf ankam, um sie vor dem Aussterben zu bewahren.

Viele Reptilien haben den Einschlag bei Chicxulub überstanden, zum Beispiel Schlangen, Echsen und Varane.

Schlangen gab es schon?

Oberhalb der KT-Grenze, also in den Sedimentablagerungen die nach dem Einschlag gebildet wurden, finden sich aber nur Bruchteile der Arten, welche auch vor den Einschlag existierten. Das betrifft auch die Pflanzenarten. Über einige Millionen Jahre fehlen nach dem Einschlag fossile Hinweise auf irgendeine größere Lebensform, ob im Wasser oder an Land lebend. Die „Großen“ hat es wohl am Stärksten getroffen.

Größe gilt heutzutage als nachteilig, wenn es um das Überleben geht. Sicher hat der Chicxulub-Einschlag alles Leben auf der Halbinsel Yucatán, wenn nicht sogar in ganz Mexiko ausgelöscht. Daß den Einschlag einige Jahrmillionen von vielen Saurierarten trennen, das stört natürlich nicht, wenn eine „wissenschaftliche“ Theorie politisch oder von Hollywood gewollt ist. Für die Impakte gilt das Gleiche wie das, was du über die Besiedelung des Marses sagst. Eine von Filmen geprägte Vorstellung.

Vögel sind keine Reptilien, daher ist anzunehmen, dass ihre Vorfahren, die Dinosaurier, auch keine Reptilien waren. Sie waren eierlegende Warmblüter, wie ihre Nachfahren, die Vögel. Das es genetische Spuren der Dinosauriervorfahren in heutigen Vögel gibt ist auch schon Teil von Untersuchungen.

Wenn sie keine Reptilien waren, dann müssen wir sie wohl der Klasse der Vögel zuordnen. Konsequenterweise müßten wir das angebliche Massensterben an der K-P-Grenze dann das Aussterben der Vögel nennen.

Man hat auch schon in genetischen Studien Hühnern den Saurierschwanz oder die Saurierzähne zurückgegeben, in dem man die Start- und Stoppsequenzen in den Genen manipulierte.
Dr. Frankenstein lässt grüßen.

Hatte ich schon wieder vergessen. Dabei weckt das in mir Hoffnungen darauf, daß Zahnschmerzen, unter denen ich schon sehr viel gelitten habe, eines Tages der Vergangenheit angehören werden.

Ich streite überhaupt keine Naturgesetze ab. Da hast Du mich ganz falsch zugeordnet.


Sehr gut. Meistens wollen Leute Naturgesetze abstreiten, wenn sie mir antworten und wir dabei vom Forenthema abkommen.

Das eine langfristige Form der Energiegewinnung für lebende Organismen erschlossen sein muss, um eine anhaltende Evolution zu ermöglichen, halte auch ich für unbedingt notwendig.

Da gibt es nicht viele Möglichkeiten. Entweder direkt die Energie von einem Stern oder indirekt die Energie von einem Stern. Direkt ist überlegen.

Ich halte es nur für nicht zwingend, dass unter anderen Energiebedingungen, gegeben durch das vorhandene Zentralgestirn in einem fremden Sonnensystem, eine Photosynthese mit dem Abfallprodukt Sauerstoff existent sein muss. Wir kennen nur diese Form der Photosynthese und suchen deshalb danach. In anderen, von der Erde abweichenden Umgebungsbedingen, zum Beispiel höherer atmosphärischer Druck, andere chemische Zusammensetzung der Atmosphäre und längeren geologische Aktivitätsphasen auf möglichen Supererden, könnten sich vollkommen abweichende Ökosphären ausbilden.

Falls wir eine völlig abweichende Ökosphäre fänden, hätte das die gleichen Auswirkungen wie eine der unseren ähnliche Ökosphäre? Wahrscheinlich würden wir diskutieren, ob es sich überhaupt um Leben handelt. Entdeckt man dagegen einen Planeten mit Meeren und vegetationsbedeckten Landmassen und einer Stickstoff-Sauerstoff-Atmosphäre, dann würde diese Nachricht doch eine große Wirkung im Bewußtsein der Menschen entfalten?

Gruß,
乱馬


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