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Sagitta @, Mittwoch, 09. Mai 2018, 22:54 (vor 874 Tagen) @ Taurec2978 mal gelesen

... dass Cayce durchaus angemessen spezifische und später auch eingetroffene Voraussagen gegeben hat:

https://www.edgarcayce.org/the-readings/ancient-mysteries/seven-prophecies-that-came-true/

Es waren reine Wortmitteilungen aus einer anderen Ebene, die also mit Schauungen, welche ja eine optische Wahrnehmung zwingend voraussetzen, überhaupt nichts zu tun haben.

Diese Festlegungen sind forumsspezifisch und willkürlich. 'Akademische' Forschungen zur Präkognition (Psychologie und Parapsychologie) verwenden völlig zu Recht eine breitere empirische Basis. Selbst wenn man nur optische Schauungen gelten lassen will, so kommen wichtige präkognitive Informationen in derartigen Schauungen dadurch zustande, dass dem Seher parallel zum Sehen "etwas gesagt wird" oder er ein "stilles Wissen" während seiner Schau hat. Manchmal sind Schauungen auch komplett symbolisch, so dass man den Eindruck hat, die Schauungsseele entwirft ein zwar optisches, jedoch völlig fiktives Szenario (ähnlich dem nächtlichen Träumen), um eine dem Seher auf anderen Kommunikationswegen nicht oder nur sehr schwer darstellbare Information über die Zukunft zu geben. Die ursprüngliche, im Tierreich bereits vorhandene Präkognition (in der Regel kurzfristig) ist vermutlich ebenfalls eine nicht bildhaft-optische, eher 'unbewußte' Ahnung, die beim Tier ohnehin nicht logisch bzw. verstandesgemäß verarbeitet sondern sofort an instinktive Reflexe oder Verhaltensmuster 'weitergeleitet' wird.

Zurück zu Cayce: es gibt zwei Voraussagen zu China aus den 1940er Jahren, die den bemerkenswerten Aufstieg Chinas andeuten, dabei spielt das Christentum in China eine positive (!!) Rolle. Zum Zeitpunkt, da diese Voraussagen gemacht wurden, hat man China als "Entwicklungsland" eingestuft, dem außerdem eine Spaltung bzw. ein Bürgerkrieg drohte. Die christliche Mission in China hatte bis zu diesem Zeitpunkt wenig Erfolg. Deswegen fällt die Voraussage ziemlich aus dem Rahmen des damals Bekannten. Selbst heute würde man die Rolle des Christentums in China nicht akzeptieren, obwohl es dort mehr Christen (und vermutlich bessere ...) als in Deutschland gibt. Da der Text von Cayce auf Englisch ist und ich keine Lust zum Übersetzen habe, hänge ich ihn unten an, desgleichen ein paar Materialien für diejenigen, die diese Voraussage von Cayce gleich wieder relativieren wollen.

Cayce hat außerdem eine scheinbar unspezifische Voraussage zu einem Nahostkonflikt gemacht, die aber durch die genannten Länder (und die Reihenfolge der Nennung) aufhorchen lässt.

Wie gewohnt werde ich nicht mitdiskutieren, sondern werfe diesen Beitrag nur ein, um Einseitigkeiten in Bezug auf Präkognition im Allgemeinen und Speziellen aus meiner Sicht zurechtzurücken. Jeder mag damit anfangen, was er will und kann. Voraussagen von Cayce über die Zukunft sind über sein sehr umfangreiches Werk weit zerstreut (weil Prognosen nicht sein eigentlicher Focus waren). Man muss sie erst aufsuchen (etwa indem nach Stichworten, beispielsweise 'Russland' gefiltert wird) und dann zusammenpuzzeln, und das ist eine Mühe, der sich nicht jeder unterziehen mag.

MfG, Sagitta

ZITAT Cayce, Quelle wie oben:

Decades before the rest of the world was thinking about the enormous impact that China would have upon the global stage, Edgar Cayce predicted great things for China and its people. On one occasion, Cayce told a group of people that eventually China would become “the cradle of Christianity, as applied in the lives of men.”

{'cradle' würde ich hier mit '(neue) Wiege' übersetzen}

-- Edgar Cayce reading 3976-29

This suggests the personal application of spiritual principles would become paramount to the Chinese people. Cayce then went on to caution that it would take a long time to manifest but that it was the country’s destiny: “Yea, it is far off as man counts time, but only a day in the heart of God – for tomorrow China will awake.”

On another occasion, when a thirty-six-year-old book publisher asked about the destiny of China in 1943, just prior to his own trip to the country to serve in the capacity of a missionary, Cayce promised amazing changes in the country that would lead to more democracy and greater religious freedom. He also suggested that eventually the height of civilization would move from the West to the Chinese people: “And these will progress. For, civilization moves west.”

{Bemerkung: China liegt von den USA aus gesehen im Westen}

-- Edgar Cayce reading 2834-3

Materialien zur Einschätzung dieser Voraussagen:

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Gelbe_Gefahr (dieser Topos war ursrpünglich und bis in die Zeit von Cayce anders gemeint, als wir ihn heute interpretieren)

2) "Volkszählungen nach modernen Aspekten konnten erst nach Gründung der Volksrepublik China, erstmals im Jahr 1953, realisiert werden. Die 1953 festgestellte Bevölkerungsgröße (594,4 Millionen) lag um 100 Millionen über dem vorher angenommenen Wert. Dieses verstörende Ergebnis führte zu einem beginnenden Umdenken und war, trotz Diskontinuitäten der chinesischen Bevölkerungspolitik, der Beginn staatlicher Bemühungen, das Bevölkerungswachstum zu begrenzen." (Bevölkerungsentwicklung in China, Wolfgang Taubmann, Berlin Institut für Bevölkerung und Entwicklung)

3) "In China haben europäische Missionare zwei Jahrhunderte mit wenig Erfolg versucht zu missionieren. Nachdem die europäischen Missionare in den 1950er Jahren des Landes verwiesen wurden und nachdem während der Kulturrevolution das religiöse Leben streng verboten war, hat das Christentum in den letzten dreißig Jahren ohne wesentliche ausländische Unterstützung einen massiven Aufschwung genommen. Inzwischen hat China eine der größten christlichen Gemeinden mit weiterem stabilem Wachstum. Bisher hat die übrige Christenheit von dieser äußerst lebendigen chinesischen Variante des Christentums noch nicht viel Notiz genommen."

https://de.wikipedia.org/wiki/Christentum_in_China


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