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Berndts Analyse des Salzburger Priesters (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 06. September 2013, 16:30 (vor 2235 Tagen) @ Taurec7323 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 30. August 2017, 18:45

Hallo!

Berndt Schreibt im Nachbarforum:

"Wer im Internet auf gewisse "Fachleute" stößt, die Zweifel an obigem Irlmaier-Zitat nähren [nämlich am weiter unten in diesem Beitrag zitierten Salzburger Priester, Anm. Taurec], der sollte sich unbedingt die Analyse ab Seite 322 in meinem Buch "Alois Irlmaier - ein Mann sagt, was er sieht" durchlesen. Schon alleine, dass 1978 (bzw. etliche Jahre davor) der BALKAN als eigentlicher Treibsatz benannt wird, deutet auf eine echte seherische Inspiration, sowie im Gesamttext eigentlich kein Element auftaucht, das sonstigen Voraussagen Irlmaiers widerspricht, andere Elemente jedoch sinnvoll ergänzt werden. Weitere Details siehe in meinem Buch."

Es ist wohl klar, welche "Fachleute" Berndt meint. ;-)

In seinem Buch stellt Berndt zurecht fest, daß der Priester Aussagen Irlmaiers mit eigenen vermischt hat. Das macht er anhand einiger Ähnlichkeiten fest. Am Ende kommt Berndt, für mich völlig zusammenhangslos und ohne Grundlage, zu dem Schluß, der Text sei authentisch und er vermute, der Priester habe tatsächlich mit Irlmaier gesprochen.

Wie er darauf kommt, ist schleierhaft (vielleicht weil Bekh aus unbekannten Gründen den Priestertext in der Irlmaierbiographie mit dem Etikett "Irlmaier" versehen hat?).
Daraus, daß manche Stellen beim Salzburger Priester auf einen Irlmaierursprung hindeuten, läßt sich nicht schließen, jene Stellen, die nicht Irlmaier entsprechen, aber zu Irlmaier passen oder ihn ergänzen, wären auf ein persönliches Gespräch mit ihm zurückzuführen, wären also trotzdem Irlmaier. Das ist rational nicht sauberes Wunschdenken. Insbesondere trifft das auf die vielzitierten Flottenverbände im Mittelmeer zu.

Daß Berndt die Nennung des Balkans als Indiz für echte seherische Grundlage wertet, entbehrt ebenfalls rationaler Grundlage. Es gibt Stellen bei Irlmaier, die den Balkan nennen:

Adlmaier, 3. Auflage von 1961: "Der Mörder ist ein kleiner schwarzer Mann, der andere etwas größer mit heller Haarfarbe. Ich denke, am Balkan wird es sein, kann es aber nicht genau sagen."

Artikel aus der Herzdame von 1950: "Auf die Frage: 'Wann wird das geschehen?', antwortet der Seher: 'Nach dem dritten Mord!' 'Und wo geschieht das?' Wir vernehmen etwas, das uns eine balkanische Stadt vermuten läßt."

Auf die Ermordung des Hochgestellten am Balkan hat sich der Priester höchstwahrscheinlich bezogen, wenn er schreibt, der zündende Funke werde am Balkan ins Pulverfaß geworfen.

Berndt schreibt weiter, der Anfangsteil des Textes scheine noch keine Beimischungen des Priesters zu enthalten. Gemeint ist diese berühmte Passage:
"Alles ruft Friede, Schalom! Da wird's passieren. — Ein neuer Nahostkrieg flammt plötzlich auf, große Flottenverbände stehen sich im Mittelmeer feindlich gegenüber — die Lage ist gespannt. Aber der eigentliche zündende Funke wird im Balkan ins Pulverfaß geworfen: Ich sehe einen 'Großen' fallen, ein blutiger Dolch liegt daneben. — Dann geht es Schlag auf Schlag. Massierte Truppenverbände marschieren in Belgrad von Osten her ein und rücken nach Italien vor." (Der Einfachheit halber aus dem Sabon.org-Backup kopiert.)

Die Authentizität als Wortlaut Irlmaiers begründet Berndt damit, daß dort steht: "Ich sehe...". Stellen, die lauten, "ich sehe", sind für Berndt übrigens die einzigen im ganzen Text, die auf Originalton Irlmaier hindeuten, vermutlich weil die Wendung in Irlmaiertexten immer wieder vorkommt.
Es muß also nur jemand schreiben, "ich sehe", und schon ist es für Berndt eine authentische, bzw. eine unverändert übernommene Seheraussage. So einfach ist das.
Auf die Idee, daß der Priester (und übrigens auch Adlmaier und die diversen Journalisten, die über Irlmaier veröffentlichten!) das bloß geschrieben haben könnte, um seinem Machwerk mehr seherischen Glanz zu verleihen, kommt Berndt offenbar gar nicht.
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:tigger:

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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