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Glaubensbekenntnisse (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 02. September 2013, 10:05 (vor 2502 Tagen) @ Thomas7367 mal gelesen

Hallo, Thomas!

Hi Baldur,

Ich bitte Dich, künftig auf den amerikanischen Pöbel-Slang zu verzichten.

ich steckte momentan in einer Art Zwickmühle. Früher hatte ich geglaubt, dass Gott oder die absolute Wahrheit, keine Religion wirklich für sich in Anspruch nehmen kann, denn alle sind nur ein Mosaiksteinchen davon, zumal sowieso immer eine gewisse Skepsis mit den sogenannten »heiligen Texten« unabdingbar ist, damit man nicht zum Fanatiker wird. Jetzt scheint es mir so, als ob das Christentum eine Ausnahme darstellt.

Nur um es früh genug klar zu stellen: Dieses Forum ist kein Ort für Glaubensbekenntnisse (die "Vorstufe" der Missionierung). Darauf wird ausgesprochen allergisch reagiert.
Wenn etwas nicht zum Forumsthema beiträgt, nämlich indem es Licht in die Zukunft bringt oder verschiedene Bereiche der Welt (diesseitig oder metaphysisch) sachlich beleuchtet, die mit dem Thema zu tun haben, hat es hier keinen Platz.

Daher ist es durchaus angebracht, sich mit Besessenheit, jenseitigen Wesenheiten etc. zu befassen, da diese Dinge mit Erscheinungen und Botschaften wohl zusammenhängen. Es mag auch sein, daß christliche Autoren etwas dazu beizutragen vermögen.
Daraus aber einen Beweis für die Richtigkeit der christlichen/katholischen Lehre allgemein zu ziehen statt lediglich für die Existenz einer metaphysischen Realität, die sich für ihren Ausdruck christlicher Motive nur bedient, wäre wohl übertrieben.

Das Jenseits, Geistwesen, tote Seelen, Dämonen, Phantome, etc. gäbe es auch ohne das Christentum (bzw. gab es schon sehr lange davor). Indes wäre es doch logisch, wenn sich diese Entitäten christlichen Menschen gegenüber in christlichen Formen äußerten, weil sie dafür empfänglich sind. Es sollte also nicht wundern, wenn sich jemand als Jesus, Maria oder mit dem Namen beliebiger Engel und Dämonen vorstellt. Einem Bewohner der mongolischen Steppe oder dem Angehörigen eines abgeschiedenen Stammes im Amazonasbecken erscheinen dieselben Phänomene im Rahmen seiner Weltsicht und Mystik.

Das Christentum bietet lediglich einen Deutungsrahmen für diese Phänomene. Die Lehre an sich ist, auch wenn am Anfang ein göttlicher Funke stehen mag, von Menschen interpretiert und menschengemacht. Sie ist nicht näher an der Wirklichkeit als andere Formen der Annäherung (und in manchen Belangen ihr vielleicht sogar ferner).

Gruß
Taurec

P.S.: Ich wünsche hier nun keine Diskussion über die Wahrheit des Christentums, weil dies genau in die befürchtete Richtung führen würde.


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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