darum geht es doch gar nicht - es geht um das Schüren von Ängsten (Freie Themen)

Baldur @, Sonntag, 26. Februar 2017, 21:32 (vor 1370 Tagen) @ Dannylee4571 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Sonntag, 26. Februar 2017, 21:41

Hallo, Dannylee,

natürlich bin ich kein Masochist und heilfroh, dass nichts passiert ist.
Der Sprit kommt glücklicherweise aus dem Schlauch, das Wasser aus der Wand, und der Strom aus der Steckdose.

Es geht nicht darum, dass es endlich krachen soll.
Es geht darum, vor Missbrauch, vor bewusster Angstmacherei zu warnen.

Es geht darum, dass eine bestimmte religiös-verbohrte, christlich-katholische oder sektiererische (Evangelikale) oder randständige (Zeugen Jehovas) Klientel aus Gründen wie auch immer seit Jahrhunderten Angst und Panik schürt. Und dass das obermies und niederträchtig ist. Bösartig. Schliesslich hat es sich zu keinem Zeitpunkt als zutreffend erwiesen. Dafür kam grenzenloses Elend in die Welt, das aber unangekündigt.

Ich verweise auf die einschlägigen religiösen oder auch alternativen Verlage, die sich in Schreckensvisionen geradezu suhlen. Das ist ein uraltes Geschäftsmodell.

Es geht darum, dass systematisch der Teufel an die Wand gemalt wird. Dass Angst und Schrecken gepredigt wird.

Und wenn fossile Nahost-Märchen dafür nicht ausreichen, greifen sie halt auf Prophezeiungen zurück, und erfinden schon mal irgendwelche Seher (Ellerhorst, Stocker und Bekh).

Es fällt doch auf, wenn ganz aktuell Irlmaier dazu dienen soll, christliche Mission zu betreiben.

Das Ausschlachten von Prophezeiungstexten war und ist ein beliebtes Mittel der Missionierung.

Und es ist im Fall von Adlmaier und Bekh, extrem bei Gottfried von Werdenberg, und vermutlich bei Rubenstein, schlicht eine einträgliche Geldquelle.
Was interessiert denn schon, welche traumatischen Folgen beim Leser entstehen.

Hauptsache, es klingelt im Geldbeutel, und/oder befriedigt das Ego.

Und das ist einfach nur niederträchtig.

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Natürlich hat das rein gar nichts damit zu tun, wenn Begabte, die bereits Treffer hatten, interessante Wahrnehmungen machen.
Das sehe ich unverändert positiv. Schliesslich bekomme ich selbst ab und zu wertvolle Hinweise.

Jemand, der etwas sah, was physikalisch nicht möglich ist, lügt nicht.
Er sah das eben so.
Aber das hat natürlich Auswirkungen auf die Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Geschehens, auf dessen Realitätsnähe.

Es gibt nicht nur die beiden Extrempole von bewusster Lüge und 100%ig eintretender Schauung, es gibt nahtlose Übergänge übers gesamte Spektrum.
Es gibt Leute, die selber an das glauben, was sie sehen, obwohl man von aussen annehmen muss, dass es zusammengesponnen ist und keinen realen Kern hat.
Es gibt Mischformen symbolhafter Durchgaben.
Es gibt Leute, die behaupten, sie hätten Eingebungen, obwohl sie sich lediglich was ausdenken.
Es gibt Leute, die Hirnmüll zu interpretieren versuchen und symbolhafte Bedeutungen zwanghaft hinbiegen (Blutige Kröten, van Rendsburg und Co.).

Gerade Träume sind prädestiniert dafür, präkognitive Elemente mit Verarbeitungsstücken und Unsinn zu mischen.

Wenn sich jemand laufend mit einer Thematik befasst, kann das wahnhafte Züge annehmen, und völlig ausufern. Ich kenne Fälle, in denen die übermässige Beschäftigung mit Radiästhesie in den Wahnsinn führte.

Es geht darum, das möglichst einzuordnen und zu trennen.

Brauchbares herauszufiltern, und Unsinn zu verwerfen.

Spinner als solche zu bezeichnen, und Widersprüche darzulegen.

Wenn jemandes Weltbild dadurch als hohles Kartenhaus auf fehlendem Fundament zusammenklappt, kann ich auch nichts dafür.

Die Welt ist halt nun mal nicht einfach gestrickt.

Beste Grüsse vom Baldur


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