ganz Mitteleuropa als Kerngebiet (ggf. Welt), Optimierung, und Abgrenzung zu wahnhaften Untergangsfetischisten (Freie Themen)

Baldur @, Mittwoch, 22. Februar 2017, 21:40 (vor 1374 Tagen) @ rauhnacht5055 mal gelesen
bearbeitet von Baldur, Mittwoch, 22. Februar 2017, 21:46

Hallo, Hinterbänkler und rauhnacht,

ich vermische mal Eure Beiträge für meine Antwort:

es geht immer um "sichere Gebiete", gemeint ist primär ohne Vulkanismus (Erdriss-Mythos), ohne Flutgefahr (Tsunami-Mythos), ohne militärische Feindberührung (Russen-Mythos) dereinst mal.

Üblicherweise liegt dann der Bereich Bayerns südlich der Donau im Blickfeld, wobei es angeblich auch dort unsicher im Sinne von Plünderungen und Übergriffen sein soll.

Das ist nach meinem Dafürhalten völlig verengt und nicht zielführend.

Die Frage müsste vielmehr lauten: welcher Lebensraum in Mitteleuropa oder auf der Welt würde mir und meinen Angehörigen im Vergleich zur bisherigen Heimat massgeblich Vorteile verschaffen.

Durch die aktuelle Freizügigkeit ist es durchaus möglich, in ein anderes Land umzuziehen, wenn es einem dort hinsichtlich der Politik, der Rechtsordnung, der Landschaft etc. besser behagt.

Damit hätte man sein Leben auch dann optimiert, wenn es nicht kracht, denn dieser Irlmaier-Aspekt ist ja nur ein kleiner Teilbereich der möglichen Zukunft und zudem völlig ungewiss.

Wenn man im Ausland ein höheres Einkommen erzielt und weniger Abgaben zu leisten hat, bleibt mehr übrig, somit kann man sich auch besser vorbereiten, wenn man das möchte.

Wenn die Rechtsordnung im Ausland freiheitlicher ist, stehen dem gesetzestreuen Normalbürger mehr oder überhaupt erst Möglichkeiten zur Verfügung, sich im Bedarfsfall gegen Gewaltverbrechen zu wehren.

Wenn es im Ausland geeignetere Immobilien zu günstigeren Preisen gibt, ist das ein Vorteil.

Vieles andere kommt hinzu, Gesundheitswesen, Bildungswesen, Bevölkerungsstruktur, politisch-finanzielle Altlasten und Hypotheken, die gesellschaftliche Ausrichtung, Steuer- und Abgabenpolitik, Bürgerrechte, Justiz(un)wesen.

Aus dieser Perspektive betrachtet, scheidet Südbayern als erstrebenswerter Standort absolut aus, andere Staaten sind durchaus sinnvoller.

Dann zu der völlig bornierten Ansicht, man müsse gläubiger Christ sein, um Krisen zu überstehen.

Am jeweiligen Ort ist man in einer kleinräumigen Schicksalsgemeinschaft mit den dort befindlichen Leuten.
Bleibt eine Seilbahnkabine stecken, sind die anwesenden Fahrgäste diese Schicksalsgemeinschaft, gleiches im Bus, auf einem Schiff, in einem Flugzeug, oder in einem Dorf, einem Stadtteil.

Man ist dann auf sich gestellt und aufeinander angewiesen.

Je nach zufälliger oder absehbarer Zusammensetzung ergeben sich Vor- oder Nachteile. Auch das ist ein Aspekt der weltweiten Wohnortwahl, sofern man die Möglichkeit hat, auch in einem anderen Land Fuss zu fassen.

Die Lebenserfahrung und die Statistik hat allerdings noch nie einen Zusammenhang gefunden zwischen Dusel/Glück im Notfall und religiöser Überzeugung (wenn auch manchmal behauptet wird, in Japan hätten Leute mit sehr spiritueller Prägung die Atombombenabwürfe in nächster Nähe wundersam überlebt - es gibt aber auch genügend Hibakshas, die nicht besonders gläubig waren, und auch überlebt haben).

Nehmen wir Stalingrad, und was ich von Bekannten darüber aus erster oder zweiter Hand erfahren habe. Es kamen demnach noch Wehrmachtssoldaten heil raus, die weder gläubig, noch charakterlich edel waren. Vielleicht auch durch unethische Verhaltensweisen, sich etwa gegenüber Verwundeten vorzudrängen.
Die charakterlich Edlen verreckten jedoch in der Regel reihenweise und elendig, sie kamen nicht mehr raus. Etliche davon werden wohl gläubige Christen gewesen sein.

Ausnahmen bestätigen die Regel.

Dass der religiöse Glaube in Einzelfällen manchen half, in der Gefangenschaft am Leben zu bleiben (Rudolf Passian), ist unbestritten, die grosse Mehrheit aber war ihrem Schicksal hoffnungslos ausgeliefert.

Rein statistisch wird die Bevölkerung der BRDDR zunehmend nichtchristlich.
Es ist also zu erwarten, dass in einem Krisenfall die Überlebenden aus den gleichen Prozentsätzen bestehen, wie zuvor.

Da mögen die Frömmler noch so sehr erhoffen, entrückt zu werden......darauf werden sie wortwörtlich ewig umsonst warten.

Und wenn sie meinen, hinterher sind endlich die pöhsen Ungläubigen fortgejagt und die schröckeligen Andersgläubigen vertrieben, damit die katholische Kirche den Siegeszug feiert und durch den Papst den neuen Kaiser krönt, und sie wieder oben auf sind, dann ist das geradezu ein quasirassistischer Wahn, der völlig realitätsfremd ist.

Ja, ich werde durchaus sehr sauer, wenn schon wieder uralte, völlig unglaubwürdige, durch nichts belegte Schauermärchen mit Wahrheitsanspruch zum Angst- und Panikmachen aus dem Hut gezaubert werden, um in absoluter Erkenntisresistenz den eigenen christlichen Missionsdrang zu befriedigen.

Jeder, der sich dadurch infizieren lässt, ist ein Opfer zuviel.

Dass man ein bisschen vorausdenken sollte und sich gegen Krisen zu wappnen versucht, sagt einem der gesunde Menschenverstand, dazu brauche ich keine Untergangsprediger.

Beste Grüsse vom Baldur


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