Volltreffer, meine Rede - dazu Lungenschmid (Freie Themen)

Baldur @, Sonntag, 26. Februar 2017, 11:11 (vor 1372 Tagen) @ Taurec4607 mal gelesen

Hallo, Taurec,

nach Deinen Kriterien hätte Lungenschmid bei seinem angeblichen Sterbeerlebnis (er war wohl nicht wirklich klinisch tot, sondern behauptet, er sei verstorben gewesen, weil ihm das die Gottesmutter gesagt hätte) eine ernstzunehmende Schauung mit präkognitiven Elementen.

Allerdings bröckelt diese Vermutung, wenn man seine eigenen Äusserungen bewertet.

Während der Wahrnehmung erkannte er, (soweit ich mich an seine Youtube-Aussage erinnere) z.B. nicht, dass es sich bei gesehenen Personen um seine zukunftige Familie u.a. handelte, erst später sei ihm das klar geworden.

Seine Wahrnehmungen geben ein Szenario wieder, wie sich wohl Kinder (und er war damals 14) so den Himmel vorstellen, und wie es auch verfilmt wurde (der Münchner im Himmel, der Brandner Kasper schaut ins Paradies). Incl. dem dicken Buch des Lebens.

Und woher hatte ein 14-jähriger diese erzkatholischen Ansichten?

Er war im Internat und sollte zum Priester ausgebildet werden, also wohl auf dem Priesterseminar.

Wundert sich noch jemand über seine angeblichen Wahrnehmungen und Vorstellungen?

Sinngemäss haben wir das auch bei Bauer-Rapp und Co., bei der ganzen, dubiosen Neuoffenbarungs-Szene sowieso.

Deswegen sage ich ja seit Jahren, wir sollten möglichst keine Aussagen aus diesem religiös überfrachteten Dunstkreis als Grundlage für seriöse Forschung verwenden, weil sich da Erwartungen und Überzeugungen Bahn brechen und als Bilder laufen lernen.

Auch Irlmaier hatte diesen Einschlag. Und praktisch die gesamte Altliteratur stammt ebenfalls aus Pfarrersfedern oder von Frömmlern (Bekh), sogar der prophetische Franzose hebt darauf ab (Antichrist).

Beste Grüsse vom Baldur


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