Wenn es gefährlich wird schnappe ich mir meinen Fluchtrucksack und überlebe in der Pampa (Vorsorge & Überlebenstechniken)

Bär, Montag, 22. November 2010, 00:37 (vor 3255 Tagen) @ Bär6790 mal gelesen

Die freie Wildnis gibt es im Western und in Heimatfilmen. Freie Wildnis gibt es bei uns so gut wie gar nicht. Nun gut, hier und da, bei uns im Schwarzwald ein wenig mehr vielleicht, gibt es diesen oder jenen Wald. Aber mit Wildnis ist das nicht weit her.

Durch unsere Wälder spazieren jede Menge Förster, Waldarbeiter, Jäger, von den Waldbesitzern mal ganz abgesehen und keiner von denen findet es witzig wenn irgendwelche Leute sich im Wald Lager herrichten, Äcker anbauen, Hütten bauen, Fallen stellen und womöglich das Wild nicht nur vergrämen sondern auch noch aufessen wollen.

In Zeiten in denen Nahrung knapp wird, wird der Jäger noch eine ganze Menge mehr Aufmerksamkeit der Beobachtung widmen weil dort nämlich seine Nahrung rumläuft. Das wird also weit ungemütlicher als es heute ist.

Der Einmarsch der Herren mit Bärenfellmütze soll im August sein. Und bis November laufen die hier rum. Sie werden Streß haben mit den hiesigen Eingeborenen. Und solche Eingeborenen die durch die Wälder laufen sind ihnen sicher nicht geheuer. Also rotzen sie gern auch mal auf Verdacht ein paar hundert 7,62*39 in den Busch. Einfach mal mit Vietnam Veteranen darüber reden hilft schon weiter.

Und dann haben wir auch noch die Natur. Bei uns hier ist es derzeit, wir haben November, eisekalt. Draußen ist alles gefroren. Wer von uns Couchpotatoes meint er könne da draußen Tage, Wochen oder Monate lang aushalten? Ich bin kein zartes Bübchen, aber nach wenigen Tagen streiche ich die Segel ganz sicher.

Und dann buddeln wir uns ein Loch und warten ab bis der Staub gefallen ist?>> Herr lass Hirn regnen. Dass anschließend nicht sehr viele mehr die folgenden Monate umher wandernd, sich von den Kadavern der Tiere ernährend, saures Wasser trinken bei dem schon der Geruch die Nase weg ätzt lasse ich mal weg.

Über kurz, 3 Stunden und 7 Minuten, oder lang, 3 Tage und 7 Stunden werden die einsamen Wanderer also nach einer menschlichen Behausung suchen wo sie unter kriechen können.

Aber da ist schon wer. Und dieser Wer hat nicht die allergeringste Lust seine wenigen Vorräte mit euch zu teilen. Über kurz oder lang geratet ihr an einen der eine Lösung im Überschallbereich für diese Probleme hat. Das Gute daran: Wenn er gut trifft ist das Leiden zügig vorbei, wenn er human trifft merkt ihr gar nicht mehr dass das Kleinhirn auf dem Rucksack liegt.

Lest doch mal die Sehungen durch. Der Vater gegen den Sohn, alle gegen alle , jeder gegen jeden. Und da meint ihr als Niemand auftauchen zu können und bewirtet zu werden?

Oder wollt ihr klauen? Auch der friedvollste Mensch lässt sich seine Existenzgrundlage nicht ohne Gegenwehr nehmen. Mit ausgemergelten Körpern wollt ihr dann diejenigen die das Gelände kennen, Heimvorteil haben besser genährt sind und das psychologische Moment auf ihrer Seite wissen, sie sind ja im „Recht“, ein Sparring auf Leben und Tod versuchen?

1 Woche bis maximal drei Monate gebe ich den Rucksackflüchtlingen.


Friedliche Grüße des


Bären


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