Rufer in der Wüste (Vorsorge & Überlebenstechniken)

Bär, Donnerstag, 25. November 2010, 13:50 (vor 3251 Tagen) @ Wizard5878 mal gelesen

Lieber Wizard,


diese Form der Schocktherapie würde ich in anderen Foren gewiss nicht wählen.

Die Szenarien, die wir hier heraus arbeiten, sind jedoch so deutlich, dass mir das Wachrütteln angemessen erscheint. Vermeintliche Sicherheit in der Existenz eines Rucksacks zu suchen, ist für die Seele enorm wichtig. Verharrt man dann jedoch in dieser Phase, sehe ich Übles im Anzug.

Aber ich bin nicht der Typ, der den Leuten gerne erzählt, das ihre
Überlebenschance nahe bei Null liegt.

In der "realen Welt" halte ich meinen missionarischen Eifer inzwischen in engen Grenzen. Das ungute Bauchgefühl ist zwar in den letzten Monaten deutlich verbreiteter. Mich aus zu lassen über die drei Säulen (Subsistenz, Edelmetalle, Vorräte) meiner Vorbereitung stellt jedoch nur ein Sicherheitsrisiko da.

An Zielort angekommen, bin ich der "verrückte" Hobbybauer", etwas wunderlich, schon älter und ein wenig tüdelig. Dass unter dem langen Mantel diverse Sportgeräte stecken, die ich benutzen kann, dass die in keiner Bauakte zu findenen Keller gerappelt voll sind, dass auch Blech sicher verwahrt ist, sollte niemand wissen. Man sieht es auch meiner schlanken Frau nicht an, dass sie eine Situation Blitz artig bereinigen kann mit Hilfe von 158 grain Teilmantel Flachkopfgeschossen. Und dass ihr zartes Büblein durchaus seinen KK-Automaten zu verwenden weiß, das traut ihm dieser oder jener nicht zu schätze ich.

Der Zeitpunkt, in dem auffällt, dass mein Clan nicht so arg abmagert kommt früh genug.

Ich habe lange damit gehadert Wizard. Ich kann doch nicht zusehen wie andere Menschen ins Unglück, in den sicheren Tod laufen. Aber ich kam zu dem Ergebnis, sie werden nicht auf mich hören können, wissen dann nur wo etwas zu holen ist und gefährden mich damit. Für 6,5 Milliarden Mensche kann ich nun mal nicht vorsorgen.

Grüße vom Bären


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