Eine Antwort (Freie Themen)

Giraffus, Montag, 29.08.2022, 14:55 (vor 154 Tagen) @ styx (523 Aufrufe)
bearbeitet von Giraffus, Montag, 29.08.2022, 15:01

Hallo Styx,

Bitcoin hat also durchaus das Potential eine oder die Digitalweltwährung der nahen Zukunft zu werden.

Das ist es schon, es ist die weltweit am stärksten benutzte globale, reine Digitalwährung.

BTC auch keinen reellen Gegenwert, sondern existieren lediglich als Computerzahl in der digitalen Welt, und sind damit
prädistiniert um als (Zahlungs)Mittel innert der fortschreitenden Digitalisierung zu dienen. Im Sinne einer (westlichen)
Weltwährung.

Nun, gerade der Westen macht Bitcoin am meisten Probleme. Kanada erlaubt nur eine begrenzte Menge an Geld pro Einwohner in Bitcoin und co zu investieren. China hat das Mining verboten. Russland liebäugelt auch mit derlei. EU sowieso. Etc. Es sind momentan eher Länder aus Lateinamerika und Afrika, die sich für Bitcoin begeistern. Also nichts westliche Weltwährung!

Bitcoins wurden und werden ZUsehr gehyped, und versprechen dies das jenes. Ich sehe das ganze recht kritisch.
Stutzig macht, dass der wirkliche Urheber ("Erfinder") bis heute unbekannt ist.

Das ist ja fast die beste Eigenschaft des Bitcoin, dass es eben keinen öffentlich bekannten Erfinder hat.

So verpönt oder verrufen sind sie auch nicht in elitären Kreisen, immerhin investieren und investierten Rockefeller Firmen
wie Venrock, oder Soros zugehörige uva. bereits in BTCs.
Blockchaintechnologie gibt es ja auch seit den 90ern bereits, und seltsam ist, dass die bei BTC verwendete Technologie (SHA256) eine Entwicklung der Darpa & NSA ist.

Ja, das stimmt, wobei man nicht generell alles für absolut schlecht kategorisieren kann, weil es in Verbindung mit staatlichen Instituten oder bestimmten Personen steht.
Ich bin mir sicher, dass diese Personen auch Wald, Agrarflächen, Häuser und Gold besitzen, deswegen sind diese Dinge ja nicht unbedingt schlecht, oder?
Zweifel sind natürlich angebracht!

Alles was in irgendeiner Form rein Digital existiert, ist unsicher. Sollte es wirklich mal zu einem Blackout kommen, warum auch immer, können auch die "wallets" verschwinden, und futsch sind die Bitcoins.

Nein, so einfach ist es nicht. Die großen Börsen speichern die Münzen in Hardware ab und solange irgendwo auf der Welt noch Strom fließt, können dort die Transaktionen weiter geführt werden, außerdem kann jeder Besitzer seine Münzen in Hardware abspeichern, diese sind unabhängig von Strom, jedoch hat man dann keinen Zugriff drauf, genauso wenig wie auf Aktien oder Bankkonto.

All das ganze "Mining" und die Arbeit damit, verbraucht Unmengen an Energieressourcen (Strom); auf der einen Seite wird sich echauffiert "Strom wird immer teurer... blabla", andererseits propagiert "man" BTC und Co. obwohl all die Rechenzentren für das Zeug die größten Stromverbraucher sind (einschliesslich alle Smartxxx Technik usw).

Nun gut, die ganzen Bankfilialen verbrauchen auch Strom und die ganzen Angestellten fahren auch mit den Autos in diese Filialen, genauso wie wir, wenn wir dort etwas zu besorgen haben, die Bundesbank braucht zum Bedrucken ihrer Scheine auch Energie, genauso wie die schwer geschützten Fahrzeuge, die diese Banknoten an die Filialen verteilt.

Im Gegensatz dazu, macht Bitcoin doch Sinn, oder nicht? Denn all das oben aufgezählte fällt weg.


Brauchen wir das wirklich als Menschen zum leben?

Nun, die Frage lässt sich auf alles anwenden und eine Welt ohne jegliches Geld hat sicher seine Vorteile, jedoch brauchen wir zuvor ein Geld, das unabhängig von den Händen des Staates ist, wie Hayek es beschrieben hat, erst dann könnte mit der Zeit eine Gesellschaft entstehen, die mehr und mehr davon lebt, dass die Leute unter sich Waren tauschen, ohne dass ein Geld dazwischen ist. Ob es jemals dazu kommt...


Gesamter Strang: