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"Wo wir stehen" (Freie Themen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 22.08.2022, 16:06 (vor 108 Tagen) @ Giraffus (1089 Aufrufe)

Hallo!

wo wir momentan denn stehen, im Sinne der Schauungen?

Eine belastbare Einschätzung wird es dazu wohl nicht geben, weil wir keinen Zeitplan haben. Hierfür, geschweige denn für Handlungsanweisungen, auf die man sich verlassen könnte, sind Schauungen zum Weltgeschehen zu dünn belegt, die Informationsgrundlage zu lückenhaft. Die Coronapandemie, die sich in Schauungen auf keine Weise niedergeschlagen hat, die es erlaubt hätte, einigermaßen genau zu sagen, was sich ereignen würde, hat gezeigt, daß das Phänomen Schauungen zur Prognose unvorhergesehener Ereignisse (wofür es eigentlich da sein sollte) offensichtlicht nicht viel taugt.
Ausgehend von den wenigen einigermaßen vertrauenswürdig wirkenden Quellen (z. B. Gabriele Hoffmann), die wir haben, vermute ich als grobe Tendenz:

Es wird keinen Blackout geben, vielleicht aber "Brownouts" (die dann aber seherisch nicht erfaßt oder nicht mitgeteilt wurden).
Es wird keine Bevölkerungsreduktion im Sinne der unsäglichen Deagleliste geben.
Es wird bis mindestens zur Mitte des Jahrhunderts keinen Krieg gegen Rußland auf deutschem Boden geben.
Es wird schätzungsweise bis Ende dieses Jahrzehnts oder Mitte des nächsten bergab gehen. Dann wird womöglich irgendeine Form neuer Stabilität sich einstellen. Im Zuge dessen wird (astrologische Einschätzung eines Mitchatters) wohl die 68er-Revolte, deren Spätfrüchte wir gerade ernten, rückabgewickelt. Vielleicht tritt dann eine neurechte oder konservative Wende in Deutschland ein?

Werden wir "bürgerkriegsähnliche Unruhen" erleben? Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, und zwar im Zuge des wirtschaftlichen Zusammenbruchs, der das auf Wohlstand und hedonistischer Selbstverwirklichung basierende Lebensmodell der BRD zunichtemacht und sie ihrer Legitimität beraubt.
Wird die Parteiendiktatur der BRD demnächst untergehen und durch eine Neugründung ersetzt werden? Wissen wir nicht. Wird sie irgendwann enden? Das ist gewiß. Allerdings ist das von übergeordneten Faktoren wie dem Status der USA als Hegemon abhängig, dessen Zweigstelle Deutschland ist. Daran hängt womöglich alles.
Werden wir winters frieren und hungern? Auch das ist nicht unwahrscheinlich. Es dürfte aber kein Massensterben geben, denn dazu fehlen uns eindeutige Schauungen. Vielmehr dürfte der Einbruch mit dem Steckrübenwinter oder der Not nach dem Zweiten Weltkrieg vergleichbar sein. Dann können sich auch Szenen wie jene der Stuttgarter Lehrerin sinngemäß wiederholen, auch wenn sie selbst der Ansicht ist, ihre Schauung wäre 2015 eingetroffen.

Sicherer scheint mir:
Die Währungsunion wird zerfallen.
Du wirst keine Rente bekommen (jedenfalls keine, von der sich leben ließe).
Du wirst alle Deine Ersparnisse verlieren, die nicht in einer außerhalb des Papiergeldsystems liegenden, nichtelektronischen, greif- und notfalls vergrabbaren Form vorhanden sind.
Was Du bislang ausbildungs- und berufsmäßig als Rädchen des Systems gemacht hast, wird Dir in Zukunft womöglich nicht viel nütze sein, weil die laufende Deindustrialisierung, der Substanz- und Know-How-Verlust durch Abwanderung und demographischen Wandel zu massiv sind, als daß sich Deutschland als Hochtechnologieland mit seinem Rattenschwanz an daran hägenden Tätigkeiten behaupten könnte. Nützlich dürften dir wohl grundlegende handwerkliche und landwirtschaftliche Fähigkeiten sein, die sich ohne Strom, Gas usw. anwenden lassen, sowie bewaffnete Tätigkeiten (Verteidigung und Jagd).

Überhaupt nicht klar ist, ob und wann sich geschaute Szenen wie der Abfall Mitteldeutschlands, die russische Besetzung und diverse Naturkatastrophen (insbesondere Küstentsunamis und das Erscheinen des ominösen Himmelskörpers) abspielen werden. Aus dem aktuellen Zeitgeschehen ergeben sich keinerlei Hinweise, die auf eine Verwirklichung dieser Schauungen schließen lassen. Selbst das Ausufern des derzeitigen Konflikts mit Rußland hin zu einer Besetzung Deutschlands oder Europas durch russische Truppen ergibt sich aus den derzeitigen Ereignissen nicht zwingend, gleichwohl man eine leichte Wendung in diese Richtung hineininterpretieren könnte, wenn man es mit der Situation vor Februar 2022 vergleicht. Wenn Hoffmanns Aussage, sie sehe keine kriegerischen Ereignisse in den Lebensläufen ihrer Klienten, vertrauenswürdig ist, dürfte das vor 2050 ohnehin nichts werden.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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