Die Vorstellung des Guten (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

nemo @, Samstag, 08. Dezember 2018, 18:53 (vor 7 Tagen) @ Sarah163 mal gelesen

dann frag ich mich: Warum wird eine Gesellschaft immer destruktiver und autoaggressiver?


Die katastrophalsten Entwicklungen und die schlimmsten Verbrechen werden im Namen des Guten begangen. Der Grund dafür ist, dass wir in Vorstellungen leben, wie das Leben zu sein hat und nicht im Empfinden unserer Lebendigkeit.

Sobald das Leben auf Vorstellungen beruht, wird es zur Simulation. Die Simulation wird solange fortgesetzt, bis es nicht mehr geht und eine Veränderung notwendig wird. Man könnte auch sagen, wir laufen solange in eine falsche Richtung, bis wir zur Besinnung kommen. Aber sobald wir einigermaßen zur Besinnung gekommen sind, vergessen wir alles wieder, die Einsichten, die Reue, die Irrtümer usw. und dann geraten wir wieder in die Imagination und Einbildung.

Wie die Inder sagen, ist die Maya – die Illusion – unser schlimmster Feind. Stärke bedeutet, widerstehen zu können. Schwäche bedeutet, in Einbildungen zu geraten. Diese beiden Prinzipien, obwohl psychologisch vollkommen klar und nachvollziehbar, werden nicht verstanden. Die schlimmsten Einbildungen in Bezug auf Fortschritt, Gesellschaft und Regeln, werden auf diese Weise zu kollektiven Zwangsvorstellungen.

Frau Herman wäre noch vor hundert Jahren eine ganz normale Frau mit mütterlichen Instinkten gewesen. Die kollektiven Zwangsvorstellungen, stempeln sie heute als rückständige Werte-Konservative ab. Dabei sehen sich diese Menschen als „die Guten“.
Im Namen dieses imaginären Guten werden sie Kriege führen, die Gesellschaft spalten und alles ablehnen, was nicht ihrer Vorstellung vom „Guten“ entspricht.

Gruß
nemo


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