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Problem mit Schauungen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 16. Januar 2017, 18:07 (vor 1465 Tagen) @ Taurec3638 mal gelesen

Hallo!

Das Phänomen, daß bei offensichtlich vorliegender Präkognition der wesentliche Teil der Schau nicht (bzw. nicht zum gesehenen Zeitpunkt?) eintrifft, ist uns nicht unbekannt.

Bekanntestes Beispiel ist die Funkenregenschau des Waldviertlers, die in seinem Heimatdorf spielt.
Der Waldviertler und seine Altersgenossen in der Schau sind inzwischen alle um die 80 Jahre alt.
In der Funkenregenschau waren es noch junge Männer mit nicht erwachsenen Kindern, so daß der Waldviertler mit dem Eintreffen der Schau Mitte der 80er Jahre rechnete. Auch die in der Schau gesehenen Gebäude waren Mitte der 80er wohl im Wesentlichen schon vorhanden.

Die Schau hatte er zwischen 1960 und 1965.

Detlef ist ein weiteres Beispiel. Präkognitiv waren wohl die Kinder und Technik (Flachbildschirme).

Nicht übersehen werden darf, daß in jeder dieser Schauungen ein anderer Zeitpunkt des Eintreffens gesehen wurde:
Waldviertler: Achtziger Jahre
Bogener Fichten: Neunziger Jahre
Detlef: um 2012

Hinzuzufügen wäre noch ITOma, die München-Pasing im Voraus mit Gebäuden sah, die nun seit ein paar Jahren wie gesehen bereits bestehen.

Jede dieser Schauungen zeigt eine andere Zeit für das Hauptgeschehen, die untereinander aber unvereinbar sind.
München-Pasing gemäß ITOma kann nicht 20xx eintreffen, wenn 2012 laut Detlef der Planet massiv umgestaltet wird. Die Russen in Bogen können nicht Mitte der Neunziger einmarschieren, wenn die Schauungen des Waldviertlers (der sich wohl durchweg als jungen Mann handeln sah) das kosmische und Impaktgeschehen in den Achtzigern verorten.

Augenscheinlich reales Geschehen, das sich später als irreal herausstellt, zählt offenbar zu den standardmäßigen Eigenschaften von Schauungen (zum kollektiven Weltgeschehen).

Schlußfolgerung:
1. Man sollte unbedingt davon Abstand nehmen, in Schauungen direkt gesehene oder indirekt abgeleitete Zeiten für bare Münze zu nehmen. Datierungen sind wohl ausnahmslos immer für die Tonne, auch die scheinbar durch die Schau belegten Datierungen.

2. Man sollte unbedingt davon Abstand nehmen, die Schauungen inhaltlich für Geschehen eins zu eins zu nehmen.

Die Leute haben Schauungen, werden alt und sterben, ohne das Gesehene selbst zu erleben. Sie versinken aber nicht als Fehlschläge im Nebel der Zeiten, sondern werden regelmäßig durch neue Schauungen von jüngeren Leuten ersetzt, welche die alten Schauungen hinsichtlich der Großereignisse ergänzen. Es werden regelmäßig diverse Naturkatastrophen gesehen, Himmelskörper, verschiedene Varianten und Einzelheiten eines russischen Einmarsches, Bürgerkriegsszenen, alles mit wechselnden Protagonisten vor dem gleichbleibenden Hintergrund der Großereignisse.

Handelt es sich hierbei um Dinge, die in irgendeiner Form irgendwann eintreffen werden, oder hängt all dies wie eine unerreichbare Fata Morgana vor uns und bewegt sich mit unserem zeitlichen Horizont stets in der Zukunft verbleibend fort?

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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