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Allegorie als Standard bei Schauungen (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Dienstag, 17. Januar 2017, 08:37 (vor 1464 Tagen) @ IFan3451 mal gelesen

Hallo!

Insgesamt für unsere Zwecke wohl nicht sehr brauchbar, die Schau. Wenn auch im Detail interessant. Ganz in die Tonne treten möchte ich sie dennoch nicht; vielleicht einfach im Hinterkopf behalten.

Sollte sich herausstellen, daß diese Art der Symbolik bei Schauungen der Regelfall ist, könnte man sie immerhin noch in der Hinsicht verwenden, daß die Russen wohl irgendwann mal in der Gegend sein könnten.

Wer weiß, ob die Schau des Waldviertlers nicht ähnlich allegorisch ist?

"Seit jeher wohne ich unmittelbar am Rande des ehemaligen Truppenübungsplatzes Döllersheim. Während der Besatzungszeit waren dort zigtausende Russen aller Volksgruppen stationiert. Ich wuchs in deren Gegenwart auf und kenne deswegen ihr Aussehen, ihr Verhalten, ihre Mentalität.
Ende der fünfziger Jahre hatte ich eine Einzelvision. Ich sah die Russen wieder hier einziehen; sie nisteten sich am Übungsplatz ein und verschanzten sich nachher auf den östlich und südlich vorgelagerten Hügelketten. Sie erschienen mir dabei außergewöhnlich hektisch und gereizt. Mir fielen bei ihnen keine sonderlich neuen Waffen auf. An größere Kampfhandlungen konnte ich mich bei uns nicht erinnern."

  • Zeitnah gesehen, nachdem Russen bereits mal auf dem Platz gewesen waren.
  • Gesehen "vor der eigenen Haustüre".
  • Gesehen mit dem damals aktuellen Gerät.

Schlußfolgerung: Hier wurde lediglich die Information dargestellt "Russen mal da". Die Details sind zu vernachlässigendes Beiwerk.

Das gleiche mag für die Schau von Aeneas gelten, der die Russen ausgerechnet in seiner früheren Studienstadt und sich als Protagonist der Handlung sah.

Wir haben auch in Träumen stets das Empfinden, wir selbst zu sein. Das Traumgeschehen entfaltet sich um uns mit Bezug zu uns. Bei Schauungen ist es genau so, jedoch mit dem Unterschied, daß (mutmaßlich) Informationen verarbeitet werden, die nicht unseren tieferen Wesensschichten entstammen, sondern von außerhalb kommen.

Nichtsdestoweniger ist es möglich, daß in Schauungen bisweilen präzise physikalische Details (etwa das Blitzlicht in BBs Impakttraum), reales Beiwerk (z. B. erst in Zukunft zu errichtende Häuser) oder noch nicht geborene, noch unbekannte Personen gesehen werden, obschon die Handlung an sich mit der eigenen Beteiligung so nie geschehen wird.

Es ist wohl ausgeschlossen, daß ITOma dereinst höchstpersönlich als Hungerhaken im Pasinger Bahnhof hausen wird. Dieser Umstand war für die Schau lediglich die Projektionsfläche, um die Situation dort darzustellen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Alles, was tief ist, liebt die Maske.“


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