Ein bisschen Esoterik am Abend (Freie Themen)

nemo @, Donnerstag, 19.11.2020, 19:11 (vor 99 Tagen) @ Taurec (665 Aufrufe)
bearbeitet von nemo, Donnerstag, 19.11.2020, 19:18

Hallo Taurec!

Von dieser falschen Grundvoraussetzung ausgehend, postulieren Esoteriker, daß das "Bewußtsein" sich entwickeln müsse bzw. entwickelt werden müsse. Nachdem Bewußtsein aber nur eine Funktion des Verstandes ist, bedeutet dies nichts weiter, als den Verstand mit immer mehr Informationen anzureichern, die alle möglichst gleichzeitig im Brennpunkte der Aufmerksamkeit gehalten werden müssen.

Bewusstsein ist keine Funktion des Verstandes. Der Verstand ist eine
Funktion der menschlichen Wahrnehmung.

Das wird deutlich, wenn wir den Unterschied zwischen einer Schnecke,
einem Hund und einem Menschen untersuchen. Die Schnecke besitzt
nur ein beschränktes Bewusstsein ihrer unmittelbaren Umgebung. Dort
ist es kalt, dort ist es warm und dort gibt es was zu fressen. Viel mehr
Wahrnehmung besitzt die Schnecke nicht und braucht sie als Schnecke
auch nicht zu besitzen.

Der Hund besitzt ein größeres Bewusstsein seiner Umgebung. Er hat
ein Revier und kennt alle Bewohner seines Lebensraumes. Er kann
sogar empfinden, wie sich Herrchen oder Frauchen fühlen und
Gefahren einordnen. Der Hund weiß jedoch nicht, dass er auf einem
Planeten innerhalb eines Sonnensystems lebt. Er wird es auch nie
wissen.

Der Mensch weiß, dass er auf einem Planeten lebt und eine Menge
Dinge mehr. Er besitzt aufgrund seines Verstandes ein umfassenderes
Bewusstsein seiner Umgebung als ein Hund. Aber das Bewusstsein
des Menschen ist ebenfalls begrenzt. Er kennt drei oder manchmal
vier Dimensionen des Daseins, doch der Rest ist ihm verborgen.
In der vierten Dimension ist er sich der Zeit bewusst, was einen
enormen Bewusstseinssprung gegenüber dem Bewusstsein des
Raumes darstellt. Er kennt damit die Ursachen seines Denkens
und deren Konsequenzen in der Zukunft.

Wenn der Mensch sein Bewusstsein entwickelt, kann er neues Wissen
erlangen. Dabei hilft ihm sein Verstand. Der Verstand kann logische
Schlüsse aus der Wahrnehmung ableiten, die ihm helfen, die Dinge
zu verstehen – sich einer Sache bewusst werden, der er sich vorher
nicht bewusst war. Der Verstand kann sich aber auch irren, in dem
er auf Theorien oder Glaubenssätze herein fällt, die falsch sind.
Hier ist die Entwicklung vorbei, bis der Mensch selbst in der Lage ist,
seine Fehlannahmen zu korrigieren.

Die Substanz ist bei Schnecke, Hund und Mensch dieselbe.
Der Unterschied besteht darin, in wie weit sich jedes Wesen seiner
Umgebung bewusst ist. Wenn Gott der Schöpfer des Universums ist,
dann ist sich Gott seiner gesamten Schöpfung bewusst.
(Jedes Haar ist gezählt.)

Die Entwicklung des Bewusstseins ist ein universales Prinzip
und jedes Lebewesen ist ein Vertreter dieses grundlegenden
Prinzips.

Gruß
nemo


Gesamter Strang: