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Stromboli (Freie Themen)

Luzifer @, Österreich, Donnerstag, 19.11.2020, 18:55 (vor 99 Tagen) @ Baldur (730 Aufrufe)
bearbeitet von Luzifer, Donnerstag, 19.11.2020, 19:05

Hallo Baldur,

Ja habe das auch zuvor gelesen. War selber mal beim Stromboli und habe dann die Bootstour gemacht, und die Mini-Eruption damals glatt übersehen. :-)

Die letzte vom Montag war offensichtlich spektakulärer.

Und ja ich tippe auf die Phlegräischen Felder. Sie sind ein Supervulkan. Wenn es dort "rumst", dann richtig.

Wenn man "prophezeit", dass die irgendwann die Jahrzehntausende ausbrechen, liegt man sicher richtig.

Das Gebiet ist spannend im Süden befindet sich eine sogenannte Subduktionszone, wo "wasserreiche" Gesteinsschichten tief in die Erde gelangen. Der obere Mantel ist wie die Kruste eigentlich fest, aber Wasser und andere Stoffen ändern den Chemismus und Schmelzen entstehen, die dann aufsteigen und sich in Magmakammern sammeln. Deswegen gibt es zum Beispiel den pazifischen Feuerring. So wie Salz den Gefrierpunkt von Wasser ändert, macht Wasser das mit silikatischen Schmelzen um hunderte Grad.

Dann hast noch Tektonik, aktive Plattenbewegungen und Spannungstensoren. Die Kontinentalplatten verschieben sich, rotieren um Eulerpole, das kann man mit dem Satelliten messen. Das "Ausbrechen" eines Vulkans kann verhindert sein, weil die Kruste darüber "eingespannt" ist, sozusagen. Der Druck in der Kammer kann aber trotzdem ansteigen, der Erdboden hebt sich dann bereits vorher, das kann man auch messen und gilt als Indiz.

Bei Erdbeben kommt es durch die Verschiebung zu einer Entlastung und dann kann ein Vulkanausbruch fast instantane Folge sein.

Man kann weder Erdbeben noch Vulkanausbrüche "wissenschaftlich" vorhersagen.

Stell Dir die Kontinentalplatten als "verhakte" Körper vor, die Spannung steigt kontinuierlich wegen der Verschiebung und die Gesteinsschichten spannen sich wie eine Feder (teilweise, es kommt auch zu Verformungen, verfaltungen) und plötzlich reißt es um Meterbeträge durch und die Spannung ist plötzlich weg und der Kochtopf fliegt dir wie ein Kelomat um die Ohren.

Und das ist ein gigantischer Kelomattopf dort.


Beste Grüße
Luzifer


Und als er die Schöpfung, die ihn umgibt, sah und die Menge der Engel, die ihn umgeben und die aus ihm entstanden waren, sagte er zu ihnen: Ich bin ein neidischer Gott, und es gibt keinen Gott neben mir. Aber weil er dieses verkündet, zeigte er den Engeln, die bei ihm sind, an, daß ein anderer Gott existiert. Denn wenn dort kein anderer wäre, auf wen sollte er dann eifersüchtig sein? (Apokryphon des Johannes) ... Zeit zu gehen dachte sich Erzengel Luzifer. (Verfasser unbekannt :-))


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