Re: Es kann nicht bewiesen werden, daß Gaeta die letzte Flucht war (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil @, Vorort Stuttgart, Freitag, 10. Juli 2015, 20:38 (vor 1728 Tagen) @ Baldur3433 mal gelesen

Hallo Baldur!

"Hallo, Eyspfeil,

kürzlich kam im Fernsehen ein Bericht über den Kirchenstaat und Pius den Neunten, der 1848 aus dem Vatikan flüchten musste:

Während der europaweiten und auch im Kirchenstaat stattfindenden revolutionären Erhebungen von 1848 floh er, nachdem sein Ministerpräsident Pellegrino Rossi ermordet worden war, am 24. November mit den Kardinälen nach Gaeta an der Küste Neapel-Siziliens. Nach der Wahl zur verfassunggebenden Versammlung wurde am 9. Februar 1849 die kurzlebige Römische Republik ausgerufen, die durch ein Triumvirat unter Mitwirkung des radikaldemokratischen Revolutionärs Giuseppe Mazzini geleitet wurde. Bereits am 3. Juli 1849 wurde die Republik von französischen und spanischen Interventionstruppen militärisch niedergeschlagen. Pius IX. kehrte erst im Frühjahr 1850 nach Rom zurück.

Er war wohl Don Bosco eng verbunden:

Pius IX. unterstützte Don Bosco bei der Gründung seiner Salesianer, weshalb man Pius IX. auch „Don Boscos Papst” nennt.[3] Ebenso unterstützte Pius IX. die Gründung der Ordensgemeinschaft der Oblaten des hl. Franz von Sales durch den französischen Priester Louis Brisson, die er 1875 anerkannte."

Moment mal! Erstens beschreibt Pfarrer Busch (also Don Bosco) eine Papstflucht, die
jediglich 200 Tage dauert. Das Gaeta-Exil Pius des IX. hingegen dauerte dauerte rund
500 Tage:

"Vom Beginn der Verbannung bis zum Gesang des Te Deum erhebt sich die Sonne 200 mal, Die ganze Zeit, die in der Erfüllung der Dinge vergeht, entspricht 400 Erhebungen der Sonne."

Die Hauptereignisse erstrecken sich also nur über rund 13 Monate und innerhalb eines
einzigen Jahres. Flieht also der Papst etwa zu Beginn des Russenfeldzuges irgendwann
Anfang August im Jahr X, und man zieht nochmals 200 Tage ab, dann kann man den Beginn
auf den Januar X datieren. Zurück nach Rom kömmt er etwa um den 1.April des Jahres X+1.
=> Also das Jahr X, in dem die Kühe schon im Monat März auf vollen Weiden grasen.;-)

Falls es sich um die Gesichte Boscos nicht um einen Aprilscherz handelt.;-)
Klar, was ein Mann um 1860 mal geträumt hat, und ob die Geschichte wirklich
in der Zukunft so eintrifft, das kann nicht mehr als sowas wie Glauben sein.
Das zwingt Dir auch niemand auf, zu glauben.
Ich bin gewiß kein Evangel... äh Katholizist, der alles dafür tut,
damit Du jaa katholisch bleibst.:-D

Aber zweitens: "Angesichts dessen wäre es ein starkes Argument,
die "Papstflucht" für bereits abgehakt, weil passiert, zu betrachten."

In der Geschichte seit dem MA gab es schon mehrere Papstfluchten bzw. Exile.
Wo ist der Beweis, daß Gaeta 1848-1850 die absolut letzte Papstflucht war?
Auf der Welt geht es gefühlt zunehmend unruhiger und unsicherer zu.
Also ich halte es für durchaus denkbar, daß in Italien mal Unruhen ausbrechen
(dem Himmelskörper /Funkenregen / den vielen Flüchtlingen etc.pp geschuldet)
und der Papst dann mal kurz in die relativ sichere Schweiz flieht.

Beste Grüße,

Eyspfeil


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