es bleiben viele Fragen offen (Schauungen & Prophezeiungen)

Baldur @, Donnerstag, 28.05.2015, 09:23 (vor 2111 Tagen) @ IFan (5491 Aufrufe)

Hallo, IFan,

angeblich sollen die Informationen über den Sepp Wudy von Watzlik 1944 an Friedl übergeben worden sein.
Friedl schrieb sein Buch 1974, 30 Jahre nach Kenntnisnahme und rund 60 Jahre nach Wudys Tod. Es bleibt Hörensagen.

1974 aber waren Kriegsangst (Vietnamkrieg!), Angst vor Giftgas und Atomkrieg greifbar, die erste Ölkrise stand ins Haus, die Anti-Atomkraftbewegung wurde aktiv. 1972 schrieb der Club of Rome das Dossier "die Grenzen des Wachstums".

Das Gesagte war 1974 also durchaus Allgemeingut (bis auf die wegfallende Grenze).

Und gerade da zieht Friedl das weisse Kaninchen aus dem Hut und präsentiert die Aussagen des Sepp Wudy, die genauso sensationell klingen wie die von Irlmaier oder den Feldpostbriefen. Einen Beleg aber liefert er nicht.

Sollen wir ihm das einfach so glauben? Friedl war kein Forscher, er schrieb Romane. Nun, das kennen wir doch aus der jüngeren, finsteren Vergangenheit, aufgrund derer es bestimmte Romantexte geschafft haben, als offenkundige, historische Wahrheit zu gelten, die anzuzweifeln mit Haft bestraft wird.

Vielleicht war Wudy real, vielleicht sind es sogar seine Aussagen, aber da Friedl ausdrücklich auf die Herkunft durch Watzlik (nach Mitteilung von...) verweist, und Watzlik gar schräge und märchenhafte Sagen sammelte, klingt das für mich wie der Vorläufer der Bekh' schen - frei erfundenen - Erna Stieglitz.

Beste Grüsse vom Baldur


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