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Kurze Zeit, dann Goldenes Zeitalter? (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 13.03.2017, 14:03 (vor 1730 Tagen) @ BBouvier (4548 Aufrufe)

Hallo!

Denn Irlmaier behauptet doch:
"Die Münchener (!) brauchen ... keine Angst haben ...
... schnell gehts vorüber!
"

Dem widerspricht nicht nur ITOmas Schau, die darauf schließen läßt, daß man mit Ach und Krach gerade nicht verhungert, sondern auch die Zahnarztangestellte, die in Münchner Vororten (Ottobrunn, Neubiberg) Panzer sah, außerdem 1,5 Meter Flut in Isarnähe und:

"Was München angeht wird in auch in Solln, in Harlaching,… geplündert, die Straßen verbarrikadiert und geschossen, je nach ‚Waffendichte‘ und Sozialstruktur (meine Übersetzung)."

Es ist wohl davon auszugehen, daß im Falle eines vollständigen Zivilisationsabbruchs (wegen Abreißens der weltweiten Wirtschaftsketten und Unfähigkeit der Deutschen zur Selbstversorgung) München wie alle Millionenstädte zu einer sporadisch bewohnten, desolaten Steinhöhlenlandschaft wird. Die Zahnarztangestellte und ITOma beschreiben lediglich Zwischenstufen. Für den späteren Zustand rufe man sich die Aussagen Maud Kristens zu Paris ins Bewußtsein:

„Die Tour Montparnasse (ein markanter Wolkenkratzer in Paris, Anm. d. Verf.) ist umgestürzt. Jugendliche mit zerrissenen Kleidern, kahlen Köpfen oder seltsamen Frisuren, riesigen Ringen und Tätowierungen wärmen sich an Feuern.
Vermummte Gestalten schlagen mit Eisenstangen die Scheibe eines Bistros in der Nähe der Bastille ein, darauf folgt ein Massaker. Es ist sehr heiß.
Ein verwüsteter Vorort mit verwilderten Gärten. Die Fenster sind scheibenlos. Die Fassaden der Häuser sind allesamt gelb verfärbt. Schmerzhaftes Stechen in Augen und Nase wie von Tränengas. Wäsche trocknet im Freien. Kein Mensch ist zu sehen. Der bewölkte Himmel ist von braun-violetter Farbe.
In La Défense (hochmoderner Randbezirk von Paris, Anm. d. Verf.) ist alles verwahrlost. Ausländer mit verhüllten Gesichtern und Maschinenpistolen lungern herum. Alles ist von einem Staub bedeckt, es ist furchtbar heiß.
Am Flughafen von Orly singen und beten sehr viele Menschen inbrünstig. Sie tragen dunkle Gewänder, sind aber keine Orientalen. Der Himmel ist braun-violett. Schmerzen in Nase und Hals.
Ein gigantisches Feuer in New York, Bomben oder Blei vom Himmel, eine schreckliche Hitzewelle, Leichen, Explosionen. Eine andere Stadt wird von Wasser begaben. Nach den Katastrophen folgt ein glücklicher Neuanfang.“

Irl-/Adlmaiers Aussage ist wohl so gestaltet, daß die Leser gleichermaßen beruhigt und aufgeregt sein und sich in schaurig-wohliger Naherwartung zurücklehnen können. Wenn es erst mal kracht, wird es nicht bald wieder besser, und es kommen nicht massenhaft Lebensmittel herein. In diesem Sinne sei auch an Bandhus Szene in Hannover erinnert, wo sich jemand fragt, wie ohne Häfen die Versorgung funktionieren soll. Da dieser Kollaps weltweit ist, können wir nicht erwarten, daß irgendwo ein Überschuß produziert wird, der uns auch noch altruistisch und aller Transportschwierigkeiten zum Trotz geschenkt wird.
Die simple, anzuerkennende Tatsache lautet, daß es erst dann wieder besser wird, wenn so viele Menschen verhungert sind, daß sich der Rest von seiner Scholle selbst ernähren kann. Darauf wird es, gleich ob die Schauungen eintreffen oder nicht, langfristig hinauslaufen. Wir leben in einer historischen Seifenblase, in der eine Massenbevölkerung künstlich herangezüchtet wurde, die von einem wackeligen und an seiner eigenen Substanz zehrenden Gesellschafts- und Wirtschaftssystem abhängig ist. Technische Lösungen, auf die immer wieder spekuliert wird, entsprechen dem deus ex machina bzw. der Ankunft des Messias in der säkularen Fortschrittsreligion der Moderne. Darauf wird man bis zum Ende vergeblich warten.

Sehr viel später könnte es übrigens so aussehen, wie eine der Probandinnen Perinciolis Berlin beschrieb:

„Jetzt wirst du einen Sprung machen nach Berlin, in die Strasse, in der du wohnst, und sehen, was dort in Zukunft vor sich gehen wird… in einer fernen Zukunft. Lass dich einfach in diese Zeit hinein plumpsen.

‚Ich sehe nur Ruinen, alles zertrümmert und menschenleer und auch ohne Autos, nur ein paar total verbeulte.‘

Hat es gebrannt?

‚Nein, es ist wie ein Einschlag von oben oder eine Erschütterung von unten, als ob das alles gewackelt hätte, wie ein Erdbeben.‘

Wenn du dich jetzt Hundert Meter über der die Stadt hinaushebst und dann in die Umgebung blickst, wie sieht dort die Landschaft aus?

‚Es ist als ob da ein Erdbeben gewesen wäre. Selbst der Teufelsberg ist gespalten, wie wenn man eine Apfelsine aufmacht. Wahrscheinlich ist das, was da oben war reingefallen.‘

Kannst du in diese Spalte hineingucken und sehen, ob da was liegt?

‚Da sehe ich nur Wasser und nicht was darin liegt.‘

Wenn du jetzt vom Teufelsberg weiter in Richtung außerhalb der Stadt guckst, wie sieht es da aus?

‚Ich sehe Bäume und Wiesen und zwischendurch kleine Wassertümpel, keine Häuser mehr.‘

Was für Arten Bäume?

‚Laubbäume mit kräftigem Grün. Die Luft ist unheimlich klar und sauber, ganz klar und ein ganz blauer Himmel.‘

Im Widerspruch zu letzterem steht übrigens ITOmas Beschreibung Europas in fernern Zukunft, in der Berlin komplett überschwemmt ist und München in einer dicht besiedelten Region liegt:
https://schauungen.de/wiki/index.php?title=ITOma#Vision_der_.C3.9Cberflutung_Nordeuropas

[image]

So haben wir diesbezüglich tatsächlich zwei Varianten.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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