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Nostradamusverse zum Himmelskörper (Schauungen & Prophezeiungen zum Weltgeschehen)

Taurec ⌂ @, München, Donnerstag, 07. Januar 2010, 23:19 (vor 3671 Tagen) @ Keynes5529 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Mittwoch, 27. November 2019, 16:19

Hallo, Keynes!

Willkommen im Forum!

In meinem Buch werden dereinst mal ein paar Nostradamusverse diesbezüglich stehen.
Was anderes zum Zeitpunkt des Auftauchens haben wir nicht und es ist auch gar nicht klar, ob die Verse richtig gedeutet sind (falls BBouvier noch was einfällt, möge er mich ergänzen). Das Problem ist, daß Nostradamus oft ganze Zeitperioden in einem Vers zusammenfaßt, so daß eine eindeutige Datierung der Ereignisse zueinander kaum möglich ist. Die Verse sind also sicherheitshalber als spekulative Ergänzung aufzufassen.

II/41:
La grand’ eſtoille par ſept iours bruſlera,
Nuée fera deux ſoleils apparoir:
Le gros maſtin toute nuict hurlera,
Quand grand pontife changera de terroir.

Der große Stern wird sieben Tage lang brennen.
Eine Wetterwolke wird zwei Sonnen erscheinen lassen.
Der große Bluthund wird die ganze Nacht heulen,
wenn der große Papst das Land wechselt.

=> Das lässt annehmen, daß er zum Zeitpunkt der Papstflucht (kurz vor Kriegsbeginn Anfang August) bereits sichtbar ist. Womöglich seit einer Woche.

V/65:
Subit venu l’effrayeur ſera grande,
Des principaux de l’affaire cachés:
Et dame en braiſe plus ne ſera en veue.
Ce peu à peu ſeront les grans fachés.

Überraschend gekommen wird der Schrecker groß sein,
von den Verantwortlichen der Angelegenheit vertuscht
und die angesengte Dame wird nicht mehr im Blick sein.
Deswegen werden nach und nach die Großen erregt sein.

=> Plötzlich ist er sichtbar und allen bekannt.
Davor wußten nur die Regierungen davon, die seine Existenz vertuscht haben (ist also mit Teleskopen bereits sichtbar, wenn man weiß, wo man suchen muß).
Die angesengte Dame ist die französische Republik, bzw. deren Symbol die "Marianne" (äquivalent zum deutschen Michel). Die ist angesengt. Es brennt dort also. Das könnte heißen, daß die Revolution bereits stattfand, bzw. daß Paris bereits gebrannt hat. Revolutionsbeginn ist etwa 40 Tage vor Kriegsbeginn. Davor gibt es sicher bereits Unruhen. Durch den Himmelskörper erscheint die Lage im Lande erstmal weniger wichtig. Der Zeitpunkt des Sichtbarwerdens ist unklar. Der Zeitraum deckt sich aber mit II/41, also dem Zeitpunkt der Papstflucht.
Und den Mächtigen rutscht der Hintern in die Hose, weil sie merken: "Bald kracht's."

III/34:
Quand le deffaut du Soleil lors ſera
Sur le plain iour le monſtre ſera veu:
Tout autrement on l’interpretera,
Cherté n’a garde nul n’y aura pourueu.

Wenn der Fehler an der Sonne ist
Wird man das Monster am hellichten Tage sehen
Ganz anders wird man es deuten
Teuerung ohne Schutz, niemand wird dafür vorgesorgt haben.

=> Angenommen, der Himmelskörper kommt aus Richtung Sonne, was wohl der Fall ist, wenn er, wie der Waldviertler sagt, im Süden der Ekliptik steht: Dann bezieht sich der Fehler an der Sonne darauf, bzw. vielmehr auf die den Himmelskörper begleitende Wolke (dazu passt z. B. die Verdunkelung beim Funkenregen). Siehe "Wetterwolke" in Vers II/41.
Den Himmelskörper wird man am hellichten Tage bereits sehen können (ist also schon recht nahe). Man wird ihn anders deuten. Vielleicht etwa: "Der trifft uns nicht und zieht vorbei, bzw. der hat mit uns nichts zu tun."
Teuerung ohne Schutz deutet auf wirtschaftliche Probleme (Inflation) zu der Zeit hin, taugt aber kaum als Datierungsanker. Eine zeitliche Nähe zu den Unruhen in Europa ist aber anzunehmen.

IV/28:
Lors que Venus du Sol ſera couuert,
Soubs l’eſplendeur ſera forme occulte:
Mercure au feu les aura deſcouuert,
Par bruit bellique ſera mis à l’inſulte.

Dann, wenn die Venus von der Sonne bedeckt sein wird
Wird unter dem Glanz die Form verborgen sein
Ein feuriger Merkur wird es ihnen offenbaren
Durch Kriegsgeschrei wird er in Verhöhnung geraten.

=> Die Venus steht hinter der Sonne (also ein "umgekehrter" Venusdurchgang).
Unter dem Glanz (der Sonne) wird die Form (des Himmelskörpers) verborgen sein, d. h. die Sonne überstrahlt in noch. Der Vers bezöge sich dann auf eine Zeit, bevor er mit dem Auge gesehen werden kann.
Der feurige Merkur ist nicht etwa der Merkur, bzw. dessen glühender Kern, wie Ewald und der Walviertler annehmen, sondern der antike Götterbote. Der "feurige Merkur" kündet vom nahenden Unheil. Das ist entweder der dann plötzlich auftauchende Himmelskörper selbst oder ihm vorauseilende Trümmer, Vorimpakte.
Allerdings ist die Weltsituation angespannt und Krieg droht, bzw. ist mancherorts bereits ausgebrochen. Man wird wohl bemüht sein, die Sache kleinzureden und davon abzulenken. Dem entgegen kommt der drohende Weltkrieg, bzw. die Russen, die bereits in den Startlöchern stehen.

Das alles lässt wohl vermuten, daß er wenige Wochen (oder Monate) vor dem Kriegsbeginn entdeckt wird.
Kriegsbeginn ist vermutlich 9. August. Dafür spricht Irlmaier:
"Wie lang es dauert, weiß ich nicht. Ich sehe drei Neuner, der dritte Neuner bringt den Frieden."
1. Neuner: Kriegsbeginn am 9. August (und zu Mariae Himmelfahrt am 15. August stehen sie laut anderen Sehern im Rheinland)
2. Neuner: 9. September
3. Neuner: 9. Oktober, Beginn der Finsternis, der Krieg wird übernatürlich beendet.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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