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offenbar wie 1816, beim "Sommer, der ein Winter war" (Schauungen & Prophezeiungen)

BBouvier @, Donnerstag, 07.01.2010, 01:13 (vor 4514 Tagen) @ Taurec (5793 Aufrufe)

<"Denn jetzt beginnt eine Wassernot vom kleinsten Tale bis in die breitesten Ebenen der Ströme. Rasch schmilzt der Schnee und verwandelt die Bache in wilde Flüsse, die Flüsse in reißende Ströme und die Ströme in Meeresfluten. Ganze Dörfer werden weggeschwemmt mit Tausenden von jammernden, rettungslosen Menschen.“

"Das ist vielleicht zeitlich nach den Kältesommer mit hartem, schneereichen Winter im Anschluß (womöglich „Fimbulwinter“) einzuordnen."

Ich stimme Taurec zu.
Einfach mal bei Google "Hochwasser 1816"
(das ist der Sommer der Schneestürme in den USA)
eingeben.

Da findet sich exemplarisch folgendes:
=>
„Schon am 25. und 26. mai 1816 ereigneten sich in Hof Wolkenbrüche solchem Ausmaß, dass die Erdgeschoss-Wohnungen der tiefer liegenden Häuser in der Pfarr und Vorstadt voll Wasser standen. Die Wassermassen fluteten mit großer Gewalt die „Chaussee“ hinab in die Pfarr wo sie ein starke Mauer umrissen. Das Haus des Blechschmidt wurde unterspült. Durch Stützen gelang es, dasselbe vor dem Einsturz zu bewahren. Das untere Stockwerk des Gasthofs „Zum roten Roߓ „wurde ganz mit Wasser angefüllt, dass niemand ein noch aus konnte und Keller und Gewölbe ersoffen“. Der Schaden auf den Feldern nahm größte Ausmaße an.

Bereits am 14. Juni folgte wiederum ein starkes Gewitter mit wolkenbruchartigem Regen. Viele Felder wurden „verschwemmt und abgerissen“. Nun hielt das Regenwetter wochenlang an. Viel Getreide wurde nicht reif. Was geschnitten wurde, verfaulte zum Teil auf den Feldern.“

Oder:
"Zwischen Mai und September 1816 gibt es nur 19 regenfreie Tage."

Oder:
=>
"3. Das historische Katastrophenhochwasser am Rhein im Winter 1815/1816

a) Einige der stärksten Hochwässer des Rheins einschließlich des Katastrophenhochwassers im Winter 1815/1816 waren sogenannte Weihnachtshochwässer. Dazu muss man wissen, dass der Rhein hochwassermäßig ein Westalpenfluß ist. Zwar entwässert der Alpenrhein große Teile der Ostalpen, aber deren Schmelzwasser wird zunächst vom Bodensee aufgefangen, der wegen seiner riesigen Fläche nur einige Dezimeter ansteigt und das Wasser dann langsam an den Hochrhein abgibt. Die Schneeschmelze in den regenreichen Westalpen dagegen fließt nur vermindert durch einige Stauseeen über die Aare direkt in den Oberrhein. Ein niederschlagsreicher kalter Frühwinter kann wochenlang oder monatelang diese Niederschläge als Schnee in den Westalpen speichern. Erhebliche Mengen Niederschlag können so auch Schwarzwald (Einzugsgebiet des Neckars) und Vogesen (Gebiet der Ill) speichern. Nun gibt es oft gegen Jahresende das sogenante Weihnachtstauwetter. Ist dieses intensiv, kann der aufgespeicherte Niederschlag flächig im gesamten Mittelgebirgsbereich und in den niedrigeren Alpenlagen freigesetzt werden. Das kann noch verbunden sein mit schweren großflächigen Regenfällen, die auf einen wassergesättigten oder gefrorenen Boden treffen.
Im Winter 1815/1816 war durch ein solches Weihnachtshochwasser, bedingt durch einen frühwinterlichen Wärmeeinbruch nach einem im Mittel- und Hochgebirge schneereichen Vorwinter, die gesamte pfälzische Rheinniederung bis zum Hochufer überflutet.

Und so weiter....

Gruss,
BB


- es ist gemein, Blinden Stummfilme zu zeigen
- eine schöne Theorie sollte man sich mit Forschung nicht kaputt machen
- Irlmaier: "Ein Mann erzählt das, was er irgendwo mal gelesen hat."


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