Globale erwärmung (Freie Themen)

Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 08:56 (vor 426 Tagen) @ Taurec1036 mal gelesen

Hallo Taurec,

Sie folgern quasi aus der eher zufälligen Konzentration radioaktiver Elemente in den Meeresströmungen auf einen kausalen Einfluß auf durch diese Meeresströmungen beeinflußte Wetterphänomene? Klingt nach klassischer Scheinkorrelation.
Das ist ähnlich absurd wie aus dem Anstieg des CO2s auf dessen Ursächlichkeit für die globale Erwärmung zu schließen.

Die Menge radioaktiver Materialien in der Umwelt dürfte in Relation verschwindend gering sein.
Möglicherweise kann sich dieses Unsinns hier mal ein rechenlustiger Physiker annehmen und die durch Zerfälle tatsächlich abgegebene Energiemenge berechnen. Sie drüfte winzig sein im Vergleich zu anderen auf die Atmosphäre wirkende Energiequellen, allen voran die Sonne.

Da braucht man gar nichts zu rechnen, den die gesamte Abwärme aller menschlichen Energiegewinnungsprozess trägt nur 1% zum gemessenen Temperaturnstieg bei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Globale_Erw%C3%A4rmung#Abw%C3%A4rme
Die paar Radioaktiven Stoffe, aus einem einzigen Atomkraftwerk können somit genauso wenig den Globus erwärmen, wie ein vorbeiziehender Himmelskörper niemals einen zerstörerischen Tsunami auslösen könnte. Weiters wurde die selbe Menge an Abwärme, die jetzt beim Zerfall, verteilt im Meerwasser entsteht, vorher mittels Kühlwasser aus dem Kraftwerk abgeleitet. Wo die Wärme entsteht, ist nicht wirklich entscheidend.

Es wäre eventuell möglich, dass Strahlung die Chemie der oberen Atmosphäre beeinflusst und somit das Klima verändert. Allerdings sind die Isotopen aus Fukushima ja im Meer gelandet, der Anteil der Isotopen der in die Atmosphäre kommt, dürfte verschwindend gering sein. Auch werden diese kaum in "kritische Höhen" aufsteigen, bevor sie wieder ins Meer abregnen.

Und zu deinem Vergleich mit CO2 sollte man noch sagen, dass es nun mal Fakt ist, dass CO2 einige Frequenzen der Wärmestrahlung absorbiert und die Wärme somit festhält.
Um wie viel ein gewisser Anstieg des CO2 Gehalts die Atmosphäre genau erwärmt, ist natürlich in der Praxis noch kaum zu berechnen. Die Erde ist nun mal kein Laboraufbau, in dem man die Gaszusammensetzung und Oberflächenabsorbtion der eingstrahlten Strahlungswellenlängen genau festlegen kann, sondenr ein koomplexes sich ständig entwickelndes System. Es kommt ja auch darauf an, wie sich CO2 verteilt, welchen Einfluss es auf Pflanzen und Bakterien hat usw. Die Erde ist Komplex und wir haben keinen zweiten Planeten, mit einem vergleichbaren Wettersystem, Weltmeeren oder Plattentektonik zum vergleichen.

Natürlich ist CO2 auch nicht das einzige Treibhausgas, es gibt noch viele andere, bei denen es auch jede Menge unwägbarkeiten gibt.
Methan etwa, ist ein weit stärkeres Treibhausgas als CO2, steigt aber im gegensatz zu CO2 nach oben und zerfällt seinerseits wieder relativ rasch zu Wasserdampf und CO2, wenn es mit radikalischen Sauerstoffionen reagiert.
Inzwischen erhöht der große Methanausstoß, durch den Menschen (Landwirtschaft, Fraking, Kunststoffzerfall...) schon die Anzahl der Wolken in großen Höhen.
https://www.welt.de/wissenschaft/article180164326/Was-sind-Leuchtende-Nachtwolken.html

Bis in die 80er Jahre, folgte die Entwicklung der globalen Temperatur fast ausschließlich den Änderungen der Sonnenaktivität. Seit den 1980er ist ein langfristiger Erwärmungstrend zu erkennen, der anhält, obwohl die Sonne in ihrer Aktivität nicht stärker wurde.
https://www.mps.mpg.de/4740073/Sonne-und-Klima-FAQ-2016.pdf
https://www.mpg.de/sonne/sonnenflecken
Die Frage ist halt, wie erklärt man sowas, außer eben dadurch, dass die Treibhausgase die Abwärme in der Atmosphäre halten?

Je wärmer es wird, desto mehr CO2 entweicht auch aus den Ozeanen, da in wärmeren Gewässern weniger CO2 gelöst sein kann, Hitzestress, kann Pflanzen am Wachsen hindern und so wird weniger CO2 gebunden ganz zu schweigen von dem Kohlenstoff der frei werden kann, wenn sich die nördlichen Gebiete erwärmen usw.

Weniger Treibhausgase zu emittieren ist auf jedenfall eine gute Idee. Jeder sollte das auch versuchen. Die Risiken sind einfach langfristig zu groß. Auch eine geringere Reduktion der Emission oder Verstärkung der Wirkung von CO2-Senken, kann schon einiges erreichen, schenkt es der Menschheit und der Natur doch Zeit um sich auf Veränderungen einzustellen. Ein langsamer Wandel ist leichter zu schaffen, als ein ruckartiger.

Grüße Explorer


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