Bäume als Regenmacher (Freie Themen)

Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 09:25 (vor 421 Tagen) @ BBouvier1038 mal gelesen
bearbeitet von Explorer, Dienstag, 21. August 2018, 09:42

Hallo BBOuvier,

Man denke da nur an die noch immer dicht bewaldeten Küsten
Irlands, Islands, Schottlands, Englands, Belgiens,
der Niederlande, Dänemarks und Frankreichs,
ohne die es in Luxemburg, Polen, Österreich,
der Schweiz und der Tschechei aussehen würde wie in der Sahara.

Wenn man sich Europa auf der Weltkarte ansieht, dann sticht ins Auge, dass es eine Halbinsel Eurasiens ist, die ihrerseits selbst aus vielen Halbinseln besteht. Iberische-Halbinsel,Apenninen-Halbinsel, Balkan-Halbinsel, Skandinavien. Das Meer ist nie weit weg, es kommt im normalfall überall Luft hin, die vom Meer kommt und voller Wasserdampf ist.

Vergleich aber die Topographie Europas mal mit der Asiens, Afrikas oder Amerikas. Die amerikanischen Doppelkontinente haben ja auch noch Gebirgszüge, die sich von Norden nach Südne erstrecken und die feuchte Luft, die vom Westen aus dem Pazifik kommt zu großen Teilen blockiert.

Bei so großen Landmassen, ohne Meereszungen wie dem Mittelmeer, Schwarzem Meer oder Ostsee, die quasi in die Landmasse hineinragen, wird der Niederschlag, den die Bäume generieren durchaus wichtig für das Landesinnere.

Bäume sind gute Regenmacher
Dass Regen gut für Pflanzen ist, weiß jeder Gartenfreund. Umgekehrt gilt das allerdings auch. Wissenschaftler haben jetzt untersucht, welche Auswirkungen die Vegetation einer Region auf das Wetter haben kann.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaforschung-baeume-sind-gute-regenmacher-a-439349.html


Der Regenwald macht sich den Regen selbst
In großen Teilen Amazoniens ziehen gegen Ende der Trockenperiode Wolken auf, die nicht den weiten Weg vom Atlantik gekommen sind. Sondern einen ganz kurzen aus den Baumwipfeln.
https://diepresse.com/home/science/5265855/Der-Regenwald-macht-sich-den-Regen-selbst


Terpene die von Bäumen emittiert werden, bilden gemeinsam mit Kaliumsalzen, die Pilze emittieren oft erst die nötigen Kristallisationskerne, für Regen.

Das diesbezügliche Gesetz lautet demnach also:
Falls irgendwo keine Bäume wachsen, liegt es daran,
daß woanders keine Bäume wachsen.
Bestes Beispiel: Die Sahara.
Falls jedoch irgendwo Bäume wachsen, ohne daß irgendwo anders
Bäume wachsen, dann liegt es daran, daß es dort regnet.
Oder anders herum.

Der Einfluss von Pflanzen hat letzten endes erst dazu geführt, dass die Sahara einst ein fruchtbares Land war.
Nur durch die Änderungen der Parameter der Erdbahn alleine, hätte es dort kein so günstiges Klima gegeben.
https://www.spektrum.de/magazin/wie-die-sahara-zur-wueste-wurde/826065

Ja, Bäume verbessern das Klima und die Lebensbedinungen.

Grüße Explorer


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