Radioativität, Klimawandel und ungeprüfter Glaube (Freie Themen)

Explorer, Mittwoch, 22. August 2018, 09:09 (vor 420 Tagen) @ Ranma1063 mal gelesen
bearbeitet von Explorer, Mittwoch, 22. August 2018, 09:22

Hallo Ranman,

Laut dem verlinkten Wikipedia-Absatz bezieht sich dieses eine Prozent auf Gebäudeheizung, industriëlle Prozesse und Verbrennungsmotoren. Mit der freigesetzten Radioaktivität hat das einfach nur nichts zu tun.

Ja, die Energie aus den radioaktiv strahlenden Isotopen ist ja auch ein Teil dieser vom Menschen genutzten Energie.
Die Isotopen in der Natur hätten sonst ihre Energie eben innerhalb des Atomkraftwerks abgegeben (industrieller Prozess). Darum gehört das dazu. Ich ging davon aus, dass dir das klar wäre. Ich hatte mal eine Arbeit gelesen, wo die Abwärme aller fossilen Brennstoffe und Kernspaltungen als weniger als 0,6% der Energie angegeben wurde, um die sich die Erde erwärmt, finde diese allerdins gerade nicht.

Allerdings ist es so, daß es für die meisten Klimamodelle vor allem entscheidend ist, wo die Wärme entsteht. Übrigens entspricht das auch der deutschen Politik, die alles immer dann als am schlimmsten betrachtet, wenn der deutsche Autofahrer etwas beitragen könnte, so daß man am besten den für das gesamte Problem abkassiert.

Ich höre immer nur, es ist egal wo CO2 frei wird, weil es auf der ganze Welt gleich wirkt. Und das die meisten Klimamodelle berücksichtigen würden, wo Wärme entsteht hab ich auch noch nie gehört. Die vom Menschen produzierte Wärme ist ja auch sehr gering, im Vergleich zu dem Einfluss der Treibhausgase auf die Strahlungsbilanz der Erde.

Ja, Fukushima als Ursache für Wetterphänomene an der Pazifikküste und allgemein die Radioaktivität als Ursache für die globale Erwärmung sind zwei verschiedene Themen, die nur über die Radioaktivität zusammenhängen. Über die Atmosphäre habe ich ein paar Daten zusammengetragen, aber das kostete mich bereits so viel Zeit, daß ich das nicht noch fürs Meer machen oder Berechnungen durchführen konnte. Vielsagend war jedoch die Reaktion der deutschen Legislative auf den Fukushima-Gau. Der deutsche Grenzwert für Radioaktivität wurde erhöht, damit Fische aus den Fanggebieten vor Japan (FAO 61) weiterhin in Deutschland verkauft werden durften!

Warum sollte den die Erde durch radioaktive Isotope wärmer werden? Die Isotope waren doch vorher schon auf der Erde. Etwas in der Erdkruste drinnen, geben sie genausoviel Wärmemenge beim Zerfall ab. Diese Wärme wird auch an die Oberfläche geleitet.
Nur durch Kernspaltungsprozesse wie sie etwas in Atomkraftwerken ablaufen, passiert dies eben schneller. Dies ist dann zusätzliche Wärme, die zu "industriellen Prozessen" zählt.

Und erhöhung der Grenzwerte für Strahlung in Fischen, sagt zu dem Thema gar nichts aus.

Absorbieren der Wärmestrahlung ist korrekt, aber die Wärme festzuhalten ist physikalisch unmöglich. Ein Material, das so etwas könnte, würde uns erlauben, einige Naturgesetze zu verspotten (statt andersherum).

Setze bitte statt "festhalten" "verlangsamung der abstrahlung von Wärmestrahlung" ein. Ist natürlich in der Beschreibung korrekter.

Manche schaffen jedoch präzise Berechnungen dazu, völlig ohne Kohlendioxid.

Hab mir das Paper mal angesehen. Was ich da doch merkwürdig finde, ist dass bei dieser Berechnung nicht mal die Menge an Energie berücksichtigt wird, die von der Sonne kommt.
Laut seiner Formel, wäre es völlig egal, ob ein Planet um einen Stern kreist oder nicht. Nur die Atmosphäre zählt für Ihn, ich habe da kein Wort über den Einfluss der Sonne gefunden.
Du etwa?

Interessant ist auch der folgende Abschnitt in dem Paper:

The average temperature on Mars is 218K; as suspected
from other work [1] this method is inaccurate for Mars, due
to the very low atmospheric pressure. It is only in
atmospheres with a pressure of over 10kPa (0.1bar) that
strong convection and a troposphere/tropopause is formed,
and its associated temperature gradient. Mars is included to
demonstrate the validity of the >10kPa rule. Now the gas
giants will be assessed; these planets do not have a defined
surface like the terrestrials have, so here they are given a
‘surface’ by using the Earth’s surface pressure of 101.3kPa (1
atm) as a level to use for this calculation.
Calculate for Jupiter [7]

http://article.sciencepublishinggroup.com/pdf/10.11648.j.earth.20170606.18.pdf
Scheint doch sehr gekünstelt worden zu sein, um auf schöne Rechenergebnisse für die Durchschnittstemperatur von Planetenoberflächen zu kommen oder?

Weiters hat er sein Model ja nicht auf Klimaveränderungen der Erde angewendet, sondern nur behauptet, mit seiner Formel kommt er fast genau auf die gemessenen Durchschnittstemperaturen der Planten.

Damit erklärst du sehr schön, warum die Kurve der Kohlendioxidemission der Temperaturkurve hinterherläuft und nicht etwas voraus!

Bis in die 80er war es so, ja.

Hier noch mal was, auch speziell zur Sonne, die laut dem neuen Paper gar keinen Einfluss auf das Klima haben sollte.
https://www.mpg.de/sonne/klima

Es kommt halt doch auf die Verteilung an. Der Einfluß zusätzlichen Kohlendioxids heißt korrekt globale Ergrünung. Darüber braucht man sich nicht zu wundern, denn jene, die langfristige Erdveränderungen erforschen, bezeichnen den Kohlendioxidgehalt als seit dem Ende der Dino-Ära bedenklich niedrig. Wegen des niedrigen Kohlendioxidgehalts existieren die meisten Pflanzen des Dino-Zeitalters heute nicht mehr und stattdessen entwickelten sich die Gräser.

Ich und ich denke mal die meisten anderen Menschen mögen die Pflanzen die derzeit auf der Erde wachsen.
Hier sieht es derzeit nicht nach globaler Ergrünung aus, die Wiesen und viele Bäume sind hier schon braun :-(

Sofern man sich darüber im Klaren ist, daß die wirksamen Treibhausgase Wasserdampf, Stickoxide wie Lachgas und die bisher zum Glück kaum freigesetzten halogenierten Schwefelgase sind. Methan trägt laut den neuesten Klimamodellen durchaus mehr dazu bei als die Klimapaniker, die nur den deutschen Autofahrer abkassieren wollen, zuzugeben bereit sind.

Das ist absolut richtig. Allerdings ist die Menge an CO2 derzeit unumstritten am größten. Aber die anderen sollte man natürlich nicht vernachlässigen.
https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article112339120/Extrem-schaedliches-Treibhausgas-NF3-auf-dem-Vormarsch.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/stickstofftrifluorid-treibhausgas-nf3-wird-staerker-kontrolliert-a-875367.html

Wie wäre es mit einem immer wieder ruckartigem Zickzackkurs? Das ist es nämlich, was von politischer Seite her betrieben wird.

Ich meinte damit auch gar nicht die Klimapolitik, sondern wie sich die Menschen auf die Änderungen einstellen.

Geringere Wasserstände von Flüssen etwa, führen dazu dass die Industrie nicht mehr über Flüssse Waren transportieren kann und dass thermische Kraftwerke mit weniger Leistung betrieben werden müssen, weil Kühlwasser fehlt oder zu warm ist. Da die Hitze gleichzeitig auch die Leistung der Solarzellen verringert, ist dies für die Energiesicherheit ein Problem. Die Industrie muss sich umstellen.
Landwirte müssen andere Pflanzen anbauen, wenn es wärmer wird und sich die Niederschlagsmuster ändern. Man muss mit Wasser insgesamt anders umgehen. Menschen müssen niedrig gelegene Küstengebiete verlassen, wo keine Deiche schnell genug gebaut werden können. Weiters müsse Gebiete, in denen es zu heiß wird verlasssen werden usw.

Grüße Explorer


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