RV (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta @, Samstag, 13. Mai 2017, 00:09 (vor 1235 Tagen) @ Steffomio2127 mal gelesen

Hallo Steffomio,

ich hatte geschrieben, dass Paris HEUTE eine unwichtige Stadt sei, und hatte das auf die aktuelle weltgeschichtliche Lage (wer entscheidet was ...) sowie auf die globale Macht- und Wirtschaftssituation bezogen. Aber jeder kann hier seine eigene Meinung haben ...

Ich habe noch Deine Spontanzeichnungen in Erinnerung und Deine Bemerkung, dass Du Dich mit Remote Viewing beschäftigst. Ich nehme das als Gelegenheit, den 'Schauungszustand' damit in Beziehung zu bringen. Möglicherweise sind Dir selbst die Zusammenhänge längst vertraut, jedoch mag es ja den einen oder die andere Mitleserin hier interessieren.

Meine Standardaussage ist, dass der Schauungszustand eintreten kann, sobald der Bewußtseins- und Aufmerksamkeitsstrom von anderen Inhalten zumindest teilweise entleert ist. Was im Schauungszustand dann 'gesehen' wird oder getätigt werden kann, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Präkognitionen (wenn als solche erkannt oder vermutet) sind nur eine von vielen Möglichkeiten der Erfahrungen in der Schau.

Das RV hat nun die Eigenart, dass parallel zu den hellsichtigen oder präkognitiven Wahrnehmungen die 'Testperson' mit Zeichnen und Schreiben beschäftigt ist, unter Umständen auch mit Wortäußerungen. Diese 'Nebenbeschäftigung' scheint sehr intensiv zu sein. Und das RV nähert sich hier anderen Zuständen an, etwa einer starken körperlichen (Dauer-) Anspannung beim Sport oder einem völligen Aufgehen, d.h. vollständiger kreativer Konzentration bei einer künstlerischen Performance (Musik, Malen). Offenbar wird dadurch (also durch kritische Belastung) ebenfalls das 'Tor zur Schau' geöffnet.

In Stuttgart-Feuerbach gibt es ein privates Institut für Gehirnforschung, das dieser Frage nachgegangen ist. Bereits vor 20 Jahren hat die RV-Szene den Kontakt zu diesem Institut aufgenommen. Der Leiter, Günter Haffelder, interpretiert den Sachverhalt so: das Schreiben etc. ist eine Tätigkeit der linken Gerhirnhälfte, und wenn diese komplett in Beschlag genommen ist, dann verliert sie die Kontrolle über die rechte Gehirnhälfte (wo jene Prozess angesiedelt sind, die wir im Alltag eben 'unterdrücken'). Die rechte Gehirnhälte kann dann ihre eigenen 'Einwürfe' bringen, und die stammen unter anderem eben auch aus jenen Bereichen, in denen die Orgnae der übersinnlichen und präkognitiven Wahrnehmung verortet sind. Der Kontakt zu diesen Bereichen wird hergestellt durch die 'Absicht', ein bestimmte Aufgabe lösen zu wollen (etwa ein Bild zu erkennen, das in einen Briefumschlag eingeschlossen ist).

Während die Leistungen des RV in Bezug auf Hellsichtigkeiten außer Frage stehen, liegt der Ertrag von RV-Sitzungen in Bezug auf die Prägkognition keinesfalls über dem Durchschnitt. Bei entsprechenden Experimenten ist außerdem folgende Fragestellung bzw. Beobachtung aufgetaucht: wenn irgendeine lebende Person weiß, welches Ereignis in Zukunft auftreten wird (etwa: jemand soll zu einem vereinbarten künftigen Zeitpunkt einen ebenfalls vereinbarten Ort aufsuchen), dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ein solches Ereignis von RV auch vorausgesehen wird. Ereignisse, die aber niemand bekannt sind, werden weniger häufig/präzise mit RV vorausgesehen. Dies spricht für eine Form von Telepathie (selbst wenn die Kontaktperson dem RV-Seher gar nicht bekannt ist!!).

Die Frage entsteht nun: wie könnte man ein Ereignis voraussehen, von dem niemand etwas weiß, ein Rückgriff auf einen anderes (wahrnehmendes oder wissendes) Bewußtsein also nicht möglich ist: man blickt dann direkt auf die 'künftige Realität'. In einem solchen Fall müsste man zumindest eine gewisse allgemeine Vorgabe an den Remote Viewer machen: 'schaue' bitte einen Autounfall in Paris. Da besteht dann eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Ereignis eintritt, und man muß dann die spezifischen Details der Schau aufschreiben und mit künftigen Polizeiberichten abgleichen. Solche und vergleichbare 'Experimente' sind sehr mühsam, das Remote Viewing irgendwie umständlich. Jedoch ist es eine brauchbare Technik für den, der sich damit anfreunden kann.

MfG, Sagitta


Nachstehend einige LINKs für diejenigen, die sich weiter in die obigen Fragestellungen vertiefen wollen:

http://www.gehirnforschung.com/

https://www.youtube.com/watch?v=7Y91jG_dOZw

Günter Haffelder macht ein EEG, jedoch mit anderen Ableitungspunkten als in der Neurologie sowie mit anderen Auflösungen der Signale (Fast Fourier, nach Gehirnhälften getrennt). Er hat ein selbst entwickeltes Interpretationsmodell. Aufgrund seiner großen Erfahrung kann er in eine Person zuverlässig 'hineinsehen' (Standardkonflikte und -traumata u.ä. in den Signalen erkennen, weil diese permanente Signalmuster hinterlassen, muskulären Blockaden entsprechend). Therapeutisch arbeitet er u.a. mit einer Synchronisation zwischen den beiden Gehirnhälften (u.a. durch triggernde akustische Signale). Im zuvor verlinkten Video bitte auf das Stichwort 'Mikrobewegungen' achten: sowohl die Ereignisse der Biographie wie auch jegliche Art von neuem Lernen werden via Muskelbewegungen gespeichert. Bei den 'akustischen Reizen' verwendet Haffelder ausschließlich 432-Hz-Musik mit langsamen Einspielgeschwindigkeiten, hat deswegen ein ganzes Orchester einmal verpflichtet, um bestimmte Musikstücke so spezifisch aufnehmen zu lassen. Mit seinen therapeutischen Techniken erzielt er manchmal spektakuläre Erfolge (holt Menschen aus dem Wachkoma oder bessert 'aussichtslose' neurologische Fälle). Bemerkenswert ist seine Offenheit für parapsychologische Fragestellungen, wo er ebenfalls über sehr große Erfahrung verfügt.

https://www.youtube.com/watch?v=65zYMOMDGVE&feature=plcp

Aufzeichnung des ersten Besuches der Remote Viewer bei Haffelder. Seine Interpreation ab 05:00 min.

https://www.youtube.com/watch?v=R6kgZTqJ5eY

Beispiel für eine einfache RV-Sitzung. Bei 14:36 min die Gegenüberstellung von 'geschautem Inhalt' und vorgegebenem (aber zuvor unbekanntem) Bild (=Target).

Artikel über Experimente von RMV in Richtung Präkognition:

https://www.princeton.edu/~pear/pdfs/1979-precognitive-remote-viewing-stanford.pdf

sehr wichtig: es wurde hier mit untrainierten Versuchspersonen gearbeitet.

http://icrl.org/wp-content/uploads/2016/12/1996-precognitive-remote-perception-replication.pdf


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