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Die alte Leier (Schauungen & Prophezeiungen)

Taurec ⌂ @, München, Montag, 08. Mai 2017, 14:43 (vor 1195 Tagen) @ Baldur2944 mal gelesen
bearbeitet von Taurec, Montag, 08. Mai 2017, 23:27

Hallo!

Leider lässt sich nicht entnehmen, wann das stattfinden soll. Seit Deinen Eindrücken sind ja wieder bereits rund 15 Jahre vergangen, ohne, dass die Situation eingetreten ist.

Die Forderung nach konkreten Daten zur Planungssicherheit, wird vom Phänomen Schauungen regelmäßig nicht erfüllt. Folglich hat es auch keinen Sinn, mit dieser Erwartung an Schauungen heranzugehen und ihm dann die eigene Enttäuschung zum Vorwurf zu machen. ;-)

Was die Wahlen damit zu tun haben sollen, erschließt sich nicht. Mir scheint, Du hast nur auf eine Möglichkeit gewartet, Deinen Verdruß am System auszuschütten, womit Du allerdings das Thema des Fadens auf unnützes Nebengleis ziehst, auf dem es wieder um Deine Fixierung geht.

Die gesehene Szene könnte ebenso den Zustand nach einer globalen oder wenigstens kontinentalen Naturkatastrophe zeigen. Das könnt tatsächlich jederzeit stattfinden.
Das Gefühl, daß nichts Lebendiges mehr vorhanden sei, deutet sogar auf einen Kataklysmus hin. Nach einem gesellschaftlichen Zusammenbruch mit Massensterben sollten zumindest noch Ratten, Straßenköter, Aasfresser und Völgel in der Stadt sein. Ebenso ist der finstere Taghimmel ungewöhnlich. Perinciolis Probanden sahen zum Beispiel ein von der Natur zurückerobertes Berlin unter einem blauen Himmel, wie es längere Zeit nach der Katastrophe zu erwarten wäre. Dem entsprechend zeigt Ottos Wahrnehmung wohl den Zustand kurz danach.

können wir bis zum Sankt Nimmerleinstag auf eine Abkehr von den bisherigen Entwicklungen warten, egal, was auch immer gesehen wurde.

Ja, natürlich! Wann hat denn jemals ein toter Körper im laufenden Prozeß beschlossen, mit der Verwesung aufzuhören? Es geht notgedrungen so lange weiter, bis absolut nichts mehr übrig ist, das Dir lieb und teuer ist.
Der (Volks-)Körper hat aber ebensowenig seine eigene Verwesung per Wahl beschlossen. Massenwahlen sind lediglich ein Kennzeichen der Freiheit von der organischen, aufwärtsstrebenden Form einer Hochkultur. Sie sind kein Positivzeichen, daß etwas vorhanden wäre (Wille und innere Verfassung), sondern daß etwas fehlt. Demokratie ist die anorganisch, verfassungsmäßig festgeschriebene Anarchie (Regel-, Sinn- und Ziellosigkeit). Die überbordende Bürokratie täuscht nur darüber hinweg, daß ein inneres Formprinzip fehlt. Inhaltlich (was von wem und wievielen gewählt wird) sind Wahlen ohne Bedeutung. Jede Wahlalternative, auch die rechtsgerichteten, bedeuten immer eine Wahl der Verwesung.
Daß Du stets den Leuten ihr Wahlverhalten zum Vorwurf machst, deutet darauf hin, daß Du Dir der Grundbedingungen unserer Zeit noch nicht ganz bewußt bist und noch immer auf gängige Fiktionen hereinfällst, z. B. daß Wahlen tatsächlich den Lauf der Geschichte beeinflussen würden.

Man bedenke, daß hier Bevölkerungsmassen zu den Urnen treten, die in der Nachkultur in widernatürlichem Umfelde von der Maschinenwelt herangezüchtet wurden. Vermutlich aufgrund dessen treibt diese vermassten, degenerierten Objekte ein instinktiver Todeswunsch. Dies wird so lange währen, bis aus der Masse Viel-zu-Vieler eine Bevölkerung geworden ist, die auf ihrem Lande in Eigenständigkeit leben kann, ohne auf den "Vater Staat" angewiesen zu sein. Auf ihn angewiesen sind sie indes nicht, weil sie es so wollten, sondern weil es in der Natur des Entwurzelten liegt.
Sofern das weiter diskutiert werden soll, bitte ich um einen neuen Faden dazu, denn hier sollte es eigentlich um Ottos Schau gehen.

Gruß
Taurec


„Es lebe unser heiliges Deutschland!“

„Was auch draus werde – steh’ zu deinem Volk! Es ist dein angeborner Platz.“


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