OT: Astrologisches zur Kathedrale (Schauungen & Prophezeiungen)

Sagitta @, Mittwoch, 10. Mai 2017, 00:41 (vor 1238 Tagen) @ Taurec2614 mal gelesen

Guten Abend!

Ich hatte mir Notre-Dame vor einiger Zeit mal angeschaut. Die Grundsteinlegung war zwischen dem 24.3. und 25.4.1163 (durch den damals anwesenden Papst Alexander III., der vor den Staufern aus Rom geflohen war, über Genua ...). Astrologisch verwertbar ist hier die Konstellation Neptun/Saturn in Schütze (religiöser Bau), in Opposition zu Pluto in Zwillinge (polar dazu, also wenig religiös, die Darstellung von Macht), mit einem Trigon bzw. Sextil zu Uranus in Wassermann (u.a. technische Innovation bzw. Kreativität).

Die Verbindung Neptun/Saturn bleibt prägend für die weitere Geschichte: bei der Einweihung des Chores am 19. Mai 1182 (julianischer Kalender und vermutlich gegen Mittag) haben wir die beiden Planeten SA/NE nun in einer recht genauen Opposition zueinander (volle Ausfaltung der potentiellen Spannung), der Uranus im genauen Quadrat (unfertig).

Bei vielen wichtigen Ereignissen in der Geschichte des Bauwerkes bleiben fortan die genannten Planeten involviert. Zur Zeit der französischen Revolution (1789f.), als Notre Dame entweiht wird, haben wir eine Kreuz-Konstellation zwischen Saturn/Uranus/Neptun/Pluto, mithin eine maximale gegenseitige Blockade und Spannung. Da diese Kräfte damals (1793) in Resonanz zu den Konstellationen bei der Einweihung (1182) standen, hätte man eine 'Wirkung' (Auslösung) erwarten dürfen. Tatsächlich wurde die Kirche dann nicht nur entweiht sondern auch materiell beschädigt.

Die nähere Zukunft betreffend ergeben sich zur Mitte der 2020er Jahre wieder kritische Konstellationen (Pluto erreicht die Position der Neptun-Saturn-Opposition des Jahres 1182). Sie genügen meiner Ansicht nach aber nicht für eine Zerstörung der Kirche.

Die gegenwärtige Astrologie hat in meinen Augen nicht den Grad der Reife, den sie haben könnte. Es wird nicht ernsthaft genug geforscht und gearbeitet, obwohl heute alles bereit läge für eine solche Aufgabe. Deswegen bleiben astrologische Prognosen immer bruchstückhaft und im Bereich von Wahrscheinlichkeitsaussagen. Die persönliche Erfahrung kann das etwas ausgleichen, aber das ist keine echte Sicherheit. Ich wenigstens rechne nicht mit einer gravierenden Beschädigung von Notre Dame in diesem Jahrzehnt.

Bei Nostradamus taucht eine Zahl auf, die mich selbst stark beschäftigt, und die man auch an der Geschichte von Notre-Dame aufzeigen kann. Von der Funktionsaufnahme (1182) an gerechnet bis zur Aufgabe der Funktion (1790) ergeben sich 608 Jahre. Diese Zahl findet sich sehr häufig als Bruchlinie bei historischen Prozessen. Die Kirche steht ab 1790 für etwa 10 Jahre leer bzw. wird für den neuen "Kult der Vernunft" und dann als Lager genutzt. Nach 1800 werden Gottesdienste wieder aufgenommen, aber das Gebäude bleibt in einem desolaten Zustand. Erst durch den Roman von Victor Hugo (Glöckner) enstehen wieder Empfindungen für das Bauwerk (jedoch nicht mehr Empfindungen des Glaubens sondern einer sentimentalen Romantik und des Musealen). Es beginnt danach dann wieder eine umfassende Renovierung. Das entspricht dem Beginn eines neuen Zyklus. Man müsste die Konstellationen dieser Jahre um 1840 genau anschauen, eventuell sind sie so günstig, dass das Bauwerk noch mehrere hundert Jahre bestehen kann. Ich möchte es fast vermuten.

Die genannten sechs Jahrhunderte als geschichtliche Periode korrelieren sehr wahrscheinlich mit einer Planetenbahn im äußeren Planetensystem, die noch nicht entdeckt ist (die aber neben dieser Empirik auch aufgrund einer mathematischen Proportion in Sonnensystemen postuliert werden kann, Stichwort Titius-Bode-Reihe). Nostradamus, und deswegen habe ich das erwähnt, hat diese Periodenbildung ebenfalls beobachtet, in 3/56 nennt er sie (mit einer nicht erwartbaren, professionellen Präzision). Die Halbzeit davon sind rund 300 Jahre. Das ist in der Geschichte die durchschnittliche Laufzeit einer machtpolitischen Entfaltung. Nostradamus erwähnt diese Periode gleich in der nächsten (!!) Strophe 3/57 für England (290 Jahre) und in 10/100 nochmals mit 300 Jahren.

Zusammenfassend meine Antwort auf die gestellte Frage: Die Kathedrale Notre-Dame de Paris wird in diesem Jahrzehnt nicht gravierend beschädigt werden. Nach 2020 (Ingress Saturn in den Wassermann) sind kleinere Störungen denkbar (ein Anschlag o.ä.). Eine kritische Konstellation mag sich entwickeln mit dem Ingress von Pluto in den Wassermann, vor allem aber wenn Pluto dann jenen Grad erreicht, auf dem die SA-NE-Opposition des Jahres 1182 lag, also zur Mitte der 2020er Jahre.

MfG, Sagitta


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