Re: Also Paris ist innerhalb des Westens keine unwichtige Stadt (Schauungen & Prophezeiungen)

Eyspfeil, Vorort Stuttgart, Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:33 (vor 1236 Tagen) @ Sagitta2093 mal gelesen
bearbeitet von Eyspfeil, Donnerstag, 11. Mai 2017, 21:42

Hallo Sagitta!

"Ich sehe nicht, dass Paris eine besonders üble Aura hätte, oder ein besonderes Symbol für unsere Zivilisation wäre. Für mich ist es eher zufällig, dass es von dort so viele Berichte gibt.

Warum sollte man sich für die Fähigkeit interessieren, für die von ihr präsentierten Inhalte indes nicht?

Hier ist die Antwort sehr einfach: der Schreiner (=können) ist mehr wert als der Tisch (=haben), weil der Schreiner jederzeit einen neuen Tisch herstellen kann.

Außerdem ist in meinen Augen Paris heute eine unwichtige Stadt (weltgeschichtlich und global gesehen), der ich meine Aufmerksamkeit nicht unbedingt schenken wollte."

Das hängt wohl mit Nostradamus zusammen, daß sich da so viele Legenden um die
Stadt ranken: Wenn man die Volkssage und die religiösen Phantastereien
herausfiltert, dann bleiben an ernstzunehmenden Schauungen gar nicht so
ne Menge übrig.
Das meiste davon ist wohl in den Centurien Nossis enthalten, Paris war ja
bereits zu Nossis Zeit eine bedeutende Stadt.

Wenn außerdem einige Millionen Menschen in einem Ballungsraum wohnen, ist
es wahrscheinlich, daß einige Seher ebendort wohnen.
Von Berlin, London oder Rom gibt es ja ebenso seit Jahrhunderten
Schauungs-Berichte.

Naja unwichtige Stadt: Würde ich so nicht übernehmen wollen. Paris hat mit allen
Vororten heute mehr als 12 Millionen Einwohner. Schon im 6.Jahrhundert wurde
Paris Hauptstadt des Fränkischen Reiches. Und Frankreich ist der größte
Flächenstaat der EU. Also merklich unwichtiger als Berlin oder London würde
ich Paris nicht einstufen wollen.

Daß Paris heute kulturell nicht mehr die Bedeutung früherer Zeiten genießt,
liegt zum Einen an dem Aufstieg der USA zur Supermacht seit den beiden
Weltkriegen, als ("Multi")-Kulturhauptstadt gilt heute NYC.
NYC verdrängte im 20.Jahrh. u.a. auch Wien, welches in den Zeiten der Romantik
eine der wichtigsten Kulturstädte Europas gewesen war.
Zum anderen liegt es am kometenhaften Aufstieg Chinas bzw. Pekings seit den
90er Jahren. Also die sogenannte Globalisierung, an der besonders die Franzosen
leiden.

Schaumermal, wann Peking und China im Smog ersticken, und die USA ihren Titel
als Supermacht doch irgendwann mal wieder abgeben werden, siehe die Schauungen
über einen Bürgerkrieg und die Zerstörung ihrer kulturellen Hauptstadt durch
irgendein Ereignis, ob Anschlag oder doch einen Impakt, weiß der Geier. ;-)

Herzliche Grüße,

Eyspfeil


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